Heute möchten wir euch in unserer kleinen Mini-Serie zum Thema „PC-Kühlung mal anders“ die „Zwei-Phasen-Tauchkühlung“ vorstellen. Die Kühlung der Hardware per Luft oder Wasser ist weit verbreitet und beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Roman „der8auer“ Hartung hat ein wenig mit alternativen PC-Kühlungen herumexperimentiert und bereits auf der Gamescom 2017 das „Aqua Exhalare“ vorgestellt.
Die Zwei-Phasen-Tauchkühlung
Die Zweiphasen-Verdampfungskühltechnik des Multi-Technologieunternehmens 3M wurde für die Kühlung von großen Rechenzentren entwickelt und basiert auf passiver Wärmeübertragung. Die Hardware wird in eine speziell entwickelte Kühlflüssigkeit von 3M getaucht, welche sich durch den direkten Kontakt mit der Hardware bis zu ihrem Siedepunkt erhitzt sich und dann gasförmig in der Kühlkammer nach oben steigt. Dort wird sie an einem Radiator wieder gekühlt, sodass hier eine Kondensation stattfindet. Die luftdicht versiegelte Kühlkammer verhindert das Austreten der Kühlflüssigkeit und das System ist quasi Wartungsfrei.
Damit die zweiphasige Tauchkühlung funktionieren kann, muss der Radiator in der Kühlkammer kälter sein als die verdampfte Kühlflüssigkeit. Deshalb wird der Radiator in der Kühlkammer über einen zweiten, in der Front des Towers angebrachten Radiator gekühlt. Dieser muss mindestens genauso groß oder größer sein, als der Radiator in der Kühlkammer. Die inerte, elektrisch nicht leitende Kühlflüssigkeit selber ist weder brennbar, noch stellt sie einen Gefahrstoff dar. Zudem hat sie kein Ozonabbaupotenzial und laut 3M nur ein geringes Erderwärmungspotenzial.


Hallo Thomas,
das Aqua Exhalare kann von Geschäftskunden noch erworben werden. Ohne aktuellen Gewerbeschein kann das System aber leider nicht bestellt werden.
Solltest du Interesse haben, kannst du dich per eMail an [email protected] wenden.
Gibt es diesen PC noch zu Kaufen?
Sehr interessante Kühllösung und gut erklärt von Der8auer.
Angesprochen wurde ja das Kunststoffe evtl. von der Kühlflüssigkeit angegriffen werden könnten. Es gibt aber eine Menge Kunststoff bei Mainboards die leider prinzipbedingt in der Flüssigkeit bleiben müssen z.B. Prozessorsockel, Slots, Elkos, usw. Besteht da nicht Gefahr das mit der Zeit Schäden an diesen Teilen auftreten?
Danke und bleibt am Ball 🙂