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Blog Beitragsbild - DLSS 5 Alternative

Eine AMD DLSS 5 Alternative könnte mit der nächsten Radeon-Generation kommen. 



Laut Hardware-Leaker Kepler_L2 arbeitet AMD an einer eigenen Form von „Neural Lighting“, die ähnlich wie Nvidias DLSS 5 neuronale Netze stärker in die eigentliche Berechnung der Grafik einbeziehen soll.

Noch handelt es sich allerdings um ein Gerücht. AMD hat weder ein entsprechendes PC-Feature unter dem Namen Neural Lighting angekündigt noch bestätigt, welche Radeon-Grafikkarten es unterstützen würden.

Wann könnte AMDs DLSS-5-Alternative erscheinen?

Einen konkreten Release-Termin gibt es bislang nicht. Kepler_L2 spricht lediglich von AMDs „Next Gen“ und bringt die Technik damit in Verbindung mit der kommenden GPU-Generation.

Auf die Frage, ob das Feature ausschließlich auf RDNA 5 laufen könnte, antwortete der Leaker mit „probably“ und begründete das mit dem hohen Rechenaufwand der Technik. RDNA 5 beziehungsweise die darauf basierenden kommenden Radeon-GPUs wären damit derzeit der wahrscheinlichste Kandidat – bestätigt ist diese Beschränkung allerdings nicht.

Auch bei RDNA 5 selbst gibt es weiterhin keinen offiziell bestätigten Starttermin. Aktuelle Gerüchte bewegen sich zwischen 2027 und 2028. Von einem unmittelbar bevorstehenden Release der AMD DLSS 5 Alternative kann deshalb noch keine Rede sein.

AMD soll an eigenem „Neural Lighting“ arbeiten

Ausgangspunkt des neuen Gerüchts ist eine Diskussion über neuronales Rendering und Nvidias DLSS 5.

Kepler_L2 beschreibt Neural Rendering dabei grundsätzlich als Rendering, bei dem bisher von klassischen Shadern ausgeführte Aufgaben teilweise durch neuronale Netze ersetzt werden. AMD werde mit der nächsten Generation eine eigene Variante von „Neural Lighting“ erhalten, die mit DLSS 5 vergleichbar sei.

Damit würde AMD deutlich weitergehen als bei einem normalen Upscaler.

FSR-Techniken rekonstruieren bisher vor allem Bilder, erzeugen zusätzliche Frames oder greifen bei Raytracing auf ML-gestützte Rekonstruktion zurück. Neural Lighting könnte dagegen direkt beeinflussen, wie Licht und Materialien innerhalb einer Szene dargestellt werden.

Wichtig ist auch die Abgrenzung zur Ray Regeneration. Auf die Frage, ob Neural Lighting lediglich eine Variante davon sei, widerspricht Kepler_L2. Ray Regeneration sei in diesem Zusammenhang hauptsächlich Denoising.

AMD forscht bereits an neuronaler Beleuchtung

Völlig aus dem Nichts kommt das Gerücht nicht. AMD hat innerhalb weniger Wochen gleich zwei Forschungsarbeiten veröffentlicht, die sich mit neuronaler beziehungsweise generativer Beleuchtung beschäftigen.

Am 20. August 2026 stellte AMD zunächst „Lightweight attention-based indirect illumination“ vor. Ziel ist eine effizientere Berechnung indirekter Beleuchtung in Echtzeit.

Mehr Informationen als nur das sichtbare Bild

Eine Schwäche vieler Screen-Space-Verfahren ist, dass sie nur Informationen verwenden können, die gerade von der Kamera erfasst werden.

AMDs Ansatz kombiniert deshalb G-Buffer-Daten mit Informationen aus sogenannten Reflective Shadow Maps. Dadurch erhält das neuronale Modell auch Hinweise auf Geometrie und Lichtquellen außerhalb des sichtbaren Bildbereichs.

Das Modell berechnet anschließend diffuse und spiegelnde indirekte Beleuchtung getrennt voneinander und setzt beide Bestandteile mit der direkten Beleuchtung zum finalen Bild zusammen. AMD zufolge konnte das Verfahren dabei auch auf Szenen angewendet werden, die nicht Teil des Trainingsmaterials waren.

AMD testet sogar generative Beleuchtung

Am 9. September 2026 folgte bereits der nächste Ansatz. Dieses Mal geht AMD noch einen Schritt weiter und verwendet ein einstufiges Diffusionsmodell zur Berechnung der Global Illumination.

