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Microsoft DirectStorage 1.4 ist da, und Microsoft stellt damit eine neue öffentliche Vorschau bereit, die Zstandard als neue Kompressionsoption für Spielinhalte auf Windows einführt.
Im Kern geht es um schnellere Ladezeiten, flüssigeres Asset-Streaming und darum, Spieldaten effizienter von der SSD Richtung GPU zu bringen. Genau deshalb ist das Thema für PC-Gamer und für Hardware rund ums Zocken spannend.
Microsoft baut DirectStorage weiter aus
DirectStorage selbst ist längst kein neues Schlagwort mehr. Microsoft hat die Schnittstelle 2022 gestartet und später mit DirectStorage 1.1 die GPU-Dekompression ergänzt. Mit Version 1.4 folgt jetzt der nächste Schritt, der vor allem beim Komprimieren und Entpacken von Spieldaten ansetzt.

Das klingt zunächst technisch, entscheidet im Alltag aber darüber, wie schnell Inhalte nachgeladen werden und wie flüssig große Spielwelten im Hintergrund streamen.
Zstd als neue Option
Bislang setzte DirectStorage bei der Dekompression vor allem auf Deflate. Mit DirectStorage 1.4 kommt nun Zstandard, kurz Zstd, als neue Option dazu. Laut den aktuellen Informationen verspricht Microsoft damit bessere Kompressionsraten, schnellere Ladezeiten und ein flüssigeres Asset-Streaming für inhaltsreiche Spiele.
Gleichzeitig wird Zstd in das mehrstufige Dekompressionsmodell von DirectStorage eingebunden und kann sowohl über die CPU als auch über die GPU genutzt werden.
Warum ist der Zstandard für Gaming relevant?
Die Idee hinter DirectStorage bleibt für Spieler ziemlich greifbar. Daten sollen möglichst direkt von der SSD zur Grafikkarte beziehungsweise in den Grafikspeicher gelangen, ohne CPU und Arbeitsspeicher unnötig stark zu belasten. Gerade bei großen Texturpaketen, weitläufigen Open Worlds und schnellen Szenenwechseln ist genau das relevant, weil Spiele ständig neue Inhalte nachladen müssen.

SSD und GPU sollen enger zusammenspielen
Seit DirectStorage 1.1 kann die GPU Spieldaten selbst dekomprimieren, was laut den Berichten deutlich schneller abläuft als der klassische Weg über die CPU. DirectStorage 1.4 baut darauf auf und gibt Entwicklern zusätzlich die Wahl, ob sie CPU- oder GPU-Dekompression für Zstd einsetzen.
Für dich als Gamer ist das vor allem deshalb interessant, weil schnelle NVMe-SSDs und starke Grafikkarten damit noch stärker Teil derselben Streaming-Kette werden.
Der offizielle Dev-Blog zeigt, wie ernst Microsoft das Thema nimmt
Mit dem neuen Update belässt es Microsoft nicht bei einem frischen Codec. Im offiziellen Entwickler-Blog spricht das Unternehmen von einer öffentlichen Vorschau für DirectStorage 1.4 und führt parallel auch die erste öffentliche Vorschau der Game Asset Conditioning Library ein. Dahinter steckt die Idee, Spieldaten schon im Build-Prozess besser für Zstd vorzubereiten, damit am Ende mehr Effizienz beim Streaming herausspringt.
Hinter den Kulissen wird schon für kommende Spiele gebaut
Laut Microsoft kann die neue Asset-Aufbereitung die Zstd-Kompressionsraten in passenden Workflows um bis zu 50 Prozent verbessern, ohne die Laufzeitkosten unnötig nach oben zu treiben. Dazu stellt Microsoft sogar einen offenen Referenzshader für die GPU-Dekompression bereit, damit Hersteller und Entwickler schneller darauf aufbauen können.
Im Gaming-Alltag bleibt DirectStorage trotzdem noch ein Nischenfeature
So spannend das technisch alles klingt, im echten PC-Alltag ist DirectStorage bisher weiter nur in wenigen Spielen angekommen. In den aktuellen Berichten werden unter anderem Forspoken, Ratchet & Clank: Rift Apart, Forza Motorsport und Horizon Forbidden West als Beispiele genannt.

Gleichzeitig gilt die Implementierung als aufwendig, weil sie deutlich tiefer in Asset-Pipeline und Streaming-Verhalten eines Spiels eingreift als ein gewöhnliches Häkchen in den Grafikoptionen.
Alte Spiele werden nicht automatisch schneller
Bestehende Spiele profitieren nicht einfach dadurch, dass man neue DLLs austauscht. Die betroffenen Spiele müssen ihre Assets gezielt mit Zstd vorbereiten und die neuen Funktionen ausdrücklich in der eigenen API-Nutzung einbauen. Genau deshalb ist DirectStorage 1.4 eher ein Ausblick auf kommende Releases als ein Patch, der deine aktuellen Games plötzlich beschleunigt.
Welche Auswirkungen hat das auf deinen Gaming-PC?
Für deinen Rechner heißt das unterm Strich vor allem, dass Microsoft die technische Grundlage weiter schärft, auf der künftige Spiele aufbauen werden. Wer heute schon auf eine flotte NVMe-SSD, genügend VRAM und eine starke GPU setzt, ist für diese Richtung grundsätzlich besser aufgestellt.

Noch wichtiger ist aber, dass Microsoft laut den aktuellen Informationen eng mit den GPU-Herstellern zusammenarbeitet, damit Zstd-Dekompression über spätere Treiberupdates besser skaliert.
Treiberoptimierungen sollen noch 2026 folgen
Für AMD und Nvidia sind passende Optimierungen laut aktuellen Angaben für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Intel spricht von Verbesserungen in den kommenden Monaten, Qualcomm will noch vor Jahresende nachlegen. Das zeigt ziemlich deutlich, dass sich Microsoft DirectStorage 1.4 nicht nur als kleine Versionspflege versteht, sondern als Grundlage, die das PC-Ökosystem erst noch richtig anschieben soll.
DirectStorage 1.4 ist eher Startsignal als Sofort-Upgrade
DirectStorage 1.4 verändert dein Spielerlebnis nicht von heute auf morgen. Das Update ist aber deutlich mehr als nur eine neue Versionsnummer. Mit Zstd, der erweiterten CPU- und GPU-Dekompression, der neuen Asset-Aufbereitung und den angekündigten Treiberoptimierungen stellt Microsoft die Weichen klar in Richtung schnelleres Streaming und effizientere Datenpfade für kommende Spiele.
Ist das für dich ein spannender Schritt Richtung schnellere Spielwelten, oder bleibt das vorerst weiter eher Technik für die Zukunft? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!

