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Valve hat mit der Steam Machine viel Aufmerksamkeit erzeugt, aber bis heute fehlt weiter ein fester Termin. Genau in diese Lücke stößt jetzt die Playnix Konsole.
Das Gerät will genau das liefern, worauf viele seit Monaten hoffen: einen kompakten Wohnzimmer-PC mit Steam-Fokus, Controller-Bedienung und echtem Konsolen-Gefühl.

Während Valve seine Steam Machine weiter für 2026 einordnet, aber noch immer ohne konkretes Verkaufsfenster und ohne finalen Preis unterwegs ist, steht die Playnix Konsole bereits zum Kauf bereit. Genau deshalb wirkt sie gerade wie die erste echte Antwort auf die Frage, wie eine fertige Steam-Machine-Alternative im Wohnzimmer überhaupt aussehen könnte.
Im April 2026 ist die Playnix Konsole schon kaufbar
Stand 21. April 2026 ist die Playnix Konsole bereits als Batch #3 gelistet. Auf der offiziellen Produktseite ruft Playnix aktuell 1.179 Euro auf, spricht von hoher Nachfrage und weist darauf hin, dass Batch #1 und Batch #2 bereits ausverkauft sind. Die Lieferzeit kann laut Hersteller inzwischen bei mehr als drei Wochen liegen.
Gerade für Interessenten der Steam Machine ist das ein spannender Wendepunkt. Wenn du die bisherige Einordnung der Valve-Hardware noch einmal nachlesen willst, kannst du hier unseren Überblick zur Steam Machine und hier unser Update zur möglichen Verschiebung nachlesen.
Interessant ist auch der Preisverlauf. Berichte vom 19. April 2026 nannten für die Playnix Konsole noch 1.139 Euro. Inzwischen listet die offizielle Produktseite 1.179 Euro. Das passt zur eigenen Aussage von Playnix, dass sich die Kosten je nach Batch an den aktuellen Komponentenpreisen orientieren.
Welche Hardware steckt in der Playnix Konsole?
Damit die Playnix Konsole überhaupt als Steam-Machine-Konkurrent taugt, muss sie mehr sein als nur ein kleiner PC im schicken Gehäuse.
Genau da setzt das System an: Playnix verbindet einen Ryzen-Prozessor mit sechs Kernen mit einer Radeon RX 9060 XT mit 16 GB VRAM, setzt auf eine eigene Arch-basierte Linux-Distribution und will das Ganze so nah wie möglich an ein klassisches Konsolen-Erlebnis heranrücken. Playnix zeigt selber einen Konsolentest im Gaming:
Steam-Bibliothek, Gaming Mode und PC-Komfort
Playnix beschreibt sein System selbst als Konsole mit der Leistung eines Gaming-PCs und der Einfachheit einer Konsole. Die Oberfläche läuft mit Steam Gaming Mode, greift direkt auf die bestehende Steam-Bibliothek zu und setzt auf typische Komfortfunktionen wie Cloud-Saves, Suspend/Wake-Verhalten und regelmäßige Updates.
Du bekommst nicht einfach nur Linux auf einem Mini-PC, sondern ein System, das bewusst auf Wohnzimmer-Nutzung getrimmt wurde.
Dazu kommt, dass Playnix nicht komplett auf ein geschlossenes Konzept setzt. Du kannst statt PlaynixOS auch Windows, Bazzite oder sogar SteamOS installieren. Das ist ein klarer Unterschied zu einer klassischen Konsole und zugleich ein wichtiges Argument für alle, die die Bequemlichkeit einer Konsole wollen, aber nicht auf die Freiheit eines PCs verzichten möchten.
RX 9060 XT, aufrüstbare Teile und 3D-gedrucktes Gehäuse
Bei der Hardware versucht Playnix ebenfalls, den Konsolen-Gedanken mit PC-Flexibilität zu verbinden. Offiziell genannt werden unter anderem Wi-Fi 6E, Bluetooth 5, HDMI 2.1, DisplayPort 2.1, NVMe-Speicher und ein zusätzlicher freier NVMe-Slot.
Gleichzeitig betont Playnix, dass im Inneren grundsätzlich alle Komponenten austauschbar sind, solange Maße und Leistungsrahmen passen. Dazu kommt ein kompaktes, 3D-gedrucktes Gehäuse, das genau diesen halbkonsole-, halb-PC-Charakter auch optisch unterstreicht.