Das Modell bekommt dabei nicht einfach nur das fertige Bild zu sehen. Zu den Eingaben gehören unter anderem direkte Beleuchtung, Normalen, Materialinformationen wie Albedo, Rauheit und Metallizität sowie zusätzliche Hinweise zur Beleuchtung.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Statt Licht ausschließlich anhand des fertigen zweidimensionalen Bildes zu „erraten“, bekommt das Modell Informationen aus der eigentlichen 3D-Szene.

AMD will auch das typische KI-Flimmern reduzieren

Gerade bei generativen Verfahren reicht ein gutes einzelnes Bild nicht aus. In Spielen müssen aufeinanderfolgende Frames stabil bleiben.

AMD verwendet dafür einen Temporal-VAE-Decoder. Dieser berücksichtigt neben dem aktuellen Frame auch Informationen aus dem vorherigen Bild und Motion Vectors.

Dadurch sollen Details zwischen einzelnen Frames erhalten bleiben und störendes Flimmern reduziert werden. AMD beschreibt das Verfahren ausdrücklich als Ansatz für Echtzeit-Rendering mit einer Berechnung von Bild zu Bild.

Könnte AMD einige Probleme von DLSS 5 anders lösen?

Wie AMD ein solches Feature am Ende tatsächlich umsetzt, wissen wir noch nicht.

Kepler_L2 hat allerdings beschrieben, wie eine solche Technik seiner Meinung nach funktionieren sollte. Dabei handelt es sich ausdrücklich um seine persönliche Vorstellung und nicht um geleakte AMD-Spezifikationen.

Nach seiner Vorstellung sollte das neuronale Modell direkten Zugriff auf Daten wie Geometrie, BVH-Strukturen, Ray-Daten, Tiefeninformationen und Materialien erhalten. Beleuchtung und komplexe Materialdarstellung könnten zudem von getrennten Modellen bearbeitet werden.

Genau hier gibt es zumindest eine auffällige Überschneidung mit AMDs veröffentlichter Forschung. Auch dort werden dem Modell zusätzliche Informationen über Geometrie, Materialien und Beleuchtung zur Verfügung gestellt.

Das beweist allerdings nicht, dass diese Forschungsprojekte später exakt so in FSR oder Radeon-Treibern landen werden.

FAQ zur AMD DLSS 5 Alternative

Laut Hardware-Leaker Kepler_L2 soll AMD für seine nächste GPU-Generation eine eigene Form von „Neural Lighting“ entwickeln. AMD hat dieses konkrete Feature bislang nicht offiziell bestätigt.

Der Begriff beschreibt im aktuellen Leak eine neuronale Rendering-Technik, die Aufgaben der traditionellen Grafikberechnung teilweise durch neuronale Netze übernehmen könnte. Ein offizieller AMD-Produktname ist „Neural Lighting“ derzeit nicht.

Das ist bislang nicht bekannt. FSR Diamond ist offiziell angekündigt und soll unter anderem Next-Gen Neural Rendering, ML-Upscaling und Multi Frame Generation umfassen. Ob Neural Lighting ein Bestandteil davon wird, wurde nicht bestätigt.

Kepler_L2 hält eine Beschränkung auf RDNA 5 für wahrscheinlich, da die Berechnungen sehr anspruchsvoll seien. AMD selbst hat dazu bislang keine Angaben gemacht.

AMD hat im August und September 2026 zwei Forschungsprojekte zu neuronaler beziehungsweise generativer indirekter Beleuchtung veröffentlicht. Dabei handelt es sich jedoch um Forschungsarbeiten und nicht um angekündigte Gaming-Features.

AMD könnte beim Rendering deutlich stärker auf KI setzen

Der neue Leak liefert noch keine fertige AMD-Antwort auf DLSS 5. Er passt aber auffällig gut zu dem, was AMD in den vergangenen Monaten öffentlich gezeigt hat.

Gleichzeitig forscht AMD an neuronaler indirekter Beleuchtung und sogar an generativer Global Illumination. Nun behauptet Kepler_L2, dass die nächste GPU-Generation tatsächlich eine DLSS-5-ähnliche Neural-Lighting-Technik erhalten soll.

Die interessanteste Frage dürfte daher weniger sein, ob AMD stärker auf neuronales Rendering setzt, sondern welche dieser Forschungsansätze am Ende tatsächlich in Spielen landen – und welche Radeon-Generation dafür benötigt wird.

Was hältst du von dieser Entwicklung? Soll KI künftig immer größere Teile der Beleuchtung und Darstellung eines Spiels übernehmen oder sollte sie sich auf Upscaling und Frame Generation beschränken? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!

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