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Blog Beitragsbild - AMD FSR MFG X8

AMD FSR MFG 8x könnte der nächste große Schritt für Radeon-Grafikkarten werden. Nachdem AMD bereits im April erste Funktionen für unterschiedliche Frame-Generation-Modi dokumentiert hatte, sind nun konkrete Multiplikatoren von 1x bis 8x in den Radeon-Treibern aufgetaucht.



Nutzbar ist das Feature allerdings noch nicht – selbst auf einer aktuellen Radeon RX 9060 XT ließen sich die versteckten Optionen bislang nicht erfolgreich aktivieren.

AMD FSR MFG 8x taucht im Radeon-Treiber auf

Entdeckt wurden die neuen Einstellungen über RadeonTuner. Das kostenlose Open-Source-Tool ist eine entschlackte Alternative zur AMD Software: Adrenalin und kann auf zahlreiche Einstellungen innerhalb des Radeon-Treibers zugreifen.

Im Quellcode des Tools finden sich inzwischen die beiden Treibereigenschaften „MfgOverride“ und „MfgRatio“. Besonders interessant ist aber die Auswahl des Multiplikators: Neben einer vom Spiel gesteuerten Einstellung werden die Stufen 1x, 2x, 3x, 4x, 5x, 6x, 7x und 8x aufgeführt.

Was würde ein 8x-Modus für FSR Multi Frame Generation bedeuten?

Bei einem klassischen 2x-Modus wird zwischen zwei regulär berechneten Bildern jeweils ein zusätzliches Frame erzeugt. Die angezeigte Bildrate kann sich dadurch ungefähr verdoppeln.

Nach derselben Zählweise würde FSR MFG 8x aus einem regulär gerenderten Frame und bis zu sieben generierten Zwischenbildern bestehen. Aus 30 nativ berechneten FPS könnten auf dem Papier beispielsweise bis zu 240 ausgegebene FPS werden.

MFG-ModusRegulär gerenderte FramesGenerierte FramesBeispiel bei 30 nativen FPS
2x11bis zu 60 FPS
3x12bis zu 90 FPS
4x13bis zu 120 FPS
5x14bis zu 150 FPS
6x15bis zu 180 FPS
7x16bis zu 210 FPS
8x17bis zu 240 FPS

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Grafikkarte plötzlich die achtfache Rohleistung besitzt. Spielberechnung, Eingaben, Physik und grundlegende Reaktionsfähigkeit richten sich weiterhin nach der tatsächlich gerenderten Ausgangsbildrate.

Die versteckte Multi Frame Generation funktioniert noch nicht

Die gefundenen Treibereinstellungen sind derzeit ausschließlich sichtbar, wenn in RadeonTuner die experimentellen Funktionen aktiviert werden. Das Tool beschränkt die dazugehörigen Optionen außerdem auf Grafikkarten mit RDNA 4 oder einer neueren Architektur.

Ein Nutzer testete den MFG-Override bereits mit einer Radeon RX 9060 XT in mehreren aktuellen Spielen. Trotz verschiedener Einstellungen ließ sich die Multi Frame Generation jedoch in keinem der getesteten Titel aktivieren.

Der Treiber könnte bislang nur Platzhalter enthalten

Der Entwickler von RadeonTuner erklärt, dass AMD neue Einstellungswerte teilweise schon mehrere Monate vor der eigentlichen Implementierung im Treiber hinterlegt. Die sichtbaren Auswahlmöglichkeiten müssen daher nicht bedeuten, dass der notwendige Programmcode bereits vorhanden ist.

RadeonTuner zeigt die Werte trotzdem frühzeitig in seiner Benutzeroberfläche an. Sobald AMD die Funktion später freischaltet, wäre das Tool dadurch bereits vorbereitet.

Die Stufen bis 8x sind somit ein deutlicher Hinweis auf AMDs interne Pläne, aber noch keine funktionsfähige Vorschau und erst recht keine offizielle Veröffentlichung.

Frühere Hinweise auf AMD MFG werden konkreter

Bereits im April 2026 hatten wir über neue Einträge in AMDs offizieller ADLX-Entwicklerdokumentation berichtet. Darin tauchte erstmals eine Schnittstelle für ein „FidelityFX Frame Generation Upgrade“ mit frei wählbaren Verhältnissen auf.

Die dazugehörigen Funktionen können verfügbare Multiplikatoren auslesen, die aktuelle Einstellung prüfen und ein bestimmtes Frame-Generation-Verhältnis setzen. AMD beschreibt die Ratio-Auswahl ausdrücklich als Möglichkeit, das gewünschte Verhältnis zwischen Performance und Bildqualität festzulegen.

Damals fehlten allerdings noch konkrete Angaben dazu, welche Multiplikatoren AMD tatsächlich plant. Die jetzt gefundenen Werte von 1x bis 8x füllen genau diese Lücke.

Wie aktiviert man AMD FSR MFG?

Die Fundstelle deutet außerdem darauf hin, dass AMD die Funktion zumindest teilweise über den Treiber kontrollieren könnte. 

Das würde zum bestehenden Upgrade-System passen, mit dem kompatible Spiele über die AMD Software auf neuere FSR-Versionen umgestellt werden können.

AMDs aktuelle ML-basierte Frame Generation arbeitet mit zwei aufeinanderfolgenden Ausgangsbildern und erzeugt daraus ein zusätzliches Zwischenbild. Damit lässt sich die Bildrate derzeit effektiv verdoppeln. 

Die Technik ist Teil von FSR Redstone und wird auf Radeon-Grafikkarten mit RDNA 4 unterstützt.Ob die versteckten MFG-Stufen als späteres Redstone-Update erscheinen oder zu einer noch größeren FSR-Erweiterung gehören, ist derzeit noch nicht bekannt.

Mit 8x würde AMD Nvidia auf dem Papier überholen

Nvidia bietet auf der GeForce-RTX-50-Serie mittlerweile DLSS 4.5 mit bis zu 6x Multi Frame Generation an. Dabei werden bis zu fünf zusätzliche Bilder pro regulär gerendertem Frame erzeugt.

Sollte AMD tatsächlich einen 8x-Modus veröffentlichen, läge der maximale Multiplikator damit zumindest auf dem Papier über Nvidias aktueller Lösung. 

Entscheidend wird jedoch nicht die größte Zahl im Grafikmenü sein, sondern die Qualität der erzeugten Bilder und die Reaktionsfähigkeit des Spiels.

Eine hohe Ausgangsbildrate bleibt wichtig

Je mehr künstliche Frames zwischen zwei regulär berechneten Bildern liegen, desto größer wird die Herausforderung für Bildqualität, Frame Pacing und Latenz. 

Bewegungsfehler, flackernde Details oder Probleme mit HUD-Elementen können bei einer schwachen Ausgangsbasis stärker auffallen.

AMD empfiehlt für seine derzeitige Frame Generation mindestens 60 FPS vor der Interpolation. Unterhalb dieser Marke können sichtbare Artefakte zunehmen; eine Ausgangsbildrate von weniger als 30 FPS soll laut AMD vollständig vermieden werden.

Ein möglicher 8x-Modus dürfte daher vor allem dazu dienen, bereits flüssiges Gameplay an sehr schnelle Gaming-Monitore mit 240, 360 oder noch mehr Hertz anzupassen. 

Eine ruckelige Ausgangsbildrate würde auch durch einen extrem hohen Multiplikator nicht automatisch zu einem reaktionsschnellen Spielerlebnis.

Welche Radeon-Grafikkarten unterstützen FSR MFG 8x?

Eine offizielle Liste kompatibler Grafikkarten gibt es bisher nicht. Innerhalb von RadeonTuner sind die experimentellen Einstellungen derzeit jedoch nur für RDNA 4 oder neuere Architekturen vorgesehen.

Damit dürfte die Radeon-RX-9000-Serie der wahrscheinlichste Kandidat für einen ersten Rollout sein. Auch AMDs aktuelle ML-basierte Frame Generation konzentriert sich auf diese Grafikkartengeneration, während ältere GPUs auf eine analytische Variante zurückgreifen.

Ob Radeon RX 7000, RX 6000 oder zukünftige Ryzen-APUs ebenfalls von der Multi Frame Generation profitieren werden, bleibt offen. Die im Treiber hinterlegte Begrenzung kann sich bis zur Veröffentlichung schließlich noch verändern.

Steam Deck und Steam Machine könnten besonders profitieren

Eine leistungsfähige Multi Frame Generation wäre nicht nur für Gaming-PCs interessant. Gerade kompakte SteamOS-Geräte wie das Steam Deck und die Steam Machine könnten von zusätzlichen Zwischenbildern profitieren, da ihre Hardware mit einem begrenzten Leistungs- und Energie-Budget auskommen muss.

Das Steam Deck arbeitet mit einer AMD-APU und erreicht beim OLED-Modell eine Bildwiederholrate von bis zu 90 Hz. Valves Steam Machine bietet laut Hersteller mehr als die sechsfache Leistung des Handhelds. 

Eine gut abgestimmte Frame-Generation-Technik könnte beiden Geräten dabei helfen, ihre Displays beziehungsweise angeschlossene Fernseher deutlich besser auszureizen.

Unterstützung für aktuelle Valve-Hardware bleibt offen

Für das aktuelle Steam Deck ist FSR MFG 8x allerdings keineswegs bestätigt. Auch eine Umsetzung unter SteamOS müsste AMD erst offiziell ankündigen. 

Sollte die Technik langfristig jedoch für weitere AMD-Architekturen und Linux-basierte Geräte geöffnet werden, wären Steam Deck und Steam Machine besonders interessante Einsatzgebiete.

Radeon-Grafikkarten würden noch attraktiver

Gleichzeitig könnte Multi Frame Generation eine der größten verbliebenen Lücken zwischen Radeon und GeForce schließen. Nvidia besitzt mit DLSS bislang einen klaren Vorsprung bei der Erzeugung mehrerer Zwischenbilder.

Bietet AMD künftig ein vergleichbares oder sogar höheres MFG-Verhältnis, würde das Feature-Set für reine Gaming-PCs deutlich näher zusammenrücken. 

Da Radeon-Grafikkarten je nach Leistungsklasse und aktuellem Marktpreis mehrere Hundert Euro weniger als vergleichbare GeForce-Modelle kosten können, würde AMD damit auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis zusätzlichen Druck auf Nvidia ausüben.

AMD FSR MFG in den Startlöchern?

Die Treibereinträge mit Multiplikatoren von 1x bis 8x sind ein deutlicher Hinweis auf AMDs Pläne. Noch fehlen jedoch eine offizielle Ankündigung, ein Release-Termin und eine funktionierende Umsetzung.

Sollte AMD tatsächlich bis zu sieben Zwischenbilder erzeugen können, würde FSR MFG 8x zu einem direkten Angriff auf Nvidias Multi Frame Generation werden.

Würdest du FSR MFG 8x nutzen? Schreib es uns gerne in die Kommentare!

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