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World of Warcraft (WoW) Spieler starten Online Petition an Blizzard

Ein Jahr lang konnten Fans der World of Warcraft (WoW) Vanilla-World die Vorzüge der Version aus dem Jahre 2006 genießen. Die Community von „Nostalrius Begins“, musste diese Woche die Server abstellen. Der Gaming Gigant Blizzard hatte per Unterlassungsaufforderung das Aus für die Community verfügt. Nun startete die Gruppe eine Petition bei Change.org, in der sie den CEO von Blizzard Entertainment Michael Morhaime auffordern, die Geschäftspolitik gegenüber Legacy-Servern zu überdenken.

Mit einem großen Abschiedsmarsch nach Thunderbluff feierten und beendeten die aktiven Spieler am vergangenen Montag die gemeinsame Zeit. Symbolisch stürzten sich die Gamer am Ende des Marsches in den Abgrund und setzten ihrem Dasein ein trauriges Ende. Nostalrius Begins war einer der erfolgreichsten privaten Gaming-Server. Etliche andere Server mit Kopien von älteren Spielversionen sind im Netz zu finden, doch Nostalrius Beliebtheit war kaum zu übertreffen. Innerhalb knapp eines Jahres erreichte der Server 800.000 Nutzer, wovon ca. 150.000 regelmäßig aktiv waren. Da die Server stets gut liefen und die Community sich aktiv um Cheater, Abuser und Gold-Seller kümmerte, wurde der Server ein solcher Erfolg. Schnell kamen neue Spieler dazu, die zuvor auf anderen Legacy-Servern gespielt hatten. Die Community zeichnete sich durch hohe Kommunikationsfreudigkeit aus und entwickelte das Projekt gemeinsam weiter. In dem Petitionstext schreiben die Betreiber: 

We trained several entire teams: development, software validation, customers service (also named Game Masters), communication, … as we wanted to be as professional as possible even as a completely volunteer team. We used our personal experience in project/team management to fine-tune the organization, and make important decisions.

Wir haben Teams in verschiedenen Bereichen ausgebildet: In der Entwicklung, Software Validierung, Kundenservice (auch Game Masters genannt), Kommunikation, … da wir auch als Freiwilligen-Team möglichst professionell arbeiten wollten. Wir griffen auf unsere persönlichen Erfahrungen in den Bereichen Projekt- und Team Management zurück, um die Organisation gut abzustimmen und wichtige Entscheidungen treffen zu können. 

Keiner spielt auf privaten Servern um Geld zu sparen

Trotz der hochgradigen Professionalisierung nahmen die Betreiber laut eigenen Informationen nur Spenden entgegen und konnten so die Kosten für Server und Strom aufbringen. Die Community selbst sah sich nie als Bedrohung für Blizzard, da sich die meisten Spieler nicht auf dem Server tummelten um die monatlichen Beiträge bei Blizzard zu sparen. Motiviert wurden die Spieler aus verschiedenen Gründen: Der Community Gedanke spielte eine große Rolle, was wir den unzähligen Kommentaren bei Change.org und verschiedenen Gaming-Foren entnehmen konnten. Die Nostalrius- Gemeinde entwickelte gemeinsam ein Produkt, alle arbeiteten unentgeltlich, allein mit der Motivation die klassische WoW-Version spielen zu können. Die Umgangsformen waren von gegenseitigem Respekt geprägt und der aktive Austausch untereinander hatte einen hohen Stellenwert. 

Der Fokus auf Kommunikation und Austausch wurde auch im Spiel viel stärker gefordert als in den neueren Versionen von World of Warcraft. Die Möglichkeit im Spiel zwischen Builds zu wechseln, machte das zusammenspielen fast unnötig und jeder konnte zum Single-Helden werden. Auch die Vereinfachung der Spielmechanik kam nicht bei allen Spielern gut an. Aus aller Welt wird dazu fleißig kommentiert. Richard H. aus Stockholm sagt sinngemäß: Teamwork war in der Version ein Schlüsselfaktor, Quests hatten Substanz und das Schürfen wurde belohnt. Die Leute haben viel in das Spiel investiert und behandelten diese und sich gegenseitig mit Respekt.

