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Neue Core Ultra 400 Benchmarks zeigen, was Intels kommende Nova-Lake-Prozessoren leisten könnten.
Ein bisher unbekanntes Modell mit 28 Kernen schlägt im Single-Thread-Test sowohl den Intel Core Ultra 9 285K als auch AMDs Ryzen 9 9950X3D.
Bei der Gesamtleistung sieht es allerdings anders aus.

Wann erscheinen die Intel Core Ultra 400 Prozessoren?
Intel hatte Nova Lake ursprünglich für Ende 2026 angekündigt. Aktuelle Leaks aus Partner-Roadmaps deuten jedoch darauf hin, dass die ersten Desktop-Prozessoren erst im ersten Quartal 2027 in den Handel kommen.
Die Serienfertigung soll noch im vierten Quartal 2026 beginnen. Den Anfang könnten Modelle mit bis zu 28 Kernen machen. Das bereits mehrfach geleakte Flaggschiff mit bis zu 52 Kernen soll dagegen erst später im Jahr 2027 erscheinen.
Einen verbindlichen Veröffentlichungstermin hat Intel bislang nicht genannt.
28 Kerne mit über 5.200 Punkten
In der Benchmarksoftware PassMark PerformanceTest 11.1 sind mehrere Einträge aufgetaucht, die offenbar zu Intels kommenden Nova-Lake-S-Prozessoren gehören.
Die CPUs werden lediglich als „Intel 0000“ bezeichnet. Ihre Plattformkennung lautet jedoch „NVL-S Embedded“, weshalb eine Verbindung zur neuen Nova-Lake-Architektur vermutet wird.
Besonders auffällig sind zwei Ergebnisse eines Prozessors mit 28 Kernen. Dieser erreicht im Single-Thread-Test 5.191 beziehungsweise 5.210 Punkte.
Single-Thread-Benchmark: Nova Lake im Vergleich zu Intel und AMD
Die neuen Ergebnisse liegen über denen mehrerer aktueller High-End-Prozessoren.
| Prozessor | Single-Thread | CPU Mark |
| Intel Nova Lake (28 Kerne) | 5.210 | 61.509 |
| AMD Ryzen 9 9950X3D | 4.805 | 72.065 |
| Intel Core Ultra 9 285K | 5.059 | 67.274 |
| Intel Core i9-14900KF | 4.635 | 58.074 |
Quelle der Werte: Aufgetauchte PassMark-PerformanceTest-11.1-Einzelmessungen. Höhere Punktzahlen bedeuten eine bessere Leistung.
Damit liegt der mutmaßliche Nova-Lake-Prozessor im Single-Thread-Test:
- 3 % vor dem Core Ultra 9 285K
- 8,4 % vor dem Ryzen 9 9950X3D
- 12,4 % vor dem Core i9-14900KF
Besonders bemerkenswert ist dabei der gemeldete Turbotakt von lediglich 4,8 GHz. Sollte dieser Wert korrekt sein, könnte Nova Lake eine deutlich höhere Leistung pro Takt als die bisherigen Intel-Generationen erreichen.
Aus den unterschiedlichen Testbedingungen lässt sich allerdings noch keine verlässliche IPC-Steigerung ableiten.
Multi-Core-Leistung: Hier liegt Nova Lake noch zurück
Während die Single-Thread-Ergebnisse überzeugen, fällt der CPU-Mark-Gesamtwert deutlich schwächer aus.
Mit 61.509 Punkten liegt der 28-Kerner rund 8,6 % hinter dem Core Ultra 9 285K und etwa 14,6 % hinter dem Ryzen 9 9950X3D. Lediglich den Core i9-14900KF kann das neue Modell in diesem Vergleich übertreffen.
Wichtig ist dabei, dass CPU Mark mehrere Leistungsdisziplinen kombiniert und keinen reinen Multi-Thread-Test darstellt.
Die Ergebnisse könnten auf noch nicht optimierte Taktraten, Power-Limits oder Softwarekonfigurationen zurückzuführen sein. Ob tatsächlich Engineering-Samples getestet wurden, ist bislang ebenfalls nicht geklärt.
