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Computex 2026 heißt, es ist wieder Hardware-Zeit: AMD nutzt die Messe nicht für eine einzelne große Gaming-Bombe, sondern für mehrere Ansagen, die PC-Enthusiasten direkt betreffen.
AM4 bekommt ein Jubiläum, AM5 bleibt länger im Spiel, 3D V-Cache wird für AM5 zugänglicher und RDNA 4 landet weltweit breiter im 1440p-Segment. Dazu schiebt AMD seine lokale KI-Schiene weiter an.

Release-Termine: Was bringt AMD ab Juni 2026 auf den Markt?
AMD hat zur Computex 2026 mehrere konkrete Termine genannt. Damit geht es nicht nur um Roadmaps und Zukunftspläne, sondern um Hardware, die schon in den kommenden Wochen relevant wird.
Radeon RX 9070 GRE: globaler Start ab 2. Juni 2026
Die Radeon RX 9070 GRE startet weltweit ab dem 2. Juni 2026 in den Verkauf. Die Grafikkarte erscheint über Boardpartner in Referenz- und OC-Designs.
Die US-UVP liegt bei 549 US-Dollar. Für den europäischen Markt sind wie immer Straßenpreise, Verfügbarkeit und Custom-Designs entscheidend.
Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition: ab 25. Juni 2026 im Handel
Zum zehnjährigen AM4-Jubiläum bringt AMD den Ryzen 7 5800X3D als 10th Anniversary Edition zurück. Der Prozessor soll ab dem 25. Juni 2026 verfügbar sein.
Die US-UVP liegt bei 349 US-Dollar. Zur Jubiläumsedition gehört außerdem ein Carbice Ice Pad als Wärmeleitlösung.
Wann erscheint der Ryzen 7 7700X3D?
Für AM5 kommt der Ryzen 7 7700X3D. Der Prozessor soll ab dem 16. Juli 2026 erscheinen und mit einer US-UVP von 329 US-Dollar starten.
Damit positioniert AMD den Chip als neuen Einstieg in die AM5-Welt mit 3D V-Cache.
Ryzen AI Halo und Ryzen AI Max PRO 400
Auch bei lokaler KI legt AMD nach. Die Ryzen AI Halo Developer Platform soll ab Juni 2026 vorbestellbar sein.
Im dritten Quartal 2026 folgen außerdem Systeme mit Ryzen AI Max PRO 400. Diese Plattformen richten sich stärker an Entwickler, Creator und professionelle KI-Workflows direkt auf dem eigenen System.
AM4 feiert 10 Jahre: Der Ryzen 7 5800X3D kommt zurück
AM4 ist für viele PC-Gamer bis heute eine der stärksten Plattformgeschichten der letzten Jahre. Wer früh eingestiegen ist, konnte über mehrere CPU-Generationen hinweg aufrüsten, ohne Mainboard und Speicher wechseln zu müssen.

Genau diesen Punkt greift AMD zur Computex 2026 wieder auf. Mit dem Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition bekommt AM4 noch einmal einen neuen Auftritt.
Technisch bleibt der Chip nah am bekannten Ryzen 7 5800X3D: 8 Kerne, 16 Threads, Zen-3-Architektur, bis zu 4,5 GHz Boost und 96 MB L3-Cache. Gerade dieser große Cache war der Grund, warum der 5800X3D im Gaming so lange relevant geblieben ist.
Für Besitzer eines AM4-Systems ist das eine letzte sehr starke Upgrade-Option. Wer noch mit einem älteren Ryzen unterwegs ist und nicht direkt auf AM5 wechseln möchte, bekommt damit noch einmal Gaming-Leistung für eine bestehende Plattform.
AM5-Support bis 2029: Die wichtigste Aussage von AMD
Die langfristig wichtigste Nachricht betrifft aber nicht nur eine einzelne CPU. AMD verlängert den Support für AM5 bis 2029.

Das ist für PC-Bauer eine klare Ansage. Wer heute ein AM5-System aufbaut, soll nicht nach kurzer Zeit wieder vor einem kompletten Plattformwechsel stehen.
Gerade weil Mainboards, DDR5-Speicher und Kühlung inzwischen spürbare Kostenblöcke sind, zählt diese Planungssicherheit. Ein guter Gaming-PC besteht nicht nur aus der CPU. Die Plattform entscheidet mit darüber, wie lange ein System sinnvoll aufrüstbar bleibt.
Natürlich bedeutet der Support bis 2029 nicht automatisch, dass jedes alte AM5-Mainboard jede kommende CPU perfekt ausreizt. BIOS-Versionen, Spannungsversorgung, Chipsatz und Mainboard-Hersteller spielen weiterhin eine Rolle.
Ryzen 7 7700X3D: 3D V-Cache für den günstigeren AM5-Einstieg
Mit dem Ryzen 7 7700X3D erweitert AMD das AM5-Line-up um einen weiteren Gaming-Prozessor mit 3D V-Cache.

Der neue Chip setzt auf 8 Kerne und 16 Threads, nutzt die Zen-4-Architektur und erreicht bis zu 4,5 GHz Boost. Dazu kommen 104 MB Gesamtcache und eine TDP von 120 Watt.
Der Ryzen 7 7700X3D soll 3D V-Cache günstiger verfügbar machen. Damit richtet sich AMD an alle, die einen aktuellen Gaming-PC bauen möchten, aber nicht direkt zu den teureren X3D-Modellen greifen wollen.
3D V-Cache bleibt besonders für Spiele attraktiv, weil viele Titel stark von geringer Speicherlatenz und zusätzlichem Cache profitieren. Nicht jedes Spiel skaliert gleich stark, aber in den meisten Gaming-Szenarien ist der Effekt deutlich spürbar.
Radeon RX 9070 GRE: RDNA 4 für 1440p-Gaming weltweit
Auch bei Grafikkarten gibt es zur Computex 2026 eine wichtige Ansage. Die Radeon RX 9070 GRE startet weltweit und soll RDNA 4 breiter ins 1440p-Segment bringen.

