SUPERSTAR M.2-SLOT – Caseking hat alles, was Sie brauchen!

Caseking27. Aug, 2014 - 2 min Lesezeit

Bei einigen Tablets und Notebooks schon etwas länger unter dem Arbeitstitel “Next Generation Form Factor” (NGFF) bekannt, ist das nunmehr “M.2” getaufte neue Interface für kleine SSD-Laufwerke mittlerweile auch im Desktop-Segment richtig angekommen. Grund dafür sind Intels noch junge 9er-Mainboardchipsätze für die kürzlich erschienenen, überarbeiteten “Haswell Refresh”- und “Devil’s Canyon”-Prozessoren. Die meisten Z97- oder H97-Mainboards weisen nämlich mindestens einen solchen M.2-Slot auf.

Entsprechende M.2-SSDs sind mit 22 mm noch schmaler als ihre mSATA-Vorgängerinnen und kommen je nach Kapazität in Längen zwischen 30, 42, 60 oder 80 mm vor, woraus sich ihr Format-Hinweis ergibt: 2230/2242/2260/2280. Zwar ist eine geringe Ausdehnung besonders bei mobilen Geräten ein Vorteil, der eigentliche Clou der M.2-Schnittstelle ist aber, dass sie u. a. die flotte PCI-Express-Technologie nutzen kann, was weitaus höhere Datenübertragungsraten ermöglicht als der SATA-Standard.

Und das ist mit immer mehr SSDs, welche die maximal möglichen 550 MB/s (6 Gbit/s) bei SATA 6G übertreffen können, auch absolut nötig. Eine der derzeit schnellsten M.2-SSDs, die Samsung XP941, erreicht in der 512-GB-Version z. B. unglaubliche Transferraten von bis zu 1.170 MB/s und 950 MB/s im sequenziellen Lesen bzw. Schreiben. Die meisten Mainboards mit Intel-9er-Chipsatz besitzen aber M.2-Ports, die lediglich mit zwei PCIe-2.0-Lanes an den Chipsatz angebunden sind (PCIe 2.0 x2).

Somit ist eine maximale Übertragungsrate von etwa 800 MB/s (10 Gbit/s) möglich – also noch immer ca. 250 MB/s mehr als die 550 MB/s von SATA 6G. Das reicht für die meisten aktuellen M.2-SSDs noch aus, aber eine Samsung XP941 würde hier bereits heute schon ausgebremst. Eine Ausnahme bildet das ASRock Z97 Extreme6, das über gleich zwei M.2-Slots verfügt, wobei der “Ultra M.2 Port” sogar via vier PCIe-3.0-Lanes (PCIe 3.0 x4) direkt an die CPU angebunden ist, was mit theoretisch bis zu 3.938 MB/s (32 Gbit/s) sogar der Samsung XP941 mehr als genug Spielraum gibt.
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Wer diesen Spielraum auch auf jedem anderen Mainboard genießen möchte, der kann eine Adapterkarte zu Hilfe nehmen, beispielsweise die von Delock. Darauf können M.2-SSDs gesteckt werden (zu beachten: Key M; bis Typ 2280). Anschließend wird die Karte in einen freien PCIe-x4-Steckplatz des Mainboards gesteckt. Natürlich lässt sie sich ebenso in allen mechanischen PCIe-Slots oberhalb von x4 betreiben, also auch PCIe x8 oder PCIe x16. Sie ist kompatibel zu PCI Express 3.0, bindet M.2-SSDs aber ebenso an einen Slot mit PCIe 2.x an, dann natürlich mit entsprechend niedrigerer Datenrate, aber noch immer mit ganzen 4 Lanes (1.600 MB/s bzw. 20 Gbit/s)!

Ebenfalls sehr praktisch ist Delocks Konverter-Platine von 4x SATA 6G auf 4x M.2: Der Adapterrahmen kann in einen freien 3,5-Zoll-Gehäuse-Slot eingebaut werden und nimmt dann bis zu vier (auch beidseitig mit Flash-Bausteinen versehene) M.2-SSDs auf (alle Längen und Key B als auch Key B+M). Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit liegt aber bei 550 MB/s respektive 6 Gbit/s. Für die Anbindung ans Mainboard jeder der M.2-SSDs ist ein eigener SATA-Daten-Anschluss an der Platine des Konverters vorhanden, die Stromversorgung erfolgt über einen 4-Pol-Molex-Anschluss.

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