Von 0 auf 100: Der neue Peter VGA-Cooler punktet durch eine bombastische Leistung, exzellente Verarbeitungsqualität und hohe Kompatibilität. Darüber hinaus weiß auch die einfache Montage zu gefallen. Großes Lob an die Ingenieure von Alpenföhn, die sich bei diesem Produkt keinen Patzer erlaubt haben.
PC Games Hardware Printed 06/2011 - Alpenföhn Peter - VGA Cooler
Im Test mit einer HD 6970, übertaktet auf 900/2.800 MHz (1,20 Volt VGPU), sowie
Referenzbelüftung (2x Be quiet Silent Wings 140 mm) erreicht deren Chip
selbst bei 7 Volt Lüfterspannung (0,2 Sone!) nur 58 °C in Crysis und 73 °C
im PCGH VGA Tool, die Wandler kommen auf 53 bzw. 82 °C – das ist exzellent.
Nichtsdestotrotz hat der Alpenföhn Peter "Wing Boost Edition 140mm" vor allem durch seine überragende Leistung, die durchaus als leise zu bezeichnende Geräuschkulisse und die Modularität überzeugt und erhält von uns den Top Hardware Award.
The Alpenföhn Peter VGA is a very efficient cooling powerhog. Bundle it with high speed/flow fans and your GPU will run as cool as it will ever can, on air cooling. Beating the Arctic solution with over 10°C at overclocked load is brilliant. Stellar performance can be yours.
Mit dem Peter bringt Alpenföhn einen High-End-Grafikkarten-Kühler auf den Markt, welcher nicht nur durch eine gute Verarbeitung, sondern auch durch gute Leistungen überzeugt.
These solutions can then fully aftermarket, and with great end-user satisfaction, to overcome the shortcomings of the stock Nvidia cooler, generating less noise, lower temperature-sensitive and not least to allow a higher overclock of our card.
Alpenföhn hat es mit dem Peter geschafft, einen Kühler auf den Markt zu bringen, der nicht nur mit einer abnormen Leistung überzeugen kann, sondern auch perfekt verarbeitet wurde. Neben seiner brachialen Leistung und seinen enormen Reserven ist der Kühler absolut silenttaugtlich.
Mit "Heidi" hat Alpenföhn bereits einen sehr beliebten VGA-Kühler im Programm, dem nun ein weiteres Modell an die Seite gestellt wird, welches konsequenterweise "Peter" genannt wird. Schaut man sich beide Kühler einmal zusammen an, wird jedoch schnell klar, dass Peter ein deutlich fetteres Kaliber besitzt.
Der signifikante Größenzuwachs ist jedoch die logische Konsequenz der erheblich gestiegenen Wärmeleistung moderner High-End-Grafikkarten. Diese geben inzwischen ein Vielfaches der Leistung von CPUs ab, was nur mit entsprechend aufwändigen Lösungen zu bewältigen ist. Standardkühler begegnen diesem Problem mit einer recht einfachen Lösung - schnell drehenden Lüftern. Negativer Nebeneffekt: Hohe Lärmbelastung vor allem im 3D-Betrieb.
Genau an dieser Stelle setzt Alpenföhn an und möchte eine deutlich leisere Alternative anbieten. Den Spagat aus hoher Kühlleistung und geringer Geräuschentwicklung begegnet Peter mit einem sehr großen Kühlkörper, der mit mehreren großen Lüftern bestückt werden kann. Besonders die Länge des Kühlers beeindruckt und setzt neue Maßstäbe. Da jedoch auch die Grafikplatinen tendenziell länger geworden sind, ragt der Kühler bei vielen Pixelbeschleunigern dennoch nicht über das PCB hinaus.
In den Kupferboden, der in direktem Kontakt zur GPU steht, sind ganze zwölf Heatpipes eingelassen. Schon hier zeigt sich eine Besonderheit der Konstruktion, denn auf den ersten Blick scheint es sich um sechs Heatpipes zu handeln, die den Boden durchlaufen und auf beiden Seiten hinausgeführt werden. Diese inzwischen übliche Bauweise wählt Alpenföhn bewusst nicht, da separate Heatpipes nach eigenen Tests ein deutlich besseres Wärmetransportergebnis erzielen.
Im Boden sind also zwölf Heatpipes in sechs Reihen Kopf-an-Kopf montiert. Jeder der beiden Kühlkörper (zusammen 84 Lamellen!) wird damit von sechs eigenen Röhren versorgt. Damit sind wir bei der zweiten Besonderheit, denn Peter hat zwei Lamellenblöcke statt einem durchgehenden. Auch hier haben eigene Tests gezeigt, dass damit ein deutlich besseres Kühlergebnis erzielt wird. Dies resultiert vor allem aus der breiteren Wärmeeinspeisung.
