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Blog Beitragsbild - Corsair Galleon 100 SD

Kaum startet das Jahr, prasseln neue Geräte, Features und große Ideen auf uns ein. Und auf der CES 2026 haben Corsair und Elgato direkt mal ein echtes Statement gesetzt – mit einer Tastatur, die sich nicht nur an Gamer richtet, sondern ganz klar auch an Streamer, Creator und Productivity-Nerds: die Corsair Galleon 100 SD.



Das Besondere? Sie ist die erste mechanische Gaming-Tastatur mit kompletter, nahtloser Stream-Deck-Integration. Damit könnte das externe Macro-Pad für viele wirklich Geschichte sein.

Ein Stream Deck direkt auf der Tastatur

Elgato bringt hier nicht einfach ein paar Shortcut-Tasten unter – Corsair und Elgato integrieren das Stream Deck konsequent in die Tastatur. Und zwar anstelle des Ziffernblocks. Wer bisher seinen Numblock nur selten genutzt hat, bekommt hier ein massives Upgrade für Makros, Shortcuts und smarte App-Steuerung.

Konkret sind an Bord:

  • 12 konfigurierbare Stream-Deck-Tasten
  • ein 5-Zoll-LCD-Farbdisplay
  • zwei personalisierbare Drehregler (Rotary Dials) für schnelle Anpassungen

Damit steuerst du direkt von der Tastatur aus deine Streaming-Tools, Workflows und Profile – ganz ohne, dass du noch ein extra Streamdeck platzieren musst. Das Setup wirkt damit nicht nur cleaner, sondern auch deutlich effizienter.

Software? Ja – aber dafür bleibt alles angenehm Elgato-like

Damit du den Ziffernblock-Ersatz voll nutzen kannst, brauchst du die klassische Elgato Stream Deck-Software. Und das ist ehrlich gesagt eher ein Pluspunkt: Die Oberfläche ist gewohnt simpel, und du ziehst dir deine Funktionen ganz bequem per Drag-and-Drop auf die Tasten.

Und wenn du noch mehr willst: Über den Elgato Marketplace kannst du dir zusätzliche Plugins laden – zum Beispiel für:

  • OBS
  • Discord
  • Twitch

Damit wird die Galleon 100 SD nicht nur zur Gaming-Tastatur, sondern zum echten Kontrollzentrum.

Corsair liefert die Gaming-DNA: AXON + FlashTap

Natürlich wäre es nicht Corsair, wenn dabei nicht auch die Gaming-Performance auf Anschlag gedreht wird. Die Galleon 100 SD setzt auf Corsairs AXON-Technologie und erreicht damit Polling-Raten von bis zu 8.000 Hz. Das heißt dass deine Eingaben quasi ohne Verzögerung ankommen – perfekt für kompetitives Gaming.

Zusätzlich integriert Corsair hier die FlashTap-Technologie für SOCD-Handling. Vor allem FPS-Fans werden da hellhörig, denn SOCD-Features können bei bestimmten Bewegungseingaben richtig interessant werden (Stichwort: sauberere Inputs in hektischen Situationen).

Drei Modi, drei Zielgruppen – so flexibel ist die Galleon 100 SD

Damit die Tastatur sowohl für reine Gamer als auch für Streamer und Casual-Nutzer interessant wirkt, bietet Corsair drei Bedienmodi:

  • Hardware-Modus – Läuft komplett ohne Software und nutzt Onboard-Profile & Effekte.
  • Webbasierter Modus – Anpassung über den Corsair Web Hub – ohne lokale Installation.
  • Stream-Deck-Modus – Volle Elgato-Funktionalität mit tiefer Kontrolle über Tasten, Display und Drehregler.

Das ist nicht nur praktisch, sondern auch ziemlich clever: Du kannst die Tastatur genau so nutzen, wie dein Setup es gerade verlangt – egal ob LAN-Party, Studio-Streaming oder Office-Workflow.

LCD-Display & Systemdaten: Mehr als nur hübsch

Als wäre das alles nicht schon genug, bringt die Galleon 100 SD noch ein paar Extras mit, die im Alltag schnell zur Lieblingsfunktion werden können. Du kannst nämlich Layouts und Profile erstellen und wechseln – und dir auf dem LCD-Display sogar Systemdaten anzeigen lassen.

Du kannst dir etwa Infos zum aktuell abgespielten Musiktitel anzeigen lassen. Das klingt erstmal wie ein Gimmick – bis du mitten im Stream sitzt und mit einem Blick siehst, was gerade läuft, ohne irgendwo rumzuklicken.

Wann erscheint die Galleon 100 SD und wie viel wird sie kosten?

