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Blog Beitragsbild - GPU Vergleich in AC 4 Resynced

Mit Assassin’s Creed Black Flag Resynced kehrt Edward Kenways Piratenabenteuer als vollständig überarbeitetes Remake zurück. 



Ubisoft hat den Titel auf Grundlage der aktuellen Anvil-Engine neu entwickelt und unter anderem die Grafik, Spielmechaniken und Beleuchtung modernisiert.

Doch wie anspruchsvoll ist die neue Version auf dem PC? Im direkten Grafikkartenvergleich treten die AMD Radeon RX 9070 XT und die Nvidia GeForce RTX 5070 Ti gegeneinander an. Getestet wurden native Auflösungen, verschiedene Raytracing-Stufen, reduzierte Grafikdetails sowie FSR und DLSS.

RX 9070 XT vs. RTX 5070 Ti: Das Wichtigste im Überblick

In 1440p schaffen beide Grafikkarten selbst bei maximalen Details und maximalem Raytracing mehr als 60 FPS, ohne dass Upscaling notwendig wäre. Die RX 9070 XT erreicht dabei 64 FPS, während die RTX 5070 Ti auf 62 FPS kommt.

Über sämtliche getesteten Einstellungen hinweg gewinnt AMD 15 von 16 direkten Vergleichen. Der Vorsprung der RX 9070 XT bewegt sich meistens zwischen fünf und elf Prozent. Lediglich bei nativem 4K mit vollständig maximierten Einstellungen liegt die RTX 5070 Ti mit einem einzigen Bild pro Sekunde vorne.

Die RTX 5070 Ti liefert mit DLSS allerdings eine etwas klarere Darstellung feiner und weit entfernter Details. FSR überzeugt ebenfalls, wirkt im direkten Standbildvergleich aber stellenweise minimal weicher. 

Sämtliche Benchmarkwerte und Beobachtungen zur Bildqualität stammen aus einem ausführlichen Testbericht von Youtuber Daniel Owen.

Welche Komponenten sind im Test-System verbau?

Für den Vergleich wurden folgende Grafikkarten eingesetzt:

KomponenteVerwendetes Modell
AMD-GrafikkarteASRock Radeon RX 9070 XT Monster Hunter Wilds Edition
Nvidia-GrafikkarteASUS Prime GeForce RTX 5070 Ti
ProzessorplattformHigh-End-System auf Basis des Ryzen 7 9800X3D
GPU-EinstellungenWerkseinstellungen ohne manuelles Overclocking
BenchmarkIntegrierter Benchmark von Black Flag Resynced
Native KantenglättungTAA
AMD-UpscalingFSR
Nvidia-UpscalingDLSS

Für die nativen Messungen wurde bewusst TAA auf beiden Grafikkarten verwendet. Dadurch entsteht eine möglichst vergleichbare Renderlast. Die nativen Speziallösungen der Hersteller wurden für diesen direkten Leistungsvergleich nicht eingesetzt.

Bei den Upscaling-Messungen trat FSR jeweils gegen DLSS mit derselben Qualitätsstufe an. In 1440p wurde der Balanced-Modus getestet, während bei 4K der Performance-Modus zum Einsatz kam.

Eine kleine Einschränkung gibt es beim integrierten Benchmark: Insbesondere der enthaltene Schiffskampf läuft nicht in jedem Durchgang vollkommen identisch ab. Kleinere Schwankungen sind daher möglich. Die grundsätzlichen Abstände zwischen den Grafikkarten bleiben dennoch aussagekräftig.

1440p-Benchmark: Beide Karten schaffen maximale Details ohne Upscaling

1440p dürfte für viele Käufer dieser Leistungsklasse die wichtigste Auflösung sein. Hier liefern sowohl die RX 9070 XT als auch die RTX 5070 Ti ein sehr gutes Ergebnis.

