Caseking ShopKontaktnoblechairsCaseking B2B
Blog Beitragsbild - DLSS 5 Leak

Der aktuelle DLSS 5 Leak liefert uns einen unerwartet frühen Blick auf Nvidias kommende große Rendering-Technologie. 



In den Spieldateien von NBA 2K27 ist erstmals eine nutzbare DLSS-5-Runtime aufgetaucht – und nur wenige Stunden später haben Modder Neural Rendering bereits in Control zum Laufen gebracht.

Das Experiment zeigt eindrucksvoll, wohin die Reise gehen könnte. Ganz ohne Haken funktioniert DLSS 5 aktuell allerdings noch nicht: In ersten Tests kostet das Neural Rendering auf einer GeForce RTX 5070 Ti fast die Hälfte der FPS.

Wann erscheint DLSS 5?

Nvidia hat die Veröffentlichung von DLSS 5  für Herbst 2026 angekündigt. Einen konkreten Release-Termin gibt es bislang noch nicht.

Anders als klassische Super-Sampling-Funktionen soll DLSS 5 nicht die Auflösung hochskalieren oder zusätzliche Frames erzeugen. Stattdessen greift Neural Rendering deutlich stärker in die eigentliche Bilddarstellung ein.

Das KI-Modell soll unter anderem Beleuchtung, Materialien, Haut, Haare und Stoffe realistischer darstellen. Damit bewegt sich Nvidia einen weiteren Schritt weg vom klassischen Rendering und hin zu einer Bildberechnung, bei der neuronale Modelle immer größere Teile übernehmen.

DLSS 5 Runtime taucht in NBA 2K27 auf

Hardware-Enthusiast Renan Maniero entdeckte am 26. August in den Dateien des Early-Access-Builds von NBA 2K27 eine bislang nicht öffentlich verfügbare Nvidia-Bibliothek. Seinen Fund veröffentlichte Maniero anschließend über X.

Die entscheidende Datei hört auf den Namen:

nvngx_dlssnr.dll

Windows erkennt sie als NVIDIA DLSSNR in Version 310.8.0.0. Das Kürzel „NR“ steht dabei für Neural Rendering.

Besonders auffällig ist die Größe der DLL. Sie bringt rund 158 MiB auf die Waage und ist damit deutlich größer als typische Bibliotheken für DLSS Super Resolution.

Rund 140,9 MiB davon sollen auf die trainierten Modellgewichte entfallen. Das spricht dafür, dass es sich hier nicht einfach um irgendeinen unfertigen Platzhalter handelt.

NBA 2K27 selbst bietet aktuell allerdings keine sichtbare Option für DLSS 5. Eine offizielle Unterstützung wurde bislang ebenfalls nicht angekündigt. Die Runtime dürfte daher entweder versehentlich oder deutlich früher als geplant mit dem Spiel ausgeliefert worden sein.

Wenige Stunden später läuft DLSS 5 schon in Control

Lange blieb die Datei nicht unangetastet. speedlemur, Mitentwickler des RenoDX-Projekts, schaffte es nur wenige Stunden nach der Entdeckung, die DLSS-NR-Bibliothek in Remedy Entertainments Control einzubinden.

Die ersten Versuche und Ergebnisse wurden innerhalb des RenoDX-Discords geteilt. Anschließend verbreiteten sich Aufnahmen des Experiments unter anderem über SwurvGaming auf X.

Damit lief Nvidias neue Neural-Rendering-Technologie plötzlich in einem Spiel, das überhaupt nicht für DLSS 5 entwickelt wurde.

Was ist RenoDX?

RenoDX, kurz für Renovation Engine for DirectX Games, ist ein Open-Source-Projekt zum Modifizieren der Grafikpipeline von DirectX-Spielen.

Das Toolset arbeitet unter anderem mit ReShade zusammen und ermöglicht es Moddern, Shader auszutauschen, Rendering-Ressourcen anzupassen und zusätzliche Daten in bestehende Rendering-Abläufe einzubinden.

Dadurch lassen sich Grafikeffekte nachträglich verändern, ohne dass der eigentliche Spieleentwickler dafür ein offizielles Update veröffentlichen muss.

Genau diese Möglichkeiten hat speedlemur genutzt, um die eigentlich nicht für Control gedachte DLSS-5-Runtime experimentell an die bestehende DLSS-Anbindung des Spiels anzuhängen.

Was verändert DLSS 5 in Control?

Die aktuelle Mod konzentriert sich vor allem auf Charaktermodelle.

Bei Protagonistin Jesse Faden lassen sich beispielsweise veränderte Hautstrukturen und Gesichtszüge erkennen. Das Neural-Rendering-Modell interpretiert vorhandene Bildinformationen neu und ergänzt beziehungsweise verändert darauf basierend Details.