Sicherlich spielen auch Nostalgiker gerne die Vanilla-Version, doch den Vorwurf sich nicht lösen zu können weisen die Vanilla-Spieler von sich - genau wie die Kritik von Spielern der aktuellen Version, dass sie den neuen Herausforderungen nicht gewachsen seien. World of Warcraft hat offensichtlich für viele Spieler die Magie vom Anfang verloren. 

WoW_Nostalrius_Abschiedsmarsch

Die Reaktion von Blizzard lässt auf sich warten

Nun stellt sich die Frage, warum Blizzard genau diese Server abschalten ließ, obwohl Nostalrius nicht der einzige illegale Server ist, der Versionen älterer Blizzard-Spiele anbietet. Es ist davon auszugehen, dass Blizzard solche Server solange ignoriert bis diese eine bestimmte Größe erreicht haben. Vermutlich wurde der rapide Anstieg der Nutzerzahlen innerhalb eines Jahres als Bedrohung wahrgenommen. Auch innerhalb der aktiven Community bei WoW gibt es immer wieder heftige Kritik an dem Unternehmen. Den einen geht Blizzard zu sehr auf Wünsche der Community ein - andere Spieler fühlen sich nicht gehört und kritisieren die Umgangsformen mit den zahlenden Nutzern. Daher war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass mit der Steigerung der Bekanntheit dieses Servers sich einige Spieler von Blizzard verabschieden und zur Vanilla-World überlaufen. Das Argument, es handele sich um gestohlenen Quellcode, wollen viele nicht gelten lassen, denn ob gestohlen oder nicht, Blizzard bietet diese Version selbst nicht mehr an und könne daher auch nicht von wirklichen Verlusten sprechen. „Tschermiske“ kommentiert dazu:

Auch schon 100x und mehr gesagt, würde Blizz einem die Wahl lassen und verschiedene Contents anbieten wäre es nicht nötig das sich Menschen auf des Messers schneide der "Illegalität" bewegen.

Laut Usgamer.net wolle Blizzard die Community zusammen halten und fokussiere die Geschäftsinteressen daher verstärkt auf den aktuellen Bereich der Version. Außerdem müsste zusätzlicher Service bereit gestellt werden, wie Community-Betreuung und Bug-Bereinigung. Doch die größere Gefahr sieht Josh Allen, Community Manager bei Blizzard, eher im schnellen Verlust des Interesses an dem Spiel.  

"I think the biggest challenges for an idea like this are would it be interesting enough to keep playing, and would there be enough sustained interest from other players to make the world feel alive. I could easily see the outcome being people logging in, going 'Wow, the game is so much better now,' and logging out."

Wäre das Spiel wirklich interessant genug, um die Zocker zum regelmäßigem Spielen zu bewegen? Diese Frage ist nur schwer zu beantworten. Sicherlich wurde die Frage, ältere Versionen selbst anzubieten, von Blizzard bereits ausführlich diskutiert. Die Petition haben bereits 102.431 Personen unterschrieben – 150.000 sollen es werden. Vielleicht wäre es Zeit über neue Ansätze nachzudenken, da das Thema doch mehr Fans betrifft, als Blizzard zugeben möchte. Für viele wäre es sicherlich eine gute Lösung, wenn Blizzard den Betrieb älterer Versionen an verantwortungsvolle Fangruppen abgeben würde. Denn sonst wäre das Gefühl etwas gemeinsam zu schaffen und die damit einhergehenden positiven Effekte, sicherlich auch bald wieder verloren. Und falls sich der Konzern nicht erweichen lässt, gibt es für die Betreiber die häufig genutzte Möglichkeit Server in Ländern zu mieten, wo Abmahnanwälte bislang eher erfolglos operieren. Bislang hat sich Blizzard noch nicht öffentlich zu dem aktuellen Fall geäußert. Wir sind gespannt ob die Petition eine Wirkung entfalten wird und die Vanilla-Fans demnächst wieder dem Vergnügen frönen können.

 
 
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