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Neue NVIDIA Grafikkarten-Treiber sollen eigentlich für bessere Performance sorgen. Doch rund um den aktuellen Nvidia GeForce-Treiber 595.71 zeigt sich ein ungewöhnliches Bild: In ersten Tests liefert ein älterer Treiber teilweise deutlich mehr Leistung als die neuesten Versionen. Besonders im neuen Spiel Resident Evil Requiem treten auffällige Unterschiede bei Performance, Stromverbrauch und GPU-Boost-Verhalten auf.
Die Situation begann mit einem Problem-Release und entwickelte sich schnell zu einer größeren Diskussion innerhalb der PC-Gaming-Community.
Das gabs noch nie: Nvidia musste neuen GeForce-Treiber kurzfristig zurückziehen
Ursprünglich veröffentlichte Nvidia einen neuen Game-Ready-Treiber für Resident Evil Requiem, der Spielern optimale Performance zum Launch des Titels bieten sollte. Kurz nach Veröffentlichung meldeten Nutzer jedoch schwerwiegende Probleme.
Unter anderem berichteten viele Anwender über fehlerhafte GPU-Lüftersteuerung. In einigen Fällen liefen Lüfter nicht mehr korrekt oder reagierten nicht wie vorgesehen auf steigende Temperaturen. Zusätzlich wurden Performance-Probleme, Abstürze und andere Instabilitäten gemeldet.
Die Probleme waren so gravierend, dass Nvidia den Treiber kurz darauf wieder zurückziehen musste – ein relativ seltener Schritt für einen offiziellen Game-Ready-Driver.
Als Ersatz veröffentlichte Nvidia kurz darauf GeForce Driver 595.71, der die gemeldeten Fehler beheben und gleichzeitig weiterhin Optimierungen für Resident Evil Requiem liefern sollte.
Doch erste Benchmarks zeigen, dass die neue Version möglicherweise andere unerwartete Effekte mit sich bringt.
Benchmarks zeigen geringere Performance mit neueren Nvidia-Treibern
In ersten Tests von Youtuber Daniel Owen wurden mehrere Nvidia-Treiber miteinander verglichen. Dabei standen vor allem drei Versionen im Fokus:
- GeForce Driver 576.88
- GeForce Driver 591.86
- GeForce Driver 595.71
Die Benchmarks konzentrierten sich auf Resident Evil Requiem, da dieser Titel ursprünglich der Grund für den neuen Treiber war.
In einer Szene zu Beginn des Spiels erreichte eine RTX 4070 Ti Super mit dem älteren Treiber 576.88 rund 70 FPS. Mit dem neuesten Treiber 595.71 lag die Leistung hingegen bei etwa 61 FPS, während Version 591.86 sogar nur ungefähr 57 FPS erreichte.
Der Unterschied ist deutlich, obwohl sich visuell keine Veränderungen im Spiel feststellen lassen.
Stromverbrauch scheint eine wichtige Rolle zu spielen – Voltage Limit per Treiber?
Ein auffälliger Unterschied zwischen den Treiberversionen zeigt sich beim Stromverbrauch der Grafikkarte. Während der ältere Treiber der GPU mehr Energie zur Verfügung stellt, scheinen neuere Versionen den Verbrauch stärker zu begrenzen.

Bei der RTX 4070 Ti Super lag die Leistungsaufnahme mit dem Treiber 576.88 deutlich höher als mit den neueren Versionen. Gleichzeitig erreichte die Grafikkarte höhere Taktraten und damit auch mehr FPS.
Dieses Verhalten deutet darauf hin, dass Nvidia möglicherweise Änderungen am Power-Management oder Boost-Verhalten der GPUs vorgenommen hat. Wenn die Grafikkarte weniger Energie abrufen darf, kann sie unter Umständen nicht mehr ihre maximale Performance erreichen.
Alle Nvidia GeForce-GPUs betroffen
Der Effekt lässt sich nicht nur bei der RTX 4070 Ti Super beobachten. Auch Tests mit einer RTX 5090 zeigen ähnliche Ergebnisse.