Ein Setup aus Corsair + Elgato, mit Display, Stream Deck-Integration und 8.000 Hz Polling, ist natürlich keine Budget-Nummer. Der UVP liegt bei 349,99 € (Stand: Januar 2026).

corsair galleon 100 sd in use

Der Release ist für die zweite Januarhälfte angekündigt – also durchaus zeitnah nach der CES.

Ein Gamechanger oder doch Luxus-Spielerei?

Die Galleon 100 SD fühlt sich an wie ein Produkt, auf das viele eigentlich schon lange gewartet haben – vor allem, wenn du regelmäßig streamst, Content produzierst oder einfach Spaß an smarten Workflows hast. Die Idee, das Stream Deck direkt in die Tastatur zu integrieren, wirkt nicht wie ein „Marketing-Feature“, sondern wie ein echter Schritt Richtung All-in-one-Control-Center.

Bleibt nur die Frage, ob sie den Premium-Preis auch wert ist.

Überzeugt dich die Kollaboration – oder siehst du kaum Mehrwert in der StreamDeck-Integration? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!

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Stephan Dörrier
Stephan Dörrier
5 Monate zuvor

Analyse: Warum die Integration des Stream Decks in die Tastatur (z. B. Galleon 100 SD) technisch unlogisch ist

Die Corsair Galleon 100 SD wird als „All-in-One“-Lösung vermarktet, die ein separates Stream Deck überflüssig machen soll. Bei genauerer Betrachtung der Hardware-Architektur und der Wartbarkeit ergeben sich jedoch gravierende Nachteile gegenüber getrennten Einzelkomponenten.

1. Das „Single Point of Failure“-Risiko Das größte Problem ist die Konzentration kritischer Hardware auf eine einzige Platine. Eine Tastatur ist ein Gebrauchsgegenstand mit hoher mechanischer Belastung. Sollte ein Defekt an der Tastatur-Matrix auftreten, zum Beispiel eine defekte Leiterbahn oder ein Controller-Fehler, ist automatisch auch das integrierte Stream Deck unbrauchbar. Ein verschüttetes Getränk führt bei der Galleon zum Totalverlust von Tastatur und Streaming-Interface, was bei einer UVP von 350 Euro einen massiven wirtschaftlichen Schaden darstellt.

2. Eingeschränkte Ergonomie und Positionierung Ein dediziertes Stream Deck lässt sich frei auf dem Schreibtisch positionieren, etwa links neben der Tastatur, schräg unter dem Monitor oder auf einem Stativ. Durch die feste Integration in das Gehäuse der Galleon ist der Nutzer gezwungen, die Hand stets über die Tastatur zu führen, um Makros auszulösen. Das Gerät nimmt zudem eine enorme Fläche ein, was die Flexibilität am Arbeitsplatz massiv einschränkt.

3. Mangelnde Upgrade-Fähigkeit Technologie altert unterschiedlich schnell. Ein mechanisches Keyboard kann bei guter Pflege viele Jahre halten, während sich die Display-Technologie und Software-Anbindung von Streaming-Interfaces schneller entwickeln. Bei getrennten Geräten kann man das Stream Deck gegen eine neuere Version austauschen, ohne die Tastatur wegwerfen zu müssen. Bei der Galleon ist man an das integrierte Modul gebunden, was bei einem technischen Update des Decks den Neukauf der kompletten Einheit erzwingt.

4. Die Preis-Leistungs-Diskrepanz Selbst bei einer UVP von 350 Euro liegt der Preis deutlich über der Summe hochwertiger Einzelkomponenten. Eine vergleichbare mechanische Tastatur und ein separates Stream Deck sind im Paket oft günstiger zu erwerben. Der Aufpreis wird hier rein für das Design und die Reduzierung eines Kabels fällig, ein technischer Mehrwert entsteht dadurch nicht.

Fazit: Die Galleon 100 SD ist ein Lifestyle-Produkt für den „Clean Desk“, bietet aber für ernsthafte Anwender und Streamer ein schlechteres Risikomanagement und weniger Flexibilität. Aus analytischer Sicht ist die Kombination aus zwei autarken Geräten in jedem Fall vorzuziehen.

Nope
Nope
5 Monate zuvor

Ich Streame vom Sim-Rig aus, für den Zweck wäre die Tastatur super, da ich wenig Platz zur Verfügung habe.

Lifestyle finde ich es jedenfalls nicht, für den ein oder anderen Streamer ist das ein sinnvolles Gerät.

Wer seine Getränke auf Tastaturen kippt, sollte evtl. 20€ Office Tastaturen von Logitech verwenden…