AMD Kabini – Das Preis-Leistungs-Wunder!

Caseking11. Apr, 2014 - 2 min Lesezeit

Chiphersteller AMD hat der Kabini-Plattform mit seinen super-günstigen und besonders energieeffizienten Jaguar-APUs (mit den bekannten Namen Athlon und Sempron) für den Desktop Sockel AM1 den offiziellen Startschuss gegeben. Eine glückliche Fügung des Schicksals, denn die Kabini-Systeme sind ideal, um Mamas ausrangierten Windows-XP-Rechner zu beerben. Dank integrierter Radeon R3 Grafik eignet sich die Plattform auch sehr für kompakte Media-Center-PCs.

Mit Kabini geht AMD bei der Fusion der einzelnen Hardware-Komponenten einen Schritt weiter und verschmilzt nicht nur Prozessor (CPU) und Grafikeinheit (GPU) miteinander, sondern steckt gleich noch den kompletten Chipsatz des Mainboards mit in die APU. Das Resultat wird als System-on-a-Chip (kurz. SoC) bezeichnet und macht einen neuen Prozessor-Sockel erforderlich. Die Mainboards mit dem zugehörigen Sockel AM1 können durch diese Kostenersparnis besonders preisgünstig angeboten werden.

Die Einsteiger-APUs vertrauen auf CPU-Kerne mit der Jaguar-Architektur in 28nm-Fertigung, die bereits von Notebooks oder den aktuellen Spielkonsolen Playstation 4 und Xbox One bekannt sind. Besonders hervorzuheben ist dabei der niedrige Stromverbrauch von Kabini mit einer äußerst geringen Verlustleistung von nur 25 Watt TDP. Der Boxed-Kühler von AMD verfügt über einen überraschend leise drehenden 50-mm-Lüfter und ist 40 mm hoch. Angedachte Einsatzgebiete von Kabini für Desktop-PCs sind beispielsweise Media-, Office- oder HTPCs sowie genügsame Gaming-Systeme, etwa für Gelegenheitsspiele oder Indie-Games.

Der auf der GCN-Architektur basierende Grafik-Teil kommt in Form einer integrierten Radeon der R3-Reihe daher und verhilft dem SoC zu zahlreichen Grafik-Features, etwa DirectX 11.2, OpenGL 4.3 oder OpenCL 1.2 und kann dank des integrierten Universal Video Decoders 3D-Blu-Rays und zahlreiche HD-Video-Formate beschleunigt darstellen. Weitere Highlights sind z.B. die Unterstützung für Dual-Monitor-Betrieb samt Eyefinity, Ultra-HD-Auflösungen (4K) und modernste Grafikanschlüsse wie DisplayPort, DVI, HDMI und VGA.

Ein Beispiel-System auf Basis des ASRock AM1H-ITX lässt sich per, im Mainboard integrierten, 19V-DC-Stecker direkt über die I/O-Blende mit einem externen Notebook-Netzteil mit Strom versorgen. Ein SATA-Port direkt auf dem Mainboard versorgt eine SSD oder HDD dann über ein mitgeliefertes SATA-Kabel mit Energie. Auch ein Betrieb mit älteren ATX-Netzteilen ohne 12V-EPS-Stecker ist möglich.

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