Wer mit dem Kauf einer neuen AMD-Grafikkarte liebäugelt, sollte die Preisentwicklung in den kommenden Wochen im Blick behalten. Laut aktuellen Berichten hat AMD seine Boardpartner über steigende Einkaufspreise für RX 9000-GPUs und die dazugehörigen Grafikspeicher-Kits informiert. Sollte sich das bestätigen, könnten sich die höheren Kosten schon bald auch auf die Preise im Handel auswirken.
AMD soll Einkaufspreise um rund zehn Prozent anheben
Die Informationen stammen von den Branchenquellen Board Channels und wurden unter anderem von VideoCardz veröffentlicht. Demnach plant AMD, die Preise für GPU- und Speicher-Bundles, die an Hersteller wie ASUS, Sapphire, XFX oder Vastarmor geliefert werden, im Juli um rund zehn Prozent anzuheben. Offiziell bestätigt hat AMD die Berichte bislang nicht.
Wichtig dabei: Die Preisanpassung betrifft zunächst ausschließlich den Einkauf der Boardpartner. Bis sich das auf die Preise im Handel auswirkt, vergeht in der Regel etwas Zeit. Zudem entscheiden Hersteller und Händler selbst, ob und in welchem Umfang sie die höheren Kosten an Endkunden weitergeben.
Steigende Speicherpreise als Ursache
Als Grund für die möglichen Preiserhöhungen werden die weltweit gestiegenen Preise für Grafikspeicher genannt. Vor allem die hohe Nachfrage nach Speicherchips für KI-Beschleuniger und Rechenzentren sorgt dafür, dass GDDR-Speicher knapper und teurer wird. Bereits seit Monaten wirkt sich diese Entwicklung auf den DRAM-Markt aus – nun könnten auch Grafikkarten stärker davon betroffen sein.

Müssen Käufer jetzt mit höheren Preisen rechnen?
Ob Radeon-Grafikkarten tatsächlich kurzfristig teurer werden, lässt sich derzeit noch nicht sicher sagen. Viele Händler verfügen noch über Lagerbestände, die zu den bisherigen Einkaufspreisen bezogen wurden. Erst wenn diese Bestände abverkauft sind, könnten sich mögliche Preissteigerungen bemerkbar machen.
Zudem steht AMD insbesondere im Gaming-Markt unter Konkurrenzdruck. Deshalb ist nicht ausgeschlossen, dass Hersteller oder Händler einen Teil der höheren Kosten zunächst selbst tragen, um wettbewerbsfähige Preise anbieten zu können.
Preiserhöhung bei Endkunden noch nicht sicher
Noch handelt es sich um unbestätigte Informationen aus der Lieferkette. Sollten sich die Berichte jedoch bewahrheiten, könnten Radeon-Grafikkarten in den kommenden Wochen schrittweise teurer werden.
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