Nova-Lake-Prozessoren mit acht Kernen aufgetaucht
Neben den 28-Kern-Modellen wurden vier weitere PassMark-Einträge entdeckt, die lediglich acht CPU-Kerne ausweisen.
Der schnellste dieser Prozessoren erreicht 5.085 Punkte im Single-Thread-Test und liegt damit ebenfalls knapp vor dem Core Ultra 9 285K mit 5.059 Punkten.
Im CPU-Mark-Gesamttest sind es dagegen maximal 23.478 Punkte. Andere Achtkern-Einträge erreichen sogar nur zwischen 9.004 und 19.168 Punkten.
Die großen Unterschiede sprechen dafür, dass die Testsysteme mit unterschiedlichen Konfigurationen oder erheblichen Leistungsbeschränkungen betrieben wurden.
Welche konkreten Core-Ultra-400-Modelle hinter diesen Ergebnissen stecken, lässt sich bislang nicht feststellen.
Ist das der Intel Core Ultra 9 4950K oder 4970K BFC?
Die 28-Kern-Konfiguration passt zu zwei bereits geleakten Prozessoren: dem Core Ultra 9 4950K und dem Core Ultra 9 4970K BFC.
Beide Modelle sollen acht Performance-Kerne, 16 Efficiency-Kerne und vier zusätzliche Low-Power-Efficiency-Kerne besitzen.
Der entscheidende Unterschied könnte beim Cache liegen.
Während dem regulären Core Ultra 9 4950K insgesamt 36 MiB L3-Cache zugeschrieben werden, soll der 4970K BFC über satte 144 MiB verfügen.
In unserem Beitrag zu den geleakten Intel Core Ultra 400 Prozessoren haben wir uns bereits genauer mit den möglichen Modellen und ihrer Cache-Ausstattung beschäftigt.
Welcher der beiden Prozessoren jetzt getestet wurde, bleibt offen. Die PassMark-Einträge liefern weder eine eindeutige Modellbezeichnung noch ausreichend Informationen zur Cache-Konfiguration.
Was bedeuten die Nova-Lake-Benchmarks fürs Gaming?
Die hohe Single-Thread-Leistung ist ein positives Signal für Intels kommende Gaming-Prozessoren. Viele Spiele profitieren von schnellen CPU-Kernen, besonders wenn die Grafikkarte nicht der begrenzende Faktor ist.
Allerdings lässt sich aus einem synthetischen Benchmark noch keine konkrete Gaming-Performance ableiten.
Entscheidend sind unter anderem die Speicherlatenzen, Cache-Größen, Taktraten unter Last und die Kommunikation zwischen den CPU-Kernen.
Gerade der zusätzliche Cache könnte dabei eine wichtige Rolle spielen. Intel soll mit seinen BFC-Modellen eine direkte Alternative zu AMDs erfolgreichen Ryzen-X3D-Prozessoren vorbereiten.
Ob die Kombination aus neuer Architektur und größerem Cache tatsächlich für höhere FPS sorgt, müssen unabhängige Spieletests zeigen.
Intel Nova Lake zeigt Potenzial – aber noch keine fertige Leistung
Die neuen Core-Ultra-400-Benchmarks liefern weitere Hinweise darauf, dass Intel bei der Single-Thread-Leistung deutliche Fortschritte machen könnte.
Die 5.210 Punkte des mutmaßlichen 28-Kern-Prozessors reichen bereits aus, um mehrere aktuelle Spitzenmodelle zu übertreffen. Gleichzeitig zeigen die schwächeren CPU-Mark-Ergebnisse, dass sich aus den frühen Messungen noch kein vollständiges Leistungsbild ergibt.
Besonders die kommenden BFC-Prozessoren könnten den Wettbewerb zwischen Intel und AMD im Gaming-Segment verschärfen. Bis zum Marktstart 2027 bleibt jedoch abzuwarten, wie gut Intel die neue Architektur tatsächlich ausnutzen kann.
Könnte Intel mit den Core-Ultra-400-Prozessoren wieder die Gaming-Spitze übernehmen oder setzt du weiterhin auf AMDs X3D-CPUs? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!