Aktuell stehen anscheinend sieben unterschiedliche Neural-Rendering-Stile zur Verfügung.

Zusätzlich lassen sich einzelne Parameter wie die Stärke der Hautstruktur anpassen. Dadurch können die Unterschiede zwischen dem ursprünglichen Rendering und der KI-bearbeiteten Darstellung teilweise ziemlich deutlich ausfallen.

Der Test zeigt damit allerdings noch längst nicht, wie DLSS 5 später in offiziell unterstützten Spielen aussehen wird.

Wie flüssig läuft DLSS 5 in Control?

Besonders interessant ist der erste Blick auf die Performance.

In einem Test mit einer GeForce RTX 5070 Ti bei 3.840 × 2.160 Pixeln sank die Bildrate mit aktiviertem Neural Rendering um fast 50 Prozent.

Das klingt zunächst drastisch.

Der Wert sollte allerdings keinesfalls als Hinweis darauf verstanden werden, dass die fertige Version von DLSS 5 grundsätzlich die Hälfte der Performance kosten wird.

Die Mod bindet Neural Rendering nachträglich in ein Spiel ein, dessen Engine überhaupt nicht darauf vorbereitet wurde. Der Neural-Rendering-Durchlauf sitzt aktuell ganz am Ende der Renderkette – nach dem Upscaling und möglicherweise sogar nach dem Tonemapping.

Zusätzlich funktioniert HDR derzeit nicht korrekt. Die bisherigen Versuche laufen deshalb ausschließlich in SDR.

Die aktuellen Ergebnisse sind noch kein DLSS-5-Benchmark

Wir sehen hier im Grunde eine Machbarkeitsstudie.

Control liefert DLSS 5 nicht die gleichen Daten, die ein Entwickler bei einer nativen Implementierung bereitstellen könnte. Nvidia sieht für Neural Rendering eine deutlich tiefere Einbindung in die jeweilige Spiele-Engine vor.

Entwickler können dadurch beispielsweise festlegen, auf welche Figuren, Objekte oder Bereiche einer Szene das KI-Modell angewendet werden soll.

Auch Maskierung, Intensität und Farbkorrektur lassen sich gezielt steuern. Welche drei KI-Modelle, Masken und Einstellmöglichkeiten DLSS 5 Entwicklern bietet, haben wir bereits in unserem DLSS-5-SIGGRAPH-Überblick zusammengefasst.

Die aktuelle Control-Mod besitzt diese Möglichkeiten nicht vollständig. Sowohl die teilweise starken optischen Veränderungen als auch der hohe Performance-Verlust müssen deshalb mit Vorsicht betrachtet werden.

DLSS 5 funktioniert aktuell nur mit RTX 5000

Eine weitere Einschränkung betrifft die unterstützten Grafikkarten.

Die geleakte DLSS-5-Runtime funktioniert nach bisherigen Versuchen nur mit GeForce-RTX-5000-Grafikkarten auf Basis der Blackwell-Architektur.

Tests mit GeForce RTX 4000 waren bislang nicht erfolgreich.

Auch daraus lässt sich noch keine endgültige Aussage über die Anforderungen der finalen DLSS-5-Version ableiten. Die geleakte DLL könnte auf einen bestimmten Entwicklungsstand beschränkt sein oder Funktionen voraussetzen, die Nvidia bis zum offiziellen Release noch verändert.

Aktuell spricht allerdings vieles dafür, dass Blackwell bei Neural Rendering eine entscheidende Rolle spielen wird.

Der DLSS 5 Leak zeigt, wie schnell Neural Rendering Realität wird

Der DLSS 5 Leak ist vor allem deshalb spannend, weil wir erstmals einen praktischen Blick auf Nvidias neue Rendering-Technologie außerhalb einer kontrollierten Nvidia-Demo bekommen.

Je tiefer Entwickler DLSS 5 künftig in ihre Engines integrieren, desto gezielter könnte die KI Materialien, Charaktere, Beleuchtung und weitere Bildbereiche bearbeiten. 

Und genau dann wird sich auch zeigen, wie groß der tatsächliche Unterschied zwischen einem improvisierten Mod und einer vollständig optimierten DLSS-5-Implementierung ausfällt.

Wer für die kommende Generation der Nvidia-Technologien bereits auf Blackwell setzen möchte, findet bei Caseking eine große Auswahl an GeForce-RTX-5000-Grafikkarten.

Was hältst du von DLSS 5 und Neural Rendering? Ist das für dich der nächste große Schritt bei der Spielegrafik oder greift KI damit bereits zu stark in den ursprünglichen Look eines Spiels ein? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!

0 0 votes
Artikelbewertung
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Newest
Oldest Most Voted