EinstellungenRX 9070 XTRTX 5070 TiVorsprung
Ultra High, RT Extended, nativ64 FPS62 FPSAMD +3 %
Ultra High, RT Extended, Balanced99 FPS90 FPSAMD +10 %
Ultra High, RT Standard, nativ72 FPS68 FPSAMD +6 %
Ultra High, RT Standard, Balanced104 FPS94 FPSAMD +11 %
Ultra High, RT aus, nativ81 FPS73 FPSAMD +11 %
Ultra High, RT aus, Balanced111 FPS106 FPSAMD +5 %
High, RT Standard, nativ89 FPS81 FPSAMD +10 %
High, RT Standard, Balanced126 FPS116 FPSAMD +9 %

Maximale Grafik mit nativer Auflösung

Bereits bei vollständig maximierter Grafik einschließlich RT Extended erreichen beide Grafikkarten mehr als 60 FPS. Die RX 9070 XT landet bei 64 FPS, die RTX 5070 Ti bei 62 FPS.

Damit ist Upscaling in 1440p keine zwingende Voraussetzung. Wer eine möglichst unverfälschte native Darstellung bevorzugt und mit rund 60 FPS zufrieden ist, kann praktisch alle Regler nach rechts schieben.

Die RX 9070 XT liegt in diesem besonders anspruchsvollen Szenario zwar nur drei Prozent vorne, widerlegt damit aber gleichzeitig die Erwartung, dass die Nvidia-Karte bei maximalem Raytracing zwangsläufig schneller sein müsste.

Knapp 100 FPS bei maximalen Details

Mit FSR beziehungsweise DLSS im Balanced-Modus steigt die Leistung deutlich. Die RX 9070 XT erreicht 99 FPS und liegt damit zehn Prozent vor der RTX 5070 Ti mit 90 FPS.

Beide Karten ermöglichen so eine sehr flüssige Darstellung auf Monitoren mit höherer Bildwiederholrate. Die AMD-Karte baut ihren Vorsprung durch das Upscaling sogar etwas aus.

RT Standard als sinnvoller Mittelweg

Wird nur auf die raytracingbasierten spekularen Reflexionen verzichtet, bleiben die globale Raytracing-Beleuchtung und das Ultra-High-Preset erhalten. Die RX 9070 XT erreicht dann nativ 72 FPS, während die RTX 5070 Ti auf 68 FPS kommt.

Mit Balanced-Upscaling steigen die Ergebnisse auf 104 beziehungsweise 94 FPS. Hier beträgt der Vorsprung der AMD-Karte elf Prozent.

RT Standard ist damit eine gute Option für Spieler, die etwas mehr Leistung benötigen, aber nicht vollständig auf die aufwendige Raytracing-Beleuchtung verzichten möchten.

Das High-Preset bietet besonders viel Leistung

Eine weitere interessante Kombination ist das High-Preset mit RT Standard. Obwohl High zwei Stufen unter Ultra High liegt, bleibt die visuelle Qualität laut dem direkten Bildvergleich sehr überzeugend.

Nativ erreicht die RX 9070 XT 89 FPS und die RTX 5070 Ti 81 FPS. Mit Balanced-Upscaling sind es sogar 126 beziehungsweise 116 FPS.

Damit eignet sich diese Einstellung besonders für Spieler mit schnellen 120- oder 144-Hertz-Monitoren. Die Bildrate steigt deutlich, ohne dass das Spiel visuell stark abgespeckt wirkt.

4K-Benchmark: Ohne Upscaling wird es anspruchsvoll

In nativer 4K-Auflösung sieht die Situation deutlich anspruchsvoller aus. Maximale Grafik und maximales Raytracing drücken beide Grafikkarten in den Bereich um 40 FPS.