In einer 4K-Benchmark-Szene von Resident Evil Requiem erreicht der ältere Treiber rund 87 FPS, während die neueren Treiber lediglich etwa 70 bis 72 FPS liefern. Gleichzeitig verbraucht die GPU mit dem älteren Treiber deutlich mehr Energie.
Die Ergebnisse legen nahe, dass Nvidia mit neueren Treibern möglicherweise aggressiver versucht, die Leistungsaufnahme der Grafikkarten zu kontrollieren.
Unterschiedliche Ergebnisse je nach Szene und GPU
Interessanterweise tritt das Problem nicht in jeder Spielsituation auf. In anderen Szenen von Resident Evil Requiem liefern alle getesteten Treiber nahezu identische Ergebnisse.
In einem Abschnitt innerhalb eines Krankenhauslevels beispielsweise bewegen sich alle Treiberversionen um etwa 96 bis 98 FPS, während auch der Stromverbrauch nahezu identisch bleibt.
Das zeigt, dass der Einfluss der Treiber offenbar stark von der jeweiligen GPU-Last und der konkreten Spielszene abhängt.
Hinweise auf mögliche Overclocking-Probleme aus der Community
Zusätzlich berichten einige Tester über Veränderungen beim Overclocking-Verhalten moderner Nvidia GPUs. Bei neueren Treibern reagiert die Grafikkarte teilweise weniger stark auf Spannungserhöhungen.
Selbst wenn Nutzer versuchen, die Spannung anzuheben, erreicht die GPU nicht mehr dieselben Taktraten wie mit älteren Treibern. Dadurch fallen Benchmark-Ergebnisse deutlich niedriger aus als zuvor.
Ob diese Veränderungen beabsichtigt sind oder auf einen Fehler im Treiber zurückgehen, ist derzeit noch unklar.
Mögliche Ursachen stark diskutiert
In der Hardware-Community wird derzeit intensiv darüber diskutiert, warum neuere Nvidia-Treiber teilweise schlechtere Ergebnisse liefern.
Eine mögliche Erklärung wäre eine gezielte Anpassung des Energie-Managements, um GPUs effizienter arbeiten zu lassen und Stromverbrauch oder Temperatur zu reduzieren. Eine andere Möglichkeit ist ein Treiber-Bug, der das Boost-Verhalten der Grafikkarten beeinflusst.
Einige Nutzer spekulieren sogar darüber, ob neue Entwicklungsprozesse oder automatisierte Code-Generierung eine Rolle spielen könnten. Für diese Theorie gibt es allerdings bisher keine konkreten Belege.
Neu ist nicht immer besser
Die aktuellen Benchmarks zeigen, dass neuere Nvidia GeForce-Treiber nicht automatisch die beste Performance liefern. Besonders in Resident Evil Requiem können ältere Versionen teilweise deutlich höhere Bildraten erreichen.
Ob dies auf Änderungen im Power-Management, Overclocking-Limitierungen oder schlicht auf einen Treiberfehler zurückzuführen ist, bleibt vorerst offen. Klar ist jedoch, dass sich ein genauer Blick auf verschiedene Treiberversionen aktuell lohnen kann.
Für Spieler bedeutet das vor allem eines: Wer maximale Performance aus seiner RTX-Grafikkarte herausholen möchte, sollte unter Umständen auch ältere GeForce-Treiber testen – zumindest solange Nvidia das Verhalten der aktuellen Versionen nicht vollständig geklärt hat.
Wir behalten die Entwicklung rund um die aktuellen Nvidia-Treiber weiterhin im Blick. Aktuell ist noch unklar, ob neben der reinen Performance auch andere Faktoren wie die Stabilität von Undervolting-Profilen oder das Verhalten älterer RTX- und GeForce-Grafikkarten von den Änderungen betroffen sein könnten. Sobald neue Informationen oder weitere Tests verfügbar sind, halten wir euch natürlich auf dem Laufenden.
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(Quelle: Tech Yotuber Daniel Owen, 03.03.2026)


