WLAN-Router mit Mesh-Netzwerk – Die Zukunft der Netzwerktechnologie?

Caseking26. Juli, 2017 - 3 min Lesezeit

Jeder kennt es, der heimische WLAN-Empfang reicht im Haus oder im Büro in vielen Fällen nicht bis in die letzte Ecke und führt daher immer wieder zu langsamen Datenübertragungen oder sogar zu Verbindungsabbrüchen. Zeitgleich nimmt die Entwicklung moderner Endgeräte, die einen WLAN-Zugriff erfordern stetig zu, weshalb dieser Trend durch entsprechend leistungsstarke WLAN-Router unterstützt werden muss. Das Problem in der Vergangenheit war, dass die Reichweite klassischer WLAN-Router oder Access Points je nach Begebenheit des Einsatzortes und des verwendeten Frequenzbands auf einen relativ kleinen Bereich beschränkt war, wodurch die Verbindung abbrechen bzw. sehr langsam werden konnte.

Abhilfe schaffen hier moderne WLAN-Router mit Mesh-Netzwerk, welche im Verbund mit zwei, drei oder mehr Geräten arbeiten. Dadurch erhöht sich nicht nur die Reichweite, denn WLAN-Geräte greifen stets auf den Netzwerkknoten zu, dessen Signal am stärksten ist, wodurch auch Verbindungsabbrüche der Vergangenheit angehören.

Vorteile eines Mesh-Netzwerks:

  • Flächendeckendes Netzwerk mit gleichbleibender WLAN-Geschwindigkeit
  • Hohe WLAN-Reichweite durch zwei, drei oder mehr Netzwerkknoten
  • Zuverlässige Abdeckung über große Flächen oder mehrere Etagen
  • Keine Verbindungsabbrüche wie bei WLAN-Repeatern
  • Gleicher Netzwerkname für alle Knotenpunkte
  • WLAN-Geräte verbinden sich stets mit dem stärksten Signal

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Wie funktioniert ein Mesh-Netzwerk?

Normales Netzwerk Um ein Mesh-WLAN-Netzwerk etwas genauer unter die Lupe nehmen zu können, gehen wir zuerst nochmal kurz auf das klassische WLAN-Netzwerk ein, das aktuell in den meisten Haushalten und Büros zum Einsatz kommt. Ein traditioneller WLAN-Router deckt je nach Frequenzband in der Regel nur einen begrenzten Bereich ab und erfordert eine direkte Verbindung zu allen WLAN-Geräten. Das Signal kann dabei jedoch schnell von metallischen Objekten und Wänden, Wasser und Feuchtigkeit sowie von elektrischen Geräten wie zum Beispiel Mikrowellen gestört werden. Daher ist es in großen Wohnungen, Häusern oder in Büros nur selten der Fall, dass die komplette Wohnfläche mit kabellosem Netzwerk abgedeckt ist.

Die Nutzung eines WLAN-Repeaters ermöglicht zwar eine höhere Signal-Reichweite und somit einen erweiterten Internet-Zugang, kann allerdings auch zu extremen Verlusten in der Datenübertragung oder sogar zu Verbindungsabbrüchen führen, insofern kein WLAN-Roaming bereitgestellt wird.

Mesh Netzwerk Die Vorteile eines Mesh-WLAN-Netzwerks liegen klar auf der Hand, denn dieses besteht aus mehreren Mesh-Routern, die nicht nur miteinander verbunden sind, sondern auch mit einem WLAN-Router kommunizieren. Jeder als Mesh-System entworfene Router bzw. Access Point verwendet also ein 5-GHz-Frequenzband zur Kommunikation mit anderen Mesh-Geräten und bietet zudem ein 2,4-, und 5-GHz-Band für entsprechende WLAN-Geräte wie Smartphones, Tablets, Notebooks oder Smart-TVs.

Dabei werden die einzelnen Mesh-Router so miteinander vernetzt, dass jeder Access-Point mit mindestens einem Weiteren verbunden ist. In einem voll vermaschten Netzwerk kann die Funktionalität daher auch bei Ausfall eines einzelnen Zugangspunktes gewährleistet werden.

Ein Mesh-WLAN-Netzwerk für zu Hause oder das Büro bietet daher eine sehr gute WLAN-Abdeckung über die gesamte Fläche, ohne signifikante Geschwindigkeitsverluste in Kauf nehmen zu müssen. Zudem ist mit einem Mesh-Netzwerk das Roaming zwischen einzelnen Stationen möglich, wodurch sich Nutzer, ohne Verbindungsabbrüche beim Surfen oder Streamen, durch das gesamte Netzwerk bewegen können. Die WLAN-Geräte erkennen zudem völlig selbstständig, welcher Knotenpunkt die bestmögliche Anbindung in das WLAN-Netzwerk bietet.


Mesh-Netzwerk über Bluetooth?

Die Idee eines Mesh-Netzwerkes beschränkt sich mittlerweile allerdings nicht nur auf WLAN-Netzwerke, denn das Bluetooth-Protokoll wurde von der Bluetooth Special Interest Group jüngst um eine Mesh-Netzwerk-Spezifikation erweitert. Besonders interessant könnte das in der Anwendung vernetzter Leuchtmittel sein, die aktuell ja sowohl im privaten als auch gewerblichen Umfeld äußerst beliebt sind.

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