EinstellungenRX 9070 XTRTX 5070 TiVorsprung
Ultra High, RT Extended, nativ40 FPS41 FPSNvidia +3 %
Ultra High, RT Extended, Performance92 FPS85 FPSAMD +8 %
Ultra High, RT Standard, nativ47 FPS45 FPSAMD +4 %
Ultra High, RT Standard, Performance97 FPS90 FPSAMD +8 %
Ultra High, RT aus, nativ54 FPS49 FPSAMD +10 %
Ultra High, RT aus, Performance104 FPS97 FPSAMD +7 %
High, RT Standard, nativ57 FPS54 FPSAMD +6 %
High, RT Standard, Performance117 FPS105 FPSAMD +11 %

Der einzige Sieg der RTX 5070 Ti

Bei nativem 4K, Ultra High und RT Extended erreicht die RTX 5070 Ti 41 FPS. Die RX 9070 XT kommt auf 40 FPS.

Das ist der einzige gemessene Vergleichspunkt, an dem die Nvidia-Karte vorne liegt. Der Unterschied beträgt allerdings lediglich ein Bild pro Sekunde und tritt ausgerechnet bei einer Einstellung auf, die auf keiner der beiden Karten wirklich empfehlenswert ist.

Mit Upscaling dreht AMD das Ergebnis deutlich

Sobald FSR und DLSS im Performance-Modus aktiviert werden, steigt die Bildrate auf 92 FPS bei der RX 9070 XT und 85 FPS bei der RTX 5070 Ti. AMD liegt nun acht Prozent vorne.

Beide Grafikkarten liefern damit auch bei maximalen Details und maximalem Raytracing eine flüssige 4K-Erfahrung. Aufgrund der hohen Werte könnte je nach gewünschter Zielbildrate sogar eine weniger aggressive Upscaling-Stufe ausreichen. Diese wurde im zugrunde liegenden Vergleich allerdings nicht separat gemessen.

Nahezu 60 FPS in nativem 4K

Wer möglichst nativ spielen möchte, findet im High-Preset mit RT Standard einen guten Kompromiss. Die RX 9070 XT erreicht hier 57 FPS, die RTX 5070 Ti 54 FPS.

In Verbindung mit einem Monitor mit variabler Bildwiederholrate kann das bereits angenehm spielbar sein. Für dauerhaft mindestens 60 FPS wäre jedoch eine weitere kleine Reduzierung einzelner Einstellungen oder ein moderates Upscaling sinnvoll.

Über 100 FPS mit High-Preset und Raytracing

Mit High-Preset, RT Standard und Performance-Upscaling steigen die Werte auf 117 FPS bei AMD und 105 FPS bei Nvidia.

Die globale Raytracing-Beleuchtung bleibt weiterhin aktiv, während das High-Preset auch optisch noch sehr nah an den höchsten Einstellungen liegt. Für eine besonders flüssige 4K-Darstellung ist dies eine der stärksten getesteten Kombinationen.

Raytracing Extended, Standard und Aus: Was sind die Unterschiede?

Assassin’s Creed Black Flag Resynced bietet drei grundlegende Beleuchtungsvarianten.

RT Extended aktiviert sowohl Raytracing für die globale Beleuchtung als auch raytracingbasierte Spiegelungen und Glanzlichter. Das ist die optisch und technisch aufwendigste Einstellung.

RT Standard behält die raytracingbasierte globale Beleuchtung bei, verzichtet jedoch auf die zusätzlichen spekularen Reflexionen.

Wird Hardware-Raytracing vollständig deaktiviert, nutzt das Spiel eine softwarebasierte Alternative für die globale Beleuchtung. Damit bleibt die grundlegende Beleuchtungsdarstellung erhalten, ohne dass die Raytracing-Einheiten der Grafikkarte verwendet werden.

Raytracing-Leistung der RTX 5070 Ti in nativem 4K

Bei maximalem Ultra-High-Preset erreicht die RTX 5070 Ti folgende Werte:

Raytracing-EinstellungDurchschnittliche FPS
RT Extended41 FPS
RT Standard45 FPS
Hardware-Raytracing aus49 FPS

Der Wechsel von RT Extended auf RT Standard bringt rund zehn Prozent mehr Leistung. Das vollständige Abschalten des Hardware-Raytracings erhöht die Bildrate gegenüber RT Extended um etwa 20 Prozent.

