Mit dem Release der Radeon RX 9000-Grafikkarten hat AMD auch die neueste Version von FidelityFX Super Resolution vorgestellt: FSR 4. Die auf einer KI basierende Upscaling-Software ist auf allen GPUs der RX 9000-Serie verfügbar und wird inzwischen von vielen Spielen unterstützt.
Doch Besitzer einer Grafikkarte der vorherigen Generationen, der RX 7000- oder der RX 6000-Serie, gingen bislang leer aus. Nun gibt es erste Beweise, dass FSR 4 auf diesen Grafikkarten möglich ist – inklusive auf NVIDIA RTX GPUs der 4000-, 3000- und 2000-Reihe. Was genau dahinter steckt, erfährst du in diesem Blog!
Warum FSR 4 laut AMD nur auf den GPUs der AMD Radeon RX 9000-Reihe funktioniert
Laut AMD fehle in den RDNA-3- und RDNA-2-Architekturen der RX 7000- und 6000-Generationen ein dedizierter KI-Kern. Ohne diesen Kern sei das KI-Upscaling von FSR 4 nicht so möglich, wie es auf einer RX 9000-Grafikkarte funktioniert. Nun zeigt sich aber: FSR 4 funktioniert auch auf älteren Grafikkarten.
Versehentlich veröffentlichte Dateien ermöglichen eigene FSR-4-DLL Kompilierung
Mit einem Update der FidelityFX-SDK auf Github hat AMD den Stein ins Rollen gebracht – Teil des Updates waren Komponenten, die es dir erlauben, eine eigene FSR-4-DLL zu kompilieren. Interessant ist dabei die Variante mit Int8-Support, da die meisten Grafikkarten diesen Standard unterstützen.
Das Dateiformat der älteren GPU-Generation FP8 wird dann durch Int8 ersetzt. Ein Reddit-User hat die gegebenen Dateien kompiliert: Inoffiziell ist jetzt also FSR 4 auf älteren Grafikkarten möglich!
Die Vorteile der FSR-4-DLL im Überblick
- FSR 4 läuft mit Int8-Support auf Grafikkarten der RX 6000- und 7000-Serie, sowie auf GPUs ab RTX 2000 bis 4000 und Intels Grafikkarten
- Spiele, die zuvor mit FSR 3.1 genutzt worden sind, können jetzt FSR 4 nutzen
- Spiele, die keinen offiziellen FSR 4-Support haben, lassen sich über das OptiScaler-Tool mit der DLL ausstatten
- Deutlich höhere Bildqualität und präzisere Darstellung entfernter Strukturen und Haare
Der bekannte Youtuber Ancient Gameplays hat das FSR-4-DLL mit einer RX 7900 XTX in Cyberpunk 2077 und Black Myth: Wukong getestet und dabei wesentlich verbesserte Bildqualitäten in beiden Spielen erreicht. Es gibt jedoch ein Aber.
Was du bei Nutzung der FSR-4-DLL beachten musst
Die WMMA-Instruktionen, eine Anweisung, die für die Beschleunigung von KI und komplexen Berechnungen zuständig ist, benötigt mittels Int8 mehr Rechenleistung. Das wirkt sich auf die Performance in den oben genannten Spielen aus – in Cyberpunk 2077 haben sich die durchschnittlichen FPS um 20 % verringert, während es in Black Myth immerhin nur 10 % sind.
Trotzdem haben Tests vom Youtuber Ancient Gameplays gezeigt, dass mit einer RX 7900 XTX immer noch durchschnittlich 100 FPS in Cyberpunk 2077 und zwischen 60 und 80 FPS in Black Myth. Kann man durchaus mit leben, oder?
FSR 4 erlaubt ohnehin mehrere Presets, dank denen du den Leistungsverlust eindämmen kannst und trotzdem sichtbar bessere Bildqualitäten bekommst.
Eine enorme Verbesserung für Besitzer einer älteren Grafikkarte
Wenn du eine Grafikkarte der RX 6000-, 7000-Serie oder eine Nvidia GeForce RTX-Grafikkarte ab der 2000-Reihe hast, kannst du nun auch von den Vorteilen von FSR 4 profitieren – wenn auch ohne offizielle Bestätigung seitens AMD. Aber angesichts der unbestreitbaren Beweise, dass FSR 4 zu weniger Leistungsverlust führt als erwartet und die Grafik viel besser als mit FSR 3.1 aussieht, gibt es genug Gründe für AMD, FSR 4 offiziell für ältere Grafikkarten freizugeben.
Ob es dazu kommt, wird sich zeigen – aber da AMD bereits die Einführung einer angepassten Version von FSR 4 auf Playstation 5 bestätigt hat, sollte dieser Schritt nicht weit entfernt sein.
Was hältst du von diesem Leak?
Welche Grafikkarte hast du aktuell? Profitierst du bereits von den Vorteilen von FSR 4? Teile uns deine Meinung in den Kommentaren mit!
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