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Ein früher Geekbench-Eintrag sorgt gerade für Aufmerksamkeit: Zum ersten Mal taucht offenbar ein AMD-Zen-6-Sample auf, das ziemlich klar auf Medusa Point hindeutet. Noch ist nichts offiziell bestätigt, aber die Kombination aus 10 Kernen, 20 Threads und 32 MB L3-Cache macht diesen Fund deutlich spannender als das übliche Leak-Rauschen.

Genau deshalb schauen gerade viele genauer hin: Der Benchmark könnte ein erster echter Fingerzeig darauf sein, was AMD mit der nächsten Ryzen-Generation im mobilen Segment plant.
AMD Zen 6 Leak in Geekbench: Was verrät der neue Benchmark?
Aufgetaucht ist ein gültiger Geekbench-6.6.0-Lauf für ein System namens AMD Plum-MDS1. Dort steht ein AMD-Engineering-Sample mit der Kennung 100-000001713-31_N, 10 Kernen und 20 Threads. Genau die Bezeichnung MDS1 ist der Punkt, der aktuell mit Medusa Point verknüpft wird.

Dazu passt, dass AMD „Medusa“ bereits selbst als Teil seiner kommenden Client-Roadmap genannt hat. Gerade deshalb wird der Fund aktuell als erstes öffentliches Lebenszeichen von Zen 6c „Monarch“ in einer mobilen APU gelesen.
Nach aktuellem Stand wird dieser Fund deshalb als frühes Lebenszeichen von Ryzen AI 500 „Medusa Point“ gesehen, also einer mobilen APU, in der Zen 6 „Morpheus“ und Zen 6c „Monarch“ zusammenlaufen sollen.In Versandunterlagen tauchen außerdem bereits zwei Klassen als High-TDP und Low-TDP auf, die derzeit meist mit 45 Watt und 28 Watt genannt werden.
Rund um Medusa Point kursieren außerdem weitere Technik-Gerüchte, die Du im Hinterkopf behalten solltest: genannt werden ein größerer FP10-Sockel mit 25 × 42,5 mm statt FP8 mit 25 × 40 mm, ein möglicher CCD mit bis zu 12 Zen-6-Kernen und ein neues I/O-Die mit rund 200 mm².
Beim Fertigungsprozess ist die Lage dagegen noch nicht sauber ausdefiniert: ältere Medusa-Point-Gerüchte nannten eine 3-nm-Klasse für den CPU-Teil, aktuellere Zen-6-Leaks sprechen inzwischen eher von N2P für Chiplets und N3P für den I/O-Die.
Wie viel Leistung hat die Medusa-Point-CPU?
Der Benchmark selbst ist schnell erklärt: Geekbench nennt 10 Kerne, 20 Threads, 2,40 GHz Basistakt, 1 MB L2-Cache pro Kern und 32 MB L3-Cache. Dazu kommen 1.210 Punkte im Single-Core-Test und 7.323 Punkte im Multi-Core-Test. Das sind die direkt sichtbaren Daten.

Viel wichtiger ist aber, was der Lauf nicht sagt. Er zeigt keine finale Modellbezeichnung, keine klare Aufteilung der Kerntypen und vor allem keine Serienleistung. Dass Geekbench hier nur 2010 MHz maximale Frequenz ausweist, obwohl der Basistakt höher gelistet ist, spricht klar für ein sehr frühes Sample.


Strix Point und Gorgon Point im Vergleich: 33 Prozent mehr L3-Cache?
Am deutlichsten springt beim Vergleich der L3-Cache ins Auge. Aktuelle Ryzen-AI-300-Modelle wie der Ryzen AI 9 365 mit 10 Kernen und der Ryzen AI 9 HX 375 mit 12 Kernen kommen laut AMD jeweils auf 24 MB L3-Cache, nutzen FP8 und laufen standardmäßig mit 28 Watt.
Das neue Sample liegt mit 32 MB L3 also 8 MB oder rund 33 Prozent darüber. Genau das macht den Fund so interessant, weil sich hier direkt ein technischer Schritt vom Vorgänger abzeichnet. Auch auf der Plattformseite zeichnet sich mehr Bewegung ab. Während Gorgon Point noch auf Zen 5, Zen 5c, RDNA 3.5 und XDNA 2 setzt, wird Medusa Point bereits mit Zen 6, Zen 6c, XDNA Next und dem größeren FP10-Package gehandelt.
Dazu kommen Gerüchte über eine größere Ausbaustufe, die den 10-Kern-Teil noch mit einem zusätzlichen 12-Kern-CCD kombiniert und so auf bis zu 22 Kerne kommen könnte. Das ist noch Zukunftsmusik, zeigt aber, dass AMD Medusa Point offenbar deutlich breiter aufziehen will als Strix Point.
Was ist mit den Zen-6-Desktop-CPUs?
Auch wenn Medusa Point im mobilen Segment landet, bleibt der Leak für Desktop-Fans relevant. AMD hat „Medusa“ auf seiner Roadmap bereits als kommenden Client-Schritt genannt, und parallel wird Olympic Ridge als Desktop-Ableger von Zen 6 gehandelt. Mehr dazu liest Du in unserem Blog zu AMD Ryzen Olympic Ridge.
Was bedeutet das für PC-Gaming?
Für PC-Gaming ist dieser Fund vor allem ein früher Hinweis darauf, wohin AMD die nächste CPU-Generation schiebt. Konkrete Gaming-Benchmarks liefert Geekbench natürlich nicht, und aus einem frühen Mobile-Sample lässt sich noch keine saubere Aussage über spätere Gaming-Leistung ableiten.
Trotzdem sind mehr L3-Cache, ein möglich neuer CCD-Aufbau und unterschiedliche 28- und 45-Watt-Klassen genau die Punkte, die später bei Gaming-Notebooks und kompakten PC-Systemen spannend werden können.
Der erste greifbare Schritt Richtung Zen 6
Dieser AMD Zen 6 Leak ist deshalb vor allem als Signal stark. Nicht, weil damit schon eine fertige CPU enthüllt wäre, sondern weil Medusa Point plötzlich konkrete Daten liefert: 10 Kerne, 20 Threads, 32 MB L3-Cache, ein möglicher FP10-Wechsel und erste Hinweise auf neue TDP-Klassen und größere Ausbaustufen.
Bist Du auf die kommenden Ryzen-CPUs mit Zen 6 gespannt? Schreib uns gerne in die Kommentare, was Du erwartest!