Interessant ist jedoch, dass der relative Raytracing-Verlust bei aktiviertem Upscaling deutlich kleiner wird. Mit 4K-Ausgabe und DLSS Performance erreicht die RTX 5070 Ti bereits 85 FPS mit RT Extended. 

RT Standard erhöht das Ergebnis lediglich auf 89 FPS. Das vollständige Abschalten des Hardware-Raytracings bringt gegenüber RT Extended nur noch rund 13 Prozent.

Der Grund liegt in der geringeren internen Renderauflösung: Wenn weniger Pixel berechnet werden, sinkt auch der Aufwand für viele Raytracing-Berechnungen. Wer in 4K ohnehin deutliches Upscaling einsetzt und bereits ausreichend hohe Bildraten erreicht, kann das maximale Raytracing daher häufig aktiviert lassen.

DLSS gegen FSR: Welche Upscaling-Technologie sieht schöner aus?

Obwohl die RX 9070 XT fast immer mehr Bilder pro Sekunde berechnet, besitzt die RTX 5070 Ti einen sichtbaren Vorteil bei der Upscaling-Bildqualität.

DLSS stellt sehr feine Details etwas klarer dar. Im direkten Vergleich fällt das vor allem bei weit entfernten Steinmauern, feinen Texturen und Blättern auf. Konturen wirken stellenweise etwas definierter und weniger weich als mit FSR.

Der Unterschied ist allerdings nicht dramatisch. Auch FSR liefert in Black Flag Resynced ein überzeugendes und problemlos nutzbares Bild. Die Abweichungen werden hauptsächlich bei genauer Betrachtung nebeneinander sichtbar. Während des normalen Spielens dürften sie vielen Spielern kaum auffallen.

Unterm Strich gilt daher:

Mehr Leistung: Radeon RX 9070 XT
Etwas bessere Upscaling-Schärfe: GeForce RTX 5070 Ti

Dieser Vergleich bezieht sich ausschließlich auf klassisches Upscaling. Zusätzliche Technologien wie Frame Generation waren kein Bestandteil der Messungen.

Welche Einstellungen sind empfehlenswert für AC 4?

Ultra High, RT Extended und native Auflösung sind auf beiden Grafikkarten problemlos spielbar. Mit 64 beziehungsweise 62 FPS ist kein Upscaling erforderlich.

Diese Kombination eignet sich für Spieler, die eine möglichst saubere native Darstellung bevorzugen und rund 60 FPS als Ziel betrachten.

Ultra High mit RT Extended und Balanced-Upscaling liefert 99 FPS auf der RX 9070 XT und 90 FPS auf der RTX 5070 Ti.

Noch mehr Leistung bietet High mit RT Standard und Balanced-Upscaling. Hier erreichen die Karten 126 beziehungsweise 116 FPS.

Ultra High, RT Standard und Performance-Upscaling erreichen 97 FPS auf der RX 9070 XT sowie 90 FPS auf der RTX 5070 Ti. Die globale Raytracing-Beleuchtung bleibt dabei erhalten, lediglich die zusätzlichen spekularen Raytracing-Reflexionen werden abgeschaltet.

High, RT Standard und Performance-Upscaling liefern 117 FPS bei AMD und 105 FPS bei Nvidia. Angesichts der weiterhin guten Bildqualität ist das eine attraktive Einstellung für schnelle 4K-Displays.

Black Flag Resynced läuft auf beiden Grafikkarten stark

Die RX 9070 XT geht als knapper Leistungssieger aus dem Vergleich hervor, während die RTX 5070 Ti mit der etwas besseren Upscaling-Darstellung punktet. Für 1440p sind beide Grafikkarten hervorragend geeignet, bei 4K wird Upscaling dagegen deutlich wichtiger.

Spannend bleibt, wie sich kommende Treiber und Spielupdates auf die Performance auswirken. Gerade bei einem neuen Titel können sich die Abstände zwischen AMD und Nvidia noch etwas verschieben.

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