Im Paket steckt außerdem direkt ein 8BitDo Ultimate 2 Controller. Auch das passt perfekt zur Positionierung, weil die Playnix Konsole eben nicht wie ein Bastelprojekt wirken soll, sondern wie ein System, das du auspackst, an den Fernseher anschließt und direkt loszockst.
Warum eine echte Konkurrenz für die Steam Machine?
Die eigentliche Stärke der Playnix Konsole liegt nicht darin, dass sie Valves Steam Machine in jedem Punkt schlägt. Sie liegt darin, dass sie das zentrale Versprechen der Steam Machine schon heute greifbar macht.
Wer sich einen kompakten PC fürs Wohnzimmer wünscht, der Steam-Spiele mit Controller-Fokus auf den Fernseher bringt, findet hier bereits ein fertiges Produkt. Genau das ist die Nische, die Valve für sich beanspruchen wollte.
Playnix verkauft vor allem eines: Vorsprung
Bei der Steam Machine lautet die große Hoffnung weiter 2026, aber noch immer ohne genauen Termin. In unserem bisherigen Überblick haben wir die Steam Machine als kompakten Gaming-PC zwischen klassischer Konsole und vollwertigem Desktop eingeordnet.

Genau dort setzt nun auch Playnix an, nur eben mit dem gewaltigen Vorteil, schon verfügbar zu sein.
Daraus ergibt sich gerade ein interessanter Wettbewerb: Valve könnte am Ende das rundere Massenprodukt liefern, Playnix ist dafür schon jetzt die funktionierende Antwort für Ungeduldige.
Vielleicht gerät Valve ja sogar etwas unter Druck und beschleunigt die Entwicklung der Steam Machine jetzt endlich mal.
Playnix Konsole vs. Steam Machine – Welche ist die bessere Wahl?
Ganz so einfach ist es leider nicht. Die Playnix Konsole wirkt eher wie eine Boutique-Lösung für Enthusiasten als wie eine günstig kalkulierte Massenkonsole. Der aktuelle Preis liegt klar über klassischem Konsolen-Niveau, und das 3D-gedruckte Gehäuse zeigt ebenfalls, dass hier ein kleinerer Anbieter mit anderem Ansatz arbeitet.
Gleichzeitig bekommst du dafür aber ein sofort verfügbares, aufrüstbares System mit stärkerer GPU-Ausstattung als das, was bei der Steam Machine bislang diskutiert wurde. Wer also nicht auf Valve warten will, bekommt hier schon heute eine sehr konkrete Alternative.
Die wichtigsten Unterschiede im direkten Vergleich
Beide Konsolen-Systeme wollen PC-Gaming ins Wohnzimmer bringen, setzen bei der Hardware aber unterschiedliche Schwerpunkte. Playnix geht klar in Richtung mehr rohe Leistung und sofortige Verfügbarkeit, während die Steam Machine eher wie das kompaktere und stärker auf Steam zugeschnittene Gesamtpaket wirkt.
| Merkmal | Playnix Konsole | Steam Machine |
| GPU | RDNA 4, 32 CUs, RX 9060 XT | RDNA 3, 28 CUs |
| VRAM | 16 GB GDDR6 | 8 GB GDDR6 |
| RAM | 16 GB DDR4 | 16 GB DDR5 |
| Speicher | NVMe SSD + freier NVMe-Slot | 512 GB oder 2 TB NVMe + microSD |
| Status | Bereits erhältlich | Noch nicht erschienen |
Rein auf dem Papier hat die Playnix Konsole bei der Grafik die stärkeren Karten. Mehr Compute Units und vor allem 16 GB VRAM sprechen dafür, dass sie bei höheren Auflösungen und in speicherhungrigen Spielen mehr Reserven mitbringt. Dazu kommt, dass sie schon jetzt gekauft werden kann.
Die Steam Machine punktet dafür eher mit dem runderen Konzept. DDR5, SteamOS und der stärkere Fokus auf das Valve-Ökosystem sprechen für das Gaming-System. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis lässt sich aktuell aber noch kein endgültiger Sieger nennen, weil Valve weiter keinen offiziellen Preis genannt hat.
Die Playnix Konsole füllt genau die Lücke, die Valve offenlässt
Die Playnix Konsole ist vor allem deshalb spannend, weil sie kein bloßes Konzept mehr ist. Sie ist bereits verfügbar, setzt sichtbar auf das gleiche Wohnzimmer-Prinzip wie die Steam Machine und sie zeigt, dass die Idee hinter einer Steam-zentrierten Konsole längst marktreif ist.
Valve hat mit seiner Hardware-Familie viel Interesse geweckt, aber Playnix nutzt gerade den Moment und bringt den ersten echten Gegenentwurf schon vor dem großen Konkurrenten an den Start.
Willst du auf die Valve-Lösung warten oder reizt dich die Playnix Konsole gerade deshalb, weil sie die Steam-Machine-Idee schon jetzt in ein kaufbares Produkt übersetzt? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!