Die GPU kommt mit 48 RDNA-4-Compute-Units, 12 GB Speicher und einem Takt von bis zu 2,79 GHz. AMD positioniert die Karte klar für WQHD-Gaming.
In eigenen Benchmarks nennt AMD im Schnitt 21 Prozent mehr 1440p-Gaming-Leistung gegenüber der Konkurrenz. Solche Herstellerwerte sollte man wie immer kritisch behandeln: Spielauswahl, Treiberstand, Presets, Raytracing-Last und Upscaling-Modus können das Ergebnis deutlich verschieben.
Trotzdem ist die RX 9070 GRE für das Radeon-Line-up wichtig. Sie sitzt unterhalb der größeren RX 9070 und soll Spielern eine weitere Option im Preisbereich um 549 US-Dollar geben.
Die 12 GB VRAM werden dabei sicher ein Diskussionsthema bleiben. Für viele aktuelle 1440p-Titel reicht das aus. Mit hohen Texturpaketen, Raytracing, Mods und kommenden Spielen ist der Speicher aber kein endloses Polster.
AMD EXPO ULL: Mehr Leistung über niedrigere Speicherlatenz
Neben CPUs und GPUs arbeitet AMD auch weiter an der Speicherabstimmung. Mit AMD EXPO Ultra Low Latency sollen zertifizierte DDR5-Kits auf Ryzen-Systemen noch etwas mehr Gaming-Leistung liefern.

AMD spricht von durchschnittlich 4 Prozent mehr FPS gegenüber EXPO-Speicher ohne ULL-Profil.
Das klingt nicht nach einem riesigen Sprung, kann aber gerade bei fein abgestimmten Gaming-PCs relevant sein. Wer ohnehin ein AM5-System mit schnellem DDR5-Speicher plant, bekommt damit eine weitere Stellschraube für Latenz und Bildrate.
Die ersten zertifizierten Kits sollen ab Juni 2026 verfügbar sein.
Lokale KI: Ryzen AI Halo und Ryzen AI Max PRO 400
AMD nutzt die Computex 2026 nicht nur für Gaming-Hardware. Auch lokale KI bekommt mehr Gewicht.
Mit Ryzen AI Halo will AMD Entwicklern eine kompakte Plattform bieten, auf der KI-Modelle lokal laufen können. Die erste Version setzt auf Ryzen AI Max+ 395, bis zu 128 GB Unified Memory und ROCm-Unterstützung.
Nicht jede KI-Anwendung soll zwingend in der Cloud laufen. Lokale Systeme können bei Datenschutz, Latenz und laufenden Kosten Vorteile bringen, wenn Hardware, Software und Auslastung zusammenpassen.
Im dritten Quartal 2026 soll die nächste Stufe folgen. Ryzen AI Max PRO 400 bringt bis zu 192 GB Unified Memory und bis zu 160 GB dedizierbaren Grafikspeicher innerhalb dieses Speicherpools.
Für normale Gaming-PCs ist das nicht der wichtigste Teil der Computex-Ankündigungen. Für Entwickler, Creator und Workstations kann diese Richtung aber deutlich relevanter werden, wenn lokale KI-Workflows weiter wachsen.
Was bedeutet AMDs Computex 2026 Auftritt für PC-Gamer?
AMDs Computex-Auftritt wirkt auf den ersten Blick wie eine Sammlung vieler einzelner Produktmeldungen. Der rote Faden ist aber klar: Plattformen sollen länger nutzbar bleiben, Gaming-Hardware soll breiter verfügbar werden und lokale KI soll stärker auf dem eigenen System stattfinden.
Für AM4-Nutzer ist der Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition ein später Bonus. Für AM5-Käufer ist die Support-Zusage bis 2029 die eigentlich große Nachricht.
Der Ryzen 7 7700X3D macht AM5 mit 3D V-Cache zugänglicher. Die Radeon RX 9070 GRE erweitert RDNA 4 um eine weltweite 1440p-Option. EXPO ULL kümmert sich um den letzten Feinschliff beim Speicher.
Wer gerade einen neuen Gaming-PC plant, sollte AM5 damit noch stärker auf dem Zettel haben. Vor allem, weil die Plattform nicht nur aktuelle CPUs trägt, sondern laut AMD auch über die nächsten Jahre weiter versorgt werden soll.
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Wenn du wissen möchtest, was Nvidia auf der Computex 2026 angekündigt und vorgestellt hat, schau gerne hier vorbei.
AMD setzt auf längere Plattform-Laufzeiten statt kurzer Show-Effekte
AMD liefert zur Computex 2026 keine einzelne Ansage, die alles andere überstrahlt. Stattdessen geht es um etwas, das für PC-Gamer im Alltag oft wichtiger ist: längere Plattform-Laufzeiten, mehr Upgrade-Wege und zusätzliche Hardware-Optionen.
Was sagst du zu AMDs Computex-2026-Ankündigungen? Ist AM5 bis 2029 für dich ein Kaufargument oder wartest du lieber auf die nächste große CPU-Generation? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!


