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Intels Alder Lake: Linux erstmals langsamer als Windows

Jörg T.18. Nov, 2021 - < 1 min Lesezeit

Sonst hat der Linux-Kernel in Puncto Rechenleistung gegen Windows die Nase vorn. Aktuelle Benchmarks, die Michael Larabel auf seiner Webseite Phoronix veröffentlicht hat, deuten jedoch an, dass das quelloffene Betriebssystem auf den Alder-Lake-CPUs von Intel ein deutliches Nachsehen hat.

Larabel mutmaßt, dass der Scheduler im aktuellen Linux-Kernel noch nicht auf die hybride Architektur der neuen Alder-Lake-CPUs von Intel angepasst ist. Zumindest gebe es keine Einträge zu entsprechenden Patches in der Linux-Kernel-Mailingliste.

Scheduler verteilt wohl schlecht

Der Scheduler eines Betriebssystems verteilt unter anderem Aufgaben an die einzelnen Alder-Lake-CPU-Kerne. In Linux 5.16 kann der Scheduler aber möglicherweise nicht zwischen den Performance- und den Effizienz-Kernen der Alder-Lake-CPUs unterscheiden und verteilt die Rechenlast fehlerhaft, so Larabel. Das wiederum würde zu Leistungseinbußen bei rechenintensiven Aufgaben wie Encoding und Rendering führen. Besonders auffällig scheint der Unterschied wohl bei Java-Anwendungen zu sein. Allerdings hat Larabel auch einen Leistungsabfall zwischen Linux in Version 5.15 Stable und 5.16 festgestellt. Es lässt sich nicht ausschließen, dass der Fehler im Code des aktuellen Kernels zu suchen ist.

Intel entwickelt für Linux

Intel unterstützt Linux aktiv und veröffentlicht unter dem Namen Clear Linux eine eigene Linux-Distribution. Dort pflegen bei Intel angestellte Linux-Entwickler Patches für Linux ein, die die Leistung eigener Produkte wie CPUs und GPUs nochmals optimieren. Wie in der Open-Source-Welt üblich, werden diese Patches an die Entwickler des offiziellen Linux-Kernels unter Linus Torvalds weitergereicht. Anscheinend haben die Intel-Entwickler den Scheduler vergessen, denn selbst unter Clear Linux sind Leistungseinbußen laut Phoronix spürbar.

Problemfall Scheduler auch bei Windows

Ein ähnliches Problem gab es zuletzt mit CPUs von AMD unter Windows 11. Dort konnte der Scheduler unter Umständen nicht den schnellsten Kern identifizieren. Zudem war die Latenz des L3-Caches viel zu hoch, was besonders bei einigen Spielen für bis zu 15-prozentige Leistungseinbrüche sorgte. Beide Probleme sind behoben und entsprechende Updates veröffentlicht worden.

https://www.caseking.de/blog/ak2q/

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