Mit den "Sandy Bridge" CPUs stellt Marktführer Intel eine neue Prozessor-Generation vor, die mit den Vorgängern der Clarkdale und Lynnfield Serien am ehesten noch die Strukturbreite (32 nm; Lynnfield: 45 nm) und die Namensgebung (Core i7 / Core i5 / Core i3) teilt. Darüber hinausgehend wurde sprichwörtlich kaum ein Stein auf dem anderen gelassen und die Architektur grundlegend überarbeitet.
Alle Sandy Bridge CPUs verfügen nun bereits über einen integrierten Grafikprozessor, der zwar nach wie vor keine neueren Spiele in hohen Detailstufen berechnen kann, aber für den Office- und Multimedia-Einsatz sowie ältere Games ausreichend leistungsfähig ist.* Im Gegensatz zu den Clarkdale CPUs ist die GPU schneller, direkt in den CPU-Kern integriert und kommuniziert über den neuen Ringbus mit den CPU-Cores und dem Speicher.
Der Level-3-Cache arbeitet nun mit vollem CPU-Takt und damit deutlich schneller als bei den Vorgängern. Eine weitere Innovation hält der Turbo-Modus bereit, denn dieser ist nun erheblich vielseitiger und flexibler. Zentrale Maßgabe ist dabei die TDP - also die thermische Verlustleistung. Bis zum Erreichen des maximal zulässigen Werts können Sandy Bridge Prozessoren je nach Anforderung einzelne Kerne sehr stark, oder mehrere Kerne etwas übertakten, was auch hier die GPU einschließt.
Wird beispielsweise nur ein CPU-Core plus GPU gefordert, können diese im Zweifel den Großteil der Leistungsaufnahme genießen, während die restlichen drei Cores weitgehend deaktiviert werden. Damit einher geht entsprechend eine besonders effiziente Energienutzung und ein minimaler Verbrauch bei geringer Belastung. Besonders raffiniert am Turbo Boost 2.0: Da der Wärme-Output erst mit einer gewissen Verzögerung einsetzt, kann kurzfristig die Übertaktung enorm gesteigert werden, um kurze (Berechnungs)Lastspitzen abzufangen.
Weitere Neuerungen betreffen den L1-Cache, der nun über zwei Teile verfügt (einer für Instruktionen, einer für Daten), die AVX-Befehlssatzerweiterung und die effiziente AES-Verschlüsselung. Aufgrund der vielfältigen Anpassungen war bei der Entwicklung ein neuer Sockel notwendig: 1155. Kühler mit Sockel-1156-Kompatibilität eignen sich jedoch ohne Einschränkungen auch für dieses Format.
Der Intel Core i7-2600K ist eines der Topmodelle der Sandy Bridge CPUs. Wie alle Core i7 verfügt er über vier physische Kerne, die sich mit SMT auf acht logische Cores steigern. Der 2600K kann auf satte acht Megabyte L3-Cache zurückgreifen und arbeitet mit 3,4 GHz (mit Turbo bis 3,8 GHz). Im Gegensatz zum normalen i7-2600 verfügt die K-Version über die schnellere GPU (HD 3000) und vor allem einen freien Multiplikator. Damit ist eine bequeme Übertaktung möglich.
Der Einbau des Prozessors sollte vorsichtig erfolgen, da die Pins leicht verbiegen können. Da die CPU bei unsachgemäßer Behandlung irreparabel beschädigt werden kann, erfolgt die Montage auf eigene Gefahr. Bevor die CPU berührt wird, ist auf eine elektrostatische Entladung des Körpers zu achten. Ein Betrieb der CPU außerhalb der Spezifikationen (Übertaktung etc.) erfolgt auf eigene Gefahr.
* Zur Ausgabe der Grafiksignale wird ein Mainboard mit entsprechenden Anschlüssen beispielsweise mit H67 Chipsatz benötigt.
Hinweis: Bild 1 ist ein Symbolbild. Die Verpackung ist ähnlich. Es handelt sich aber, wie hier beschrieben, um den Intel Core i7-2600K mit 3,4 GHz.