AMD Radeon RX 6000 Grafikkarten: Where Gaming Begins

Hauke R19. Nov, 2020 - 3 min Lesezeit

Die AMD Radeon RX 6800-Serie wurde offiziell im Referenzdesign ins Rennen gegen die Konkurrenz geworfen. Mit der Radeon RX 6800 XT und der Radeon RX 6800 bietet AMD seit langer Zeit eine Alternative zu NVIDIAs GeForce-Grafikkarten im High-End-Segment.

Die Benchmark-Ergebnisse sowie diversen unabhängigen Tests und Reviews der Big Navi-Grafikkarten sehen beeindruckend aus. Auch wenn noch nicht alle Features der neuen Grafikkarten freigeschaltet sind, bieten die neuen AMD-Grafikkarten eine sehr gute Leistung.

Wer sich im Detail mit den Features der Radeon 6000-Serie befassen möchte, findet zum Beispiel bei ComputerBase einen wie gewohnt sehr umfangreichen Test.

Wer eine Radeon RX 6000-Grafikkarten kaufen möchte und nicht weiß, ob es die RX 6800 oder die RX 6800 XT werden soll, findet im Internet zahlreiche Benchmarks für unterschiedliche Spiele.


Die AMD Radeon RX 6800 XT

Die AMD Radeon RX 6800 XT hat im Referenzdesign die folgenden Spezifikationen:

  • Shader-Einheiten: 4.608
  • Compute Units (CUs): 72
  • Raytracing-Beschleuniger: 72
  • Basis-Takt der CPU: 1.487 MHz
  • Game-Takt der CPU: 2.015 MHz
  • Boost-Takt der CPU: 2.250 MHz
  • Grafikspeicher: 16 GB GDDR6
  • Speichertakt: 8.000 MHz (effektiv 16.000 MHz)
  • Speicherinterface: 256 Bit
  • Speicherbandbreite: 512 GB/s

Die AMD Radeon RX 6800

Die Spezifikationen der Radeon RX 6800 sehen wie folgt aus:

  • Shader-Einheiten: 3.580
  • Compute Units (CUs): 60
  • Raytracing-Beschleuniger: 60
  • Basis-Takt der CPU: 1.372 MHz
  • Game-Takt der CPU: 1.815 MHz
  • Boost-Takt der CPU: 2.105 MHz
  • Grafikspeicher: 16 GB GDDR6
  • Speichertakt: 8.000 MHz (effektiv 16.000 MHz)
  • Speicherinterface: 256 Bit
  • Speicherbandbreite: 512 GB/s

AMD RDNA2: Big Navi GPU-Architektur

AMDs RDNA2-GPU-Architektur bildet zusammen mit dem 7-nm-Prozess die Basis für die überzeugende Performance der Radeon RX 6000-Grafikkarten. Gegenüber der ersten Generation der RDNA-Architektur sind zahlreiche neue Features in die zweite Generation eingeflossen:

  • AMD Infinity Cache
  • Raytracing
  • Smart Access Memory
  • Takt & Leistung pro Watt
RDNA2 Gaming-Architecture (Quelle: AMD via ComputerBase)

AMD Infinity Cache

Der AMD Infinity Cache der RDNA2-GPUs erweitert die Bandbreite des Speicherinterfaces. Dieses besteht aus sechzehn 16-Bit-Controllern; bei RDNA1 waren es 4x 64-Bit.Controller. Bereits hier wurden also starke Optimierungen vorgenommen.

Der AMD Infinity Cache selber ist 128 MB groß und über sechzehn 64-Bit-Kanäle mit den Rechenkernen via Infinity Fabric verbunden. Die GPU kann also auf diesen Speicher mit einer maximalen Bandbreite von 2 TB/s zugreifen.

Die wichtigsten Daten bei den Grafikberechnungen werden dem Grafikchip also über ein sehr schneller Speicherinterface bereitgestellt. So müssen weniger Daten im „klassischen“ Videospeicher abgelegt werden.

Der AMD Infinity-Cache soll laut AMD die Speicherbandbreite insgesamt um den Faktor 3,5 vergrößern, was auch einer der Gründe für die Wahl von „nur“ GDDR6-Speicher anstatt des teureren GDDR6X-Speicher darstellt.


Raytracing & FidelityFX

Der „heilige Gral“ ist nicht mehr nur NVIDIA zugänglich, denn auch die Radeon RX 6000-Grafikkarten von AMD unterstützen nun hardwarebasiertes Raytracing (Ray Traversal).

Jede Compute Unit besitzt bei RDNA2 einen sogenannten Ray Accelerator. Diese RAs sollen beim berechnen von Raytracing-Effekten 10 mal so schnell sein wie die herkömmlichen Compute Shader.

Da die RAs in die Compute Units integriert sind, werden vermutlich auch zukünftige RDNA2-Grafikkarten Raytracing-Berechnungen auf Hardware-Basis ausführen können.

Mit FidelityFX Super Resolution arbeitet AMD zudem an einer Technologie zum Upscaling von Grafiken. Was sich genau dahinter verbirgt, ist jedoch noch nicht ganz klar.


Smart Access Memory

Die SMART ACCESS MEMORY-Technologie (SAM) von AMD verspricht zusätzliche Leistung in Verbindung einer Radeon RX 6000-Grafikkarte mit einem Ryzen 5000-Prozessor auf einem X570-Mainboard.

SAM macht sich dabei die „resizable BAR“-Funktion des PCIe-Standards zu nutzen. Ein entsprechendes Gaming-System soll von einem minimalen Leistungszuwachs profitieren.

Wie groß diese Mehrleistung ist, hängt dabei vom Spiel ab. Und ist scheinbar noch nicht komplett ausgereift, wie einige Tests zeigen.


Hohe Taktraten & Leistung/Watt

Navi 21-GPUs takten sehr hoch. Die Radeon RX 6800 hat einen offiziellen Boost-Takt von 2.105 MHz, während die RX 6800 XT sogar bis 2.250 MHz boostet. In diversen Reviews (auch ComputerBase) wird aber davon berichtet, dass die Karten sogar von sich aus höher takten.

Durch manuelles Overclocking ohne Spannungserhöhung sollen sogar bis zu 2,5 GHz möglich sein. Die RDNA2-Compute Units sollen laut AMD bei gleicher TDP (Verlustleistung) um bis zu 30 Prozent höher takten als noch beim Vorgänger.

Und auch im Bereich Energie-Effizienz soll Big Navi pro Watt in etwa 65% mehr Leistung bringen, als die erste Navi-Generation. Hier soll auch der Infinity Cache seine Finger im Spiel haben.

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Simon
Simon
5 Monate zuvor

Super! Jetzt müsste man sie nur noch kaufen können 😉

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