Auffällig ist zudem die herausragende Verarbeitungsqualität. So sind die Lamellen mit den Heatpipes verlötet und gegenseitig verschränkt sowie der gesamte Kühler mit einer silbernen Nickelschicht überzogen. Da neben der GPU auch diverse andere Wärmequellen wie Spannungswandler und Arbeitsspeicher gekühlt werden müssen, legt Alpenföhn ein sehr umfangreiches Set mit passiven Kühlkörpern (über 30 Stück) bei, die für verschiedene Modelle geeignet sind.
Apropos: Ein wirkliches Glanzstück stellt das Montagesystem von Peter dar. Dieses besteht aus wechselbaren Leisten, die am Boden festgeschraubt werden und jeweils diverse Bohrungsabstände zur Verfügung stellen. Im Ergebnis werden praktisch alle aktuellen Single-GPU-Grafikkarten einschließlich der Topmodelle GTX 580 und HD 6970 unterstützt.
Eine sehr interessante Lösung stellt zudem das Lüftermontagesystem dar. Dieses wird in Form einer PCI-Blende mitgeliefert, die direkt unter dem Kühler verbaut wird. An dieser Blende ist eine sehr stabile Schiene montiert, die parallel zum Kühlkörper verläuft und an der verschiedene Lüftergrößen montierbar sind. Neben der Flexibilität hat diese Lösung den Vorteil, dass der Kühler und somit auch die Grafikkarte nicht vom Gewicht der Lüfter belastet wird.
Ganze vier 140- oder 120-mm-Lüfter* (alternativ auch 92er oder 80er) sind an dieser Schiene gleichzeitig zu befestigen. Zwei sind dabei direkt auf den Kühler ausgerichtet, zwei weitere senkrecht dazu an der Seite. Gerade bei Gehäusen mit offenem (Mesh)Seitenteil wird auf diese Weise Frischluft angesaugt oder Warmluft aus dem Case geblasen. Selbst die CPU-Kühlung lässt sich auf diese Weise verstärken oder bei einem SLI/Crossfire-System die Kühlung ausschließlich von der Seite realisieren, so dass die Karten näher zusammenrücken können.
In der Regel reichen jedoch zwei 120er oder ein 140er unter dem Kühler montiert aus, um für eine sehr gute Kühlung zu sorgen. Gerade bei der Nutzung nur eines Ventilators bietet die Schiene zudem den Vorteil, dass der Lüfter variabel positioniert und somit beispielsweise der Lufstrom direkt auf die GPU gerichtet werden kann.
Da Lüfter nicht zum Lieferumfang gehören, bleibt maximale Entscheidungsfreiheit und die Möglichkeit, von Ultra-Silent bis Maximum-OC praktisch jede Konfiguration zu realisieren. Dank der enormen Kühlleistung werden dabei keine schnell drehenden Modelle benötigt, um selbst Boliden auf niedriger Temperaturen zu halten. Damit schließt sich der Anforderungskreis einer leisen und zugleich potenten Kühlung.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Alpenföhn mit Peter ein großer Wurf gelungen ist. Der VGA-Kühler ist ein würdiger Nachfolger von Heidi, besitzt eine überragende Kühlleistung, eine sehr hohe Verarbeitungsqualität, eine universelle Kompatibilität und eine sehr variable Lüfterbestückung.
Hinweise: Zur Installation des Peter muss der Originalkühler demontiert werden, womit ein Garantieverlust gegenüber dem Grafikkartenhersteller einhergeht. Der Umbau erfolgt daher auf eigene Gefahr. Reste von Wärmeleitpaste und -Pads müssen vor der Installation sehr sorgfältig entfernt werden, da andernfalls beispielsweise die Passivkühlkörper bei Erwärmung abfallen können. Die auf einem Bild abgebildeten Lüfter gehören nicht zum Lieferumfang, sondern dienen lediglich der Veranschaulichung.
* Wenn zwei 140-mm-Lüfter an der Seite montiert werden sollen, müssen die Stromanschlüsse der Grafikkarte(n) zur Rückseite zeigen!
** Bei den NVIDIA Grafikkarten GTX 470, 480, 570 und 580 kann die Grundplatte des Originalkühlers auch in Verbindung mit Peter genutzt werden. Nach dem Umbau ist der ordnungsgemäße Sitz des Kühlers zu kontrollieren!
Kundenmeinung: Sehr guter Kühler. Einen besseren Lüftkühler für die GPU gibt es nicht. Nicht nur der Kühlkörper überzeugt sondern auch die Lüfter. Perfektes zusammenspiel. Zwar nicht billig aber Qualität hat seinen Preis. Leider passt er nicht auf einer 6850/6870. ...