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Raptoreum: Neue Kryptowährung zielt auf AMD-CPUs

Jörg T.19. Nov, 2021 - 2 min Lesezeit

Raptoreum (RTM) hat mit der Veröffentlichung seines Rentabilitätsrechners für Unruhe gesorgt. Die effizienteste Hardware für die Berechnung der Transaktionsblöcke der im Frühjahr 2021 initiierte Kryptowährung sind CPUs von AMD, wie Bitcoin Press unter Berufung auf ein YT-Video von Rabid Mining berichtet. Das weckt Befürchtungen, dass Miner AMDs Prozessoren vermehrt aufkaufen und so die Preise in die Höhe treiben.

Hungrig nach Level-3-Cache

Erklärtes Ziel der Raptoreum-Entwickler ist die Abkehr von leistungshungrige Grafikkarten und ASICs, die massenweise für das Minen von Bitcoin (BTC) oder Ether (ETH) benötigt werden. Stattdessen favorisiert der Raptoreum zu Grunde liegende Algorithmus möglichst viel L3-Cache. Der große L3-Puffer in Ryzen-CPUs ist vor allem für Spiele ein großer Vorteil. Der Zwischenspeicher ist direkt in der CPU integriert. Dank niedrigen Zugriffszeiten und niedrigen Latenzen können dort wiederholt benötigte Daten für einen schnelleren Zugriff vorgehalten werden statt im langsameren RAM.

Minen und kaufen

Raptoreum wirbt mit seinem GhostRider genannten Algorithmus, der Proof-of-Work (PoW) und Proof-of-Stake (PoS) kombiniert.

Bei Proof-of-Work werden neue Blöcke in einer Blockchain durch reine Rechenleistung generiert. Nur wer zuerst einen neuen Block errechnet, bekommt eine Belohnung in Form der Kryptowährung. PoW kommt bei Bitcoin oder Ether zum Einsatz und benötigt Zeit sowie enorm viel Energie – und entsprechend leistungsfähige Hardware.

Bei Proof-of-Stake wird ein Block durch die Anteile mehrerer Besitzer einer Kryptowährung validiert und nicht durch Rechenleistung. Je höher die Anteile, desto höher fällt die Belohnung in Form von Zinsen aus. Raptoreum will mit seinem kombinierten Ansatz ermöglichen, dass Interessierte ihre Anteile an der Kryptowährung sowohl durch Mining als auch durch den Kauf erhöhen können.

Starker Anstieg…

Tatsächlich scheint Raptoreum seit Mitte November 2021 das Interesse der Miner geweckt zu haben, wie die Tabelle der Webseite Coinmarketcap zeigt. Ob der Aufwärtstrend weitergeht, hängt wie üblich vom Interesse der Krypto-Community ab. Immerhin gibt es Stand Juni 2021 über 10.000 verschiedene Kryptowährungen mit unterschiedlichen Ansätzen.

…oder nur Hype?

Die Kryptowährung Chia (XCH) sorgte Anfang des Jahres für ähnliche Aufregung. Dessen PoS-Algorithmus setzte auf die Bereitstellung von möglichst viel Platz auf Massenspeicher. Befürchtet wurde ein Run auf HDDs und SSDs und eine damit einhergehende Knappheit und steigende Preisentwicklung. Zwar gab es in Fernost zunächst einen Ansturm auf SSDs, allerdings blieben die Preise sowie die Verfügbarkeit in Europa stabil, wie Heise berichtete.

Anti-Mining-Grafikkarte von Nvidia

Nach massiver Kritik an der mangelnden Verfügbarkeit und exorbitanten Preisen, die auf den massiven Aufkauf durch Miner zurückgeführt wurden, hatte Nvidia Mitte des Jahres seine 3000er-Grafikkarten mit einer Drosselung versehen, die das Mining von Kryptowährungen begrenzt. Die Leistung im Normalbetrieb und besonders beim Gaming wurde dadurch aber nicht beeinträchtigt. Allerdings sind Grafikkarten sowohl von Nvidia als auch von AMD nach wie vor wegen weltweiten Chipmangels und Lieferengpässen rar und viel zu teuer.

https://www.caseking.de/blog/ak3x/

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