Sentry ist inzwischen zum Synonym für edel und auffällig gestaltete Lüftersteuerungen mit hochwertiger Verarbeitung und Funktionalität geworden. Mit der neuen Sentry 2 zeigt der Hersteller NZXT, was derzeit technisch möglich ist und setzt bei Ausstattung, Funktionalität und Design neue Maßstäbe. Die augenscheinlichste Änderung ist der vollkommene Verzicht auf Tasten. Vielmehr werden sämtliche Eingaben direkt über das Display vorgenommen, welches zu diesem Zweck berührungsempfindlich ausgelegt ist.
Wie sein Vorgänger belegt die Sentry 2 einen 5,25 Zoll Platz und passt damit universell in nahezu alle Gehäuse. Die Front wird fast vollständig von einem großen Display eingenommen und wirkt daher sehr edel. Im Gegensatz zum blau beleuchteten Monochrom-Display besitzt die Neuauflage ein Farbdisplay. Damit nicht genug, erfolgt die Steuerung direkt über die Berührung des Bildschirms und ist damit auch im Dunklen ohne Probleme möglich.
An der Rückseite befindet sich ein umfangreicher Kabelstrang mit drei Segmenten. Der erste Teil dient der Stromversorgung des Panels über einen 4-Pol Molex Anschluss. Ein weiterer Kabelstrang beinhaltet fünf hochsensible Temperatursensoren mit einer Abweichungstoleranz von lediglich einem Grad. Diese können zu verschiedenen Abschnitten des Gehäuses geführt werden, so dass fünf Temperaturzonen im Blick behalten werden können. Wenngleich die Sensoren flach sind, dürfen sie nicht geknickt oder gedrückt werden.
Der Hauptstrang beinhaltet zehn Lüfteranschlüsse, wobei fünf Lüfter entweder über 3-Pin oder 4-Pol Molex angeschlossen werden können. Da satte 10 Watt pro Kanal zur Verfügung stehen, werden selbst die leistungsstärksten LED-Lüfter unterstützt. Im Extremfall können sogar zwei Lüfter (Max. je 5 Watt) pro Anschluss genutzt werden, wenngleich diese Nutzung auf eigene Gefahr geschieht und nicht vom Hersteller freigegeben ist. Die Steuerung arbeitet mit allen Lüftern zusammen, die eine Spannungsregelung unterstützen.
Die Darstellung ist klar und übersichtlich strukturiert. Die Temperaturanzeige ist an die Lüfterauswahl gekoppelt, so dass der jeweils ausgewählte Ventilator gleichzeitig dem angezeigten Temperatursensor entspricht. Es empfiehlt sich daher, die einander zugeordneten Lüfter und Sensoren im Gehäuse eng beieinander zu platzieren. Durch Druck auf das Lüftersymbol kann zwischen den einzelnen Ventilator-Sensorkombinationen gewechselt werden.
Doch auch im Kleinen bietet die Sentry 2 interessante Lösungen: Wechselt der Rechner beispielsweise in den Schlafmodus, deaktiviert sich automatisch die Display-Beleuchtung der Lüftersteuerung unabhängig von den anderen Funktionen.
Die Funktionsvielfalt ist enorm, so dass für jegliche Ansprüche die perfekte Lösung parat steht. Auf der einen Seite kann sich der User entspannt zurücklehnen und den Komfort einer selbstständigen Anpassung genießen. In diesem Fall passt die Sentry 2 bei einer gemessenen Temperaturveränderung vollkommen autonom die Lüfterdrehzahl an. Wer auf der anderen Seite das Letzte aus seiner Kühlung herausholen möchte und Ultra-Silent oder Maximum-Overclocking realisieren und die Lüftung gezielt anpassen will, kontrolliert direkt die einzelnen Parameter.
Selbstverständlich gibt es auch diverse Alarmfunktionen. Während der Ausfall eines Lüfters automatisch mit einem Warnton signalisiert wird, können eigene Grenztemperaturen und -Drehzahlen definiert werden, bei deren Über- oder Unterschreitung ebenfalls Alarm ausgelöst wird. Mit der eingebauten Batterie werden die individuellen Einstellungen gespeichert und stehen nach dem Neustart wieder zur Verfügung.
Technische Details:
- Größe: für 1x 5,25 Zoll Einbauschacht
- Farb-LCD Touchscreen (deaktivierbar)
- Steuerung von 5 Lüftern (Max. 10 W pro Kanal)
- Automatische und manuelle Steuerung
- Temperaturanzeige in Grad Celsius und Fahrenheit
- Akustische Warnung bei Lüfterausfall
- Selbst definierbare Alarmparameter bei Temperatur und Drehzahl
- Einstellungen werden durch interne Batterie gespeichert
- Anschlüsse:
1x 4-Pol Molex (Stromversorgung)
5x 3-Pin (Lüfter)
5x 4-Pol Molex (Lüfter)
5x Temperatursensoren