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Der NukeMark Benchmark kennt offenbar keine Gnade: Der neue GPU-Stresstest soll selbst eine GeForce RTX 5090 in nativer 4K-Auflösung auf gerade einmal 15 bis 20 FPS drücken.
Statt einer klassischen synthetischen Testumgebung setzt NukeMark auf die Unreal Engine 5.7 und aktiviert zahlreiche anspruchsvolle Grafiktechnologien gleichzeitig.
NukeMark ist seit dem 20. Mai 2026 im Early Access
Der NukeMark Benchmark erschien am 20. Mai 2026 im Early Access auf Steam. Das Programm kostet aktuell 19,50 Euro und soll nach Angaben der Entwickler ungefähr zwölf bis 18 Monate im Early Access bleiben. Einen festen Termin für die fertige Version gibt es bislang nicht.
Während dieser Phase sollen Rückmeldungen aus der Community in zusätzliche Szenen, Stresstests und Funktionen einfließen. Mit dem vollständigen Release könnte außerdem der Preis steigen.
Die Entwickler rechnen derzeit mit einer Erhöhung um rund 30 Prozent. Eine kostenlose Demo steht aktuell nicht zur Verfügung.
Die GeForce RTX 5090 im NukeMark Benchmark
NukeMark verfolgt ein anderes Ziel als typische Spiele-Benchmarks. Die einzelnen Szenen sollen keine realistische Gaming-Performance simulieren, sondern moderne Grafikkarten bewusst überfordern. Dafür ignorieren die Entwickler die üblichen Performance-Vorgaben, an die sich ein tatsächlich veröffentlichtes Spiel halten müsste.

Die genannten 15 bis 20 FPS beziehen sich auf einen Durchlauf in nativer 4K-Auflösung ohne Upscaling. Laut Entwickler handelt es sich dabei um das Ergebnis einer GeForce RTX 5090 in der besonders anspruchsvollen Emberhold-Szene. Unabhängige Messungen, die diesen Wert bestätigen, stehen derzeit noch aus.
Unreal Engine 5.7 statt synthetischer Testumgebung
Während bekannte Benchmarks häufig speziell entwickelte Engines oder stark vereinfachte Testschleifen verwenden, basiert NukeMark auf der Unreal Engine 5.7. Dadurch kann der Benchmark mehrere Technologien einsetzen, die auch bei kommenden Spielen eine wichtige Rolle spielen könnten:
- Nanite für extrem detaillierte und virtualisierte Geometrie
- MegaLights für Hunderte dynamische Lichtquellen mit Schatten
- Lumen für globale Beleuchtung und Reflexionen
- Hardware-Raytracing für Lichtberechnung und Spiegelungen
- Virtuelle 8K-Texturen für besonders große Texturmengen
Der entscheidende Unterschied liegt in der gleichzeitigen Belastung. NukeMark kombiniert dichte Geometrie, Raytracing, aufwendige Beleuchtung und große Texturen, anstatt nur einen einzelnen Bereich der Grafikkarte zu testen.
Emberhold testet Leistung, Pandora den Grafikspeicher
Der NukeMark Benchmark enthält aktuell zwei große Testszenen. Beide sollen unterschiedliche Schwachstellen eines Gaming-Systems sichtbar machen.
| Testszene | Schwerpunkt | Belastung |
| Emberhold | GPU-Leistung und Raytracing | Hunderte Lichtquellen, komplexe Schatten, Nanite-Geometrie und Hardware-Raytracing |
| Pandora | Grafikspeicher | Große Umgebungen, umfangreiche Assets und virtuelle 8K-Texturen |
| Pandora in 4K | VRAM-Auslastung | Rund 12 bis 15 GB oder mehr Grafikspeicher |
Emberhold ist für die niedrigen Frameraten auf der RTX 5090 verantwortlich. Die Szene konzentriert sich auf Licht-, Schatten- und Raytracing-Berechnungen. Pandora verschiebt das Limit dagegen in Richtung Grafikspeicher. In 4K belegt die Szene mehr als 12 GB VRAM und kann laut Entwickler sogar über 15 GB hinausgehen.
Grafikkarten mit 8 oder 12 GB Speicher dürften dadurch besonders schnell an ihre Grenzen geraten.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass diese Grafikkarten für aktuelle Spiele ungeeignet sind. Pandora wurde gezielt dazu entwickelt, Speicherlimits wesentlich früher sichtbar zu machen, als es bei einem normal optimierten Spiel der Fall wäre.
NukeMark testet mehr als die Framerate
NukeMark soll nicht nur eine durchschnittliche Bildrate oder eine einzelne Punktzahl ausgeben. Der Benchmark bewertet das getestete PC-System über drei voneinander getrennte Ergebnisse:
- Der Benchmark- beziehungsweise Stress-Score dient als primäres Leistungsergebnis
- Der Stability Score bewertet die Stabilität unter anhaltender Last
- Der Hardware Score liefert zusätzliche Informationen zur Leistungsfähigkeit des Systems
Der Stability Score könnte vor allem für übertaktete oder undervoltete Grafikkarten interessant sein. Ein System kann klassische Rasterizing-Benchmarks problemlos überstehen, bei komplexen Raytracing-Berechnungen aber trotzdem abstürzen oder Grafikfehler produzieren.

NukeMark soll deshalb auch Bereiche der GPU belasten, die von älteren Stresstests kaum angesprochen werden. Dazu gehört unter anderem die Berechnung und Verarbeitung der für Raytracing benötigten Bounding Volume Hierarchy über besonders dichter Nanite-Geometrie.
Ergebnisse mit nativer Auflösung und Durchläufe mit DLSS-Upscaling werden in getrennten Bestenlisten geführt. Dadurch tritt ein mit DLSS beschleunigter Durchlauf nicht direkt gegen ein vollständig nativ gerendertes Ergebnis an. Eine offizielle Bestätigung für AMD FSR oder Intel XeSS gibt es derzeit nicht.
Welche Hardware benötigt der NukeMark Benchmark?
Schon die offiziellen Systemanforderungen machen deutlich, dass NukeMark nicht für schwache Gaming-PCs gedacht ist. Die Entwickler empfehlen ausdrücklich eine Grafikkarte mit mindestens 12 GB VRAM.
| Komponente | Minimum | Empfohlen |
| Betriebssystem | Windows 11 | Windows 11 |
| Prozessor | Intel Core der 8. Generation oder vergleichbar | Intel Core der 10. Generation oder vergleichbar |
| Arbeitsspeicher | 16 GB RAM | 32 GB RAM |
| Grafikkarte | GeForce RTX 3060 oder AMD-Pendant | GeForce RTX 4000 oder AMD-Pendant |
| Grafikspeicher | 12 GB VRAM dringend empfohlen | Mindestens 12 GB VRAM sinnvoll |
| DirectX | DirectX 12 | DirectX 12 |
| Speicherplatz | 32 GB | 32 GB |
Obwohl eine GeForce RTX 3060 als Mindestanforderung genannt wird, dