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In diesem RGB-Ratgeber erfährst du, wie du dein Gaming-Setup in passender RGB-Beleuchtung erstrahlen lassen kannst. Wir erklären dir, was du berücksichtigen musst. Und wir werfen einen Blick auf die zahlreichen farbenfrohen RGB-Komponenten, die mittlerweile vom Mainboard bis zur Maus angeboten werden. Auch dezente Builds kannst du durch eine über das Mainboard konfigurierbare und synchronisierbare RGB-Beleuchtung optisch enorm aufwerten.



Was aber musst du bei der Auswahl der Hardware- und Peripherie-Komponenten einer RGB-Beleuchtung beachten? Welche Produkte sind empfehlenswert und welche Anschlüsse sind kompatibel?

Diese Fragen sollen in diesem RGB-Ratgeber geklärt und mit konkreten Modding-Empfehlungen für die wichtigsten Komponenten, die du für deinen kompletten RGB-Build brauchst.

RGB-Beleuchtungs-Synchronisation via Mainboard

Inzwischen bieten nahezu alle Mainboard-Hersteller ihre Produkte nicht nur mit eigener RGB-Beleuchtung an, sondern auch mit Schnittstellen für weitere RGB-Produkte. Sie lassen sich dann mit der entsprechenden Software im Farbton und den Beleuchtungseffekten miteinander synchronisieren.

Ob ASUS Aura Sync, MSI Mystic Light Sync oder Gigabyte RGB Fusion 2.0: grundsätzlich arbeiten die Systeme bei RGB-Streifen oder RGB-Lüftern, deren Beleuchtung über 3- oder 4-Pin RGB-Header angesteuert wird, elektrisch alle gleich. Es gibt aber Unterschiede zwischen 3- und 4-Pin-Anschlüssen, die untereinander nicht kompatibel sind.

3-Pin-Anschluss für digitale RGB-Beleuchtung

Beginnen wir mit dem 3-Pin-Anschluss, dem moderneren der beiden Anschlüsse. Daran lassen sich ausschließlich Komponenten mit sogenannten digital adressierbaren LEDs anschließen, die oftmals auch mit den Abkürzungen ARGB oder DRGB versehen sind.

Bei ihnen lassen sich LEDs in einer Komponente unabhängig voneinander ansteuern. So kannst du unter anderem einen beweglichen Regenbogeneffekt in einem einzigen LED-Strip oder Lüfter erzielen. Dazu veranlasst die Steuerungssoftware einen zeitlich versetzten Farbwechsel in jeder einzelnen LED.

Als Standard haben sich die meisten Hersteller für eine etwas ungewöhnliche Pin-Belegung entschieden: In dem Vier-Pin-breiten Stecker klafft eine Lücke. Der erste Pin ist der Plus-Pol für die Stromversorgung mit 5V. Der zweite vermittelt Daten an die LEDs der Komponenten, während der dritte Pin nach der Lücke als Minuspol dient. Daher auch die Abkürzung 5VDG (+5V, Digital, Ground).  

4-Pin-Anschluss für normale RGB-Beleuchtung

Die Hersteller stellen meist auch noch einen oder mehrere 4-Pin-RGB-Header bereit, deren Pins mit den drei Farbkanälen als Minuspol sowie mit einem gemeinsamen Plus belegt sind (+12V Green, Red, Blue). An ihnen lassen sich handelsübliche LED-Strips mit 4-Pin-Buchse anschließen. Auch die 4-Pin RGB-Header auf aktuellen Mainboards sind elektrisch und mechanisch identisch.

Nebeneinander aber nicht miteinander

Es gibt zwei wesentliche Unterschiede zwischen ARGB- und RGB-Produkten. Der wichtigste ist die Stromversorgung von 5V respektive 12V. Der zweite Unterschied liegt in der Steuerung und damit auch in den möglichen Effekten. Bei herkömmlichem 4-Pin-RGB können die LEDs nur pro Lüfter in Farbe oder Helligkeit verändert werden. Demnach kann nur mit mehreren Lüftern ein Regenbogeneffekt erzielt werden, in dem die Steuerungssoftware nacheinander je einen davon mit einer neuen Farbe versieht.

Um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden, solltest du:

  • bei der Auswahl von Peripherie und Hardware mit RGB-Beleuchtung auf die Logos der Hersteller achten
  • die Website der Mainboard-Hersteller für eine Auflistung kompatibler Produkte besuchen
  • und nach Downloads der Steuerungssoftware suchen.

RGB-Beleuchtungseffekte

Beiden gemeinsam ist aber die Möglichkeit, Farben und Effekte mehrerer Komponenten miteinander zu synchronisieren, sofern die Steuerungssoftware des Mainboard-Herstellers die Komponenten erkennt. Auch hier solltest du darauf achten, dass der Lüfter oder der RGB-Strip mit deinem Mainboard kompatibel ist.

Mehr Flexibilität durch RGB-Controller

Wenn du kein Mainboard mit entsprechenden Headern besitzt, kannst du auf RGB-Controller zurückgreifen, die mit unterschiedlicher Anschlussvielfalt und vielfältigen Funktionen angeboten werden. Manche Controller bieten deutlich mehr Effekte als die Steuerungssoftware der Mainboard-Hersteller. Rein theoretisch können RGB-LEDs in 16,7 Millionen Farben erstrahlen, die über einen RGB-Farbkreis definiert werden können. Einige Controller werden sogar mit Infrarot-Fernbedienungen ausgeliefert.

Ein Controller für 4-Pin-RGB-Komponenten.
Ein Controller für 3-Pin-RGB-Komponenten mit Fernbedienung
Ein Controller für 3-Pin-RGB-Komponenten samt Kabel und Fernbedienung

Gerade für den Ausbau einer RGB-Beleuchtung kann ein RGB-Controller nützlich sein, wenn das Mainboard zu wenige RGB-Header besitzt. Alternativ gibt es auch Splitter und Splitter-Kabel, die das RGB-Signal vom Mainboard an mehrere RGB-LED-Komponenten weiterleiten und selbst keine Steuerungssoftware bieten. Hier kann es zu Einschränkungen bei der Effektauswahl kommen, denn die daran angeschlossenen Lüfter oder LED-Strips lassen sich nicht immer individuell ansteuern. Gleiches gilt auch für Komponenten, die per Daisy-Chain gemeinsam an einem Controller oder am Mainboard hängen.

Auch hierbei solltest du auf die Kompatibilität der verschiedenen Hersteller achten, wenn du die gesamte Beleuchtung mit einem Klick synchronisieren möchtest. Sollte dies aufgrund bestehender, nicht kompatibler Komponenten nicht möglich sein, können auch unterschiedliche Systeme kombiniert werden, um die Beleuchtung manuell zu synchronisieren.

Hersteller mit eigenen Systemen

Es gibt auch Hersteller, deren Produkte ausschließlich mit eigenen RGB-Controllern genutzt werden können. Hervorzuheben ist hier Corsair mit seiner iCUE-Serie. Das Unternehmen hat eine komplett eigene Infrastruktur um die RGB-Beleuchtung aufgebaut. Seine beleuchteten Produkte unterstützen zwar auch digital adressierbares RGB, allerdings nutzen sie eigene 3-Pin-Stecker, die nicht an die herkömmlichen 3-Pin-Anschlüsse an Mainboards passen. Ausnahmen sind einige Mainboards mit JCORSAIR-Steckplätzen. Der Vorteil bei Corsair-Produkten liegt in der optimal abgestimmten Synchronisierung der Beleuchtungseffekte für alle seine Produkte.  

Aber ganz gleich, ob du ein System von Grund auf neu konzipierst, einen bestehenden Gaming-PC optisch aufpolierst, oder gleich ein Komplettsystem mit vorinstallierter RGB-Beleuchtung kaufst – mit den exemplarisch ausgewählten Produktempfehlungen aus dem Caseking-Shop kannst du unter Beachtung der oben genannten Kompatibilitäts-Einschränkungen effektvolle und einfach zu bedienende RGB-Beleuchtungen realisieren.


Die meisten unserer handgefertigten Gaming-PCs sind ab Werk mit mehr oder weniger umfangreicher RGB-Beleuchtung ausgestattet. Unsere Experten stellen sicher, dass die Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Das CK Express-System Caliburn hat eine eher dezente Beleuchtung.
Der King Mod Systems Gaming-PC Red Suit ist mit seiner auffallenden RGB-Beleuchtung das perfekte Weihnachtsgeschenk.
Der Gaming-PC der8auer Gaming-PC Burst-Fire System hat eine fein abgestimmte und umfangreiche RGB-Beleuchtung,

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