Intel-CPUs mit freigeschaltetem Multiplikator erkennt man an dem “K” im Namen – im Moment müssen Käufer, die diese Funktion haben wollen, allerdings meistens noch tiefer in die Tasche greifen. Genau das soll sich jetzt ändern.
Pläne für mehr “unlocked SKUs” bei Intel
Laut Robert Hallock, verantwortlich für den Bereich Desktop-Enthusiasten bei Intel, arbeitet das Unternehmen derzeit daran, mehr Prozessoren mit freigeschaltetem Multiplikator anzubieten. Diese Funktion ermöglicht es, CPUs zu übertakten und zusätzliche Leistung herauszuholen.
Bisher war Overclocking bei Intel Core-CPUs vor allem den höherpreisigen Modellen vorbehalten. Zwar sind ältere Generationen durch die Einführung der Core Ultra-Serie mittlerweile günstiger geworden, dennoch möchte Intel künftig offenbar auch den Einsteiger- und Midrange-Bereich stärker berücksichtigen.
Hallock betont in einem Interview mit PCGH, dass auch preisbewusste Käufer echte PC-Enthusiasten sein können – und daher Zugang zu denselben Features verdienen wie Nutzer im High-End-Segment.
Übertakten sollte für jede CPU verfügbar sein
AMD verfolgt diesen Ansatz bereits seit Längerem: Eine Vielzahl an Ryzen-Prozessoren verfügt über einen offenen Multiplikator – selbst Modelle im Bereich um 150 Euro. Auch wenn nicht jeder diese Funktion nutzt, spricht wenig dagegen, sie grundsätzlich bereitzustellen. Wer sich später doch für Overclocking interessiert, musste bei Intel bislang häufig direkt auf eine neue CPU wechseln.
Intel Core Ultra: Jetzt schon Veränderungen zu sehen?
Bei den Intel Core Ultra 200 CPUs scheint Intel schon diesen Weg zu gehen: Der Intel Core Ultra 5 245KF ist derzeit mit einem Preis von knapp 190 Euro die günstigste CPU für den LGA 1851 Sockel und lässt sich übertakten.
Wie sieht es bei den kommenden Intel Core Ultra 400 Prozessoren aus?
Offizielle Details zum kommenden Nova Lake S Line-up (Core Ultra 400) stehen noch aus. Die Aussagen von Hallock deuten jedoch darauf hin, dass Intel den eingeschlagenen Kurs fortsetzen und mehr günstige Modelle mit freigeschaltetem Multiplikator anbieten könnte.
Allerdings muss man auch beachten, dass die Core Ultra 400 Prozessoren teilweise mit dem sogenannten Big Last-Level-Cache (bLLC) ausgestattet werden sollen. Dadurch wird ein höherer L3-Cache möglich. Mehr liest du in unserem Blog zum Thema Intel Nova Lake.
Es ist abzuwarten, in welchen Modellen der zusätzliche Cache eingesetzt wird – klar ist aber, dass die CPUs dadurch automatisch ein wenig teurer werden.
Ist Overclocking für dich ein interessantes Thema? Oder lässt du lieber die Finger davon? Lass gerne einen Kommentar da!

