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Blog Beitragsbild - Ryzen Olympic Ridge Gerüchte

AMD bereitet offenbar die nächste große Desktop-Generation vor. Unter dem Codenamen „Olympic Ridge“ sollen neue Ryzen-Prozessoren mit der kommenden Mikroarchitektur Zen 6 (Morpheus) erscheinen. Noch sprechen wir über Gerüchte – doch die Hinweise verdichten sich und zeichnen ein ziemlich klares Bild davon, wohin die Reise geht.



Was bedeutet das für dich als PC-Enthusiast, Gamer oder Workstation-Builder? Werfen wir gemeinsam einen Blick auf das, was aktuell bekannt ist.

Wann erscheint AMD Ryzen Olympic Ridge?

Zen 6 wird derzeit für Ende 2026 erwartet. Erste CPUs auf Basis der neuen Architektur könnten spät im dritten Quartal 2026 erscheinen, größere Verfügbarkeiten werden eher ab dem vierten Quartal 2026 oder Anfang 2027 vermutet.

Im Server-Segment soll Epyc den Anfang machen, bevor die Desktop-Ryzen-Modelle folgen.

Wie AMD die Serie am Ende nennen wird, ist noch offen. Diskutiert werden sowohl Ryzen 10000 als auch Ryzen 11000. Offiziell bestätigt ist bislang keiner dieser Namen.

Wie viele Kerne bringt AMD Ryzen Olympic Ridge?

Wenn sich die jüngsten Leaks bewahrheiten, plant AMD ein ungewöhnlich breites Portfolio. Die Spanne soll von 6 bis 24 Kernen reichen – und zwar auf Basis von Zen 6.

Ein einzelnes sogenanntes CCD (Core Complex Die) soll künftig bis zu 12 Zen-6-Kerne tragen. Das ist ein deutlicher Schritt nach vorn, denn bei Zen 5 lag das Maximum pro CCD noch bei 8 Kernen. Für Einsteiger- und Mainstream-Modelle wären Varianten mit 6, 8, 10 oder 12 Kernen auf einem CCD denkbar. Teilweise deaktivierte Kerne würden es AMD ermöglichen, auch Dies mit kleineren Defekten sinnvoll zu nutzen.

Im High-End-Bereich soll Olympic Ridge mit zwei CCDs antreten. Erwartet werden Konfigurationen mit:

  • 16 Kernen (8+8)
  • 20 Kernen (10+10)
  • 24 Kernen (12+12)

Das aktuelle Ryzen-9000-Topmodell mit Zen 5 endet bei 16 Kernen. Mit 24 Kernen würde AMD also einen neuen eigenes Kern-Rekord setzen – inklusive SMT und damit bis zu 48 Threads.

Wie verändert Zen 6 die Chip-Architektur?

Spannend wird es bei der Struktur der CCDs selbst. Ein Zen-6-CCD soll laut aktuellen Informationen auf TSMCs 2-Nanometer-Prozess gefertigt werden und eine Fläche von rund 76 mm² aufweisen. Darauf sollen bis zu 12 Kerne sowie 48 MB L3-Cache Platz finden.

Ein Zen-5-CCD mit 8 Kernen und 32 MB L3-Cache liegt flächenmäßig in einem ähnlichen Bereich. Sollte sich das bestätigen, würde AMD rund 50 Prozent mehr Kerne und Cache auf nahezu gleicher Chipfläche unterbringen.

Der I/O-Die soll hingegen voraussichtlich im 3-nm-Verfahren (TSMC N3P) entstehen. Damit will AMD offenbar einen Mix aus aktuellen Fertigungsstufen erreichen.

Wie viel L3-Cache steht mit Zen 6 zur Verfügung?

Mit Zen 6 soll nicht nur die Kernanzahl steigen, sondern auch der Cache.

Pro CCD sind laut Gerüchten bis zu 48 MB L3-Cache vorgesehen. Bei zwei CCDs wären das also bis zu 96 MB L3-Cache, selbst ohne 3D V-Cache.

Für mögliche X3D-Modelle wird ebenfalls spekuliert. Hier könnte der gestapelte 3D V-Cache auf 96 MB pro CCD anwachsen. Das würde bei einem 24-Kern-Modell mit zwei CCDs theoretisch in bis zu 288 MB L3-Cache resultieren. Offiziell bestätigt ist das allerdings nicht.

AMD scheint den Cache-Ausbau konsequent weiterzutreiben – ein Faktor, der gerade im Gaming-Bereich enorme Wirkung gezeigt hat.

Soll AM5 erhalten bleiben?

Ja, und das ist eine der wichtigsten Informationen für Aufrüster.

Die kommenden Zen-6-Prozessoren sollen weiterhin auf dem bekannten Sockel AM5 (LGA-1718) laufen. Unterstützt werden laut aktuellem Stand weiterhin DDR5-Arbeitsspeicher sowie PCIe 5.0.

Mehrere Mainboard-Hersteller haben bereits „Next Gen CPU Support“ per BIOS-Update in Aussicht gestellt. Das bedeutet: Wer heute auf AM5 setzt, könnte mit einem simplen BIOS-Update den Sprung zu Olympic Ridge schaffen – sofern das eigene Board entsprechend unterstützt wird.

Wie positioniert sich AMD gegen Intel?

Mit bis zu 24 identischen Zen-6-Kernen würde AMD im Desktop-PC-Segment deutlich aufrüsten. Intels kommende Nova-Lake-Generation soll laut aktuellen Berichten auf einen hybriden Ansatz mit Performance- und Effizienz-Kernen setzen und insgesamt auf deutlich höhere Kernzahlen kommen.

Allerdings ist die reine Kernanzahl nicht alles. Architektur, Cache-Design, Taktfrequenzen, Plattform-Features und Energieeffizienz spielen ebenso eine Rolle. AMD setzt weiterhin auf ein homogenes Kern-Design mit SMT, während Intel auf Hybrid-Konzepte vertraut.

Welche Strategie am Ende die Nase vorn haben wird, entscheidet sich erst mit realen Benchmarks – und die stehen noch aus.

Lohnt es sich, auf Zen 6 zu warten?

Noch bewegen wir uns im Bereich gut informierter Gerüchte. Doch die Eckdaten klingen ambitioniert: mehr Kerne pro CCD, mehr L3-Cache, aktuellste Fertigung und weiterhin AM5-Kompatibilität.

Für alle, die bereits auf AM5 setzen, könnte Olympic Ridge ein besonders spannendes Upgrade werden. Wer gerade plant, ein neues System aufzubauen, sollte die Entwicklung zumindest im Blick behalten. Wenn du aktuell upgraden musst und nicht auf Zen 6 warten kannst, findest du im Caseking-Shop eine große Auswahl an Gaming-CPUs von AMD und Intel.

Unterm Strich wirkt AMD Ryzen Olympic Ridge wie ein konsequenter Ausbau dessen, was Ryzen stark gemacht hat: mehr Kerne, mehr Cache, aktuellere Plattform – ohne die bestehende AM5-Basis über Bord zu werfen.

Reizen dich 24 Kerne im Desktop – oder ist dir Gaming-Performance wichtiger als reine Core-Zahlen? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare – wir sind gespannt, wie du die kommenden Ryzen-CPUs einschätzt!

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