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Valve Steam Frame Beitragsbild

Dass Steam, bzw. Valve im Bereich VR-Gaming und ‑Erfahrungen kein kleiner Name ist, ist schon seit langer Zeit klar. Mit der SteamVR-Plattform und dem Valve-Index Headset hat sich Steam als zentraler Spieler im VR-Bereich gestellt. Doch ein Standalone-Headset von Valve hat es trotz jahrelanger Popularität von Headsets wie dem Meta Quest bisher nicht gegeben. Mit dem neuen Steam-Frame soll sich das ab Frühjahr 2026 ändern.



Was ist ein Standalone-VR-Headset? 

Wer schon mal von herkömmlichen VR-Headsets gehört oder eins ausprobiert hat, der weiß: Ohne einen PC geht gar nichts. Mit dem Release der Meta/Oculus Quest vor 6 Jahren haben Standalone-Headsets einen stetigen Zuwachs an Popularität erfahren. Beispiellose Bewegungsfreiheit und integriertes Tracking waren enorme Vorteile, die aber die Leistung und die Genauigkeit von PC-VR-Headsets nicht überbieten konnten.

Mit den Steam Frames möchte Valve das Anfang 2026 ändern: Hochauflösende Bildschirme mit Bildwiederholraten von bis zu 144 Hz, ein breites Sichtfeld und „Foveated Streaming“ sind nur einige der interessanten Eigenschaften des neuen VR-Headsets.

Stand-alone vs. PC-VR – Was ist besser? 

Obwohl Standalone-Headsets nicht allzu viel Dampf unter der Haube mitbringen, ist das für einige VR-Titel auch gar nicht von Bedeutung: Beliebte Titel wie Beat Saber oder TWD: Saints and Sinners kann man auch ganz ohne PC genießen. Für Titel wie Half-Life: Alyx wird dann wiederum nach mehr Leistung gefragt.

Damit du dir ein einfaches Bild machen kannst, zählen wir die Vor – und Nachteile von beiden Varianten hier für dich auf:

PC-VR – Vorteile:

  • Hohe Qualität und präzises Tracking
  • Flüssigeres Gameplay

PC-VR – Nachteile:

  • Meist kabelgebunden – begrenzte Bewegungsfreiheit
  • Dedizierter PC benötigt für Spiele und Anwendungen 

Stand-alone – Vorteile:

  • Mehr Bewegungsfreiheit
  • Inside-Out-Tracking für Plug-and-Play-Spielerlebnis

Stand-alone – Nachteile:

  • Grafisch aufwendige Spiele nur mit niedriger Qualität spielbar
  • Akkubetrieb begrenzt maximale Spielzeit

Ist das Steam Frame ein Stand-alone- oder PC-VR-Headset? 

Beides. Im Grunde wurde das Steam Frame so entworfen, dass es mit einem mitgelieferten USB-Dongle den vollen Umfang von PC-VR-Spielen genießen kann. Und das mit all den Vorteilen, die ein Standalone-Headset mit auf den Tisch bringt.

Dank der neuen „Foveated-Streaming“-Technologie bleibt das Bild sogar bei kabelloser Übertragung kristallklar. Die Bandbreite wird dabei so verwendet, dass das Bild genau dort klar ist, wo du auch hinschaust. Ermöglicht wird das mit einem Augentracker, der im Headset eingebaut ist.

Quelle: Steam / Valve

Doch für jeden, der auch ohne PC seine Steam-Bibliothek ausreizen möchte, ist SteamOS auch auf dem Headset selbst verfügbar. Mit der Leistung vom integrierten ARM-Prozessor und effizienten Übersetzungsstufen für optimale Cross-Platform-Kompatibilität.

Wie viel Leistung bietet das Steam Frame im Stand-alone-Modus? 

Dank des Snapdragon-Chips mit ARM-Architektur bietet die neue VR-Brille einiges an Leistung unter der eigenen Haube. ARM-Prozessoren liefern bereits seit Längerem beeindruckende rohe Leistung – und das bei besonders geringem Stromverbrauch.

Damit du weißt, welche Games auf dem Steam Frame spielbar sind, wird das vom Steam Deck bekannte „Verified“-Programm auch für andere Geräte von Steam fortgesetzt. Auch für das VR-Headset wird es diese Empfehlungen geben.

Dennoch spielen sie im Gaming-Bereich bisher nur eine untergeordnete Rolle, was unter anderem an der schwierigen Übersetzung von traditionellem x86-Code auf die ARM-Architektur lag.

FEX: Die Open-Source-Übersetzungsstufe für ARM-Prozessoren und dem Steam Frame

Mit FEX, einer Open-Source-Übersetzungsstufe, könnte sich das jedoch ändern: Der Algorithmus ermöglicht das Ausführen von Programmen und Spielen, die ursprünglich für x86-Systeme entwickelt wurden. Valve hat nicht ohne Grund einen großen Beitrag zum Projekt geleistet.

Das Linux-basierte SteamOS-Betriebssystem läuft damit auf dem ARM-Chip und ermöglicht sogar das Ausführen von kompatiblen x86-Anwendungen. Das Ziel der ganzen Technologie war es letztlich, deine Steam-Bibliothek nicht auf einem Steam-eigenen Gerät beeinträchtigen zu müssen.

Wie effizient die Übersetzungsstufe in verschiedenen Applikationen und Spielen sein wird, erfahren wir aber leider erst nach dem Launch der VR-Brille.

Zusammen mit der Erfahrung, die Valve mit Proton – einer Wine-basierten Laufzeitumgebung zur Ausführung von Windows-Programmen unter Linux – auf dem Steam Deck gesammelt hat, erweitert FEX das Portfolio von Übersetzungsalgorithmen. Und das bald auch für ARM-Systeme.

Werden ARM-Prozessoren damit relevanter für die Gaming-Szene? 

Ob und inwiefern ARM-Prozessoren in der Gaming-Szene eine größere Rolle spielen werden, bleibt abzuwarten. Größere Vorstöße von Firmen wie Apple, die Gaming auf ihren eigenen Geräten anwerben möchten, haben sich meist nur auf bestimmte Spiele begrenzt.

Spiele wie Divinity: Original Sin 2, oder Resident Evil Village wurden dabei von Grund auf für ARM-Systeme neu entwickelt – mit vielversprechenden Ergebnissen. Dass hinter der ARM-Architektur noch einiges an Potenzial für Leistung steckt, ist klar. Dass jedes Spiel für ARM-Systeme neu entwickelt wird, ist aber unwahrscheinlich. Deswegen sind Projekte wie die FEX-Übersetzungsstufe von so großer Bedeutung.

Das neue Steam-Hardware-Portfolio – für jeden geeignet? 

Mit dem Steam Frame erweitert Valve weiter ihr Lineup, bzw. Portfolio an Gaming-Hardware. Obwohl man schon von einem Ökosystem sprechen könnte, hat man doch viele Möglichkeiten zur Individualisierung. Zum Beispiel mit der kommenden Steam Machine – dem neuen Gaming-PC von Valve im Konsolen-Formfaktor.

Valve-Hardware Portfolio mit Steam Deck, Controller, Machine und Steam Frame
Quelle: Steam / Valve

Ob das Steam Frame besondere, auf die Steam Machine begrenzte Features hat, ist bisher unklar. Streamen kannst du aber von jedem Gerät: deinem PC, Laptop, Steam Deck, und der neuen Steam Machine. Was es mit dem „Gabe-Cube“ auf sich hat, wann er releast wird, und was du dir an Features erhoffen kannst, erfährst du hier in unserem Blogpost zur Steam Machine und verwandten Themen:

Was jetzt noch zu tun ist? 

Abwarten. Ob das Steam Frame hält, was es verspricht, bleibt wohl bis zum offiziellen Launch und den ersten Benutzererfahrungen unklar. Falls du noch mehr über das Steam Frame erfahren möchtest, kannst du hier Valve’s eigene Beschreibung lesen und die Spezifikationen des Headsets genauer anschauen.

Was denkst du? Wird das Steam-Ökosystem die Wohnzimmer erobern, oder bleibt es eher bei einem Nischenprodukt? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!

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2 Kommentare
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Marco Kiencke
Marco Kiencke
7 Monate zuvor

Der Preis wird entscheidend sein,es kann natürlich nicht sein,daß 7 Jahre alte Technik noch 800 Euro kosten, immerhin ist das Gerät etwas schlechter wie die PS5 oder X Box! 400bis Max 500 Euro würde ich für die etwas veraltete Technik ausgeben. Dazu kommt ja denn auch noch der Controller der bestimmt auch kein Schnäppchen ist und bei den Konsolen ist schon ein Pad dabei. Bin auf jeden Fall gespannt!

dawda
dawda
4 Monate zuvor
Reply to  Marco Kiencke

Schon mahl von PC-VR-Streaming gehört? Über ein Kabel ist das 100% besser als eine PC 5 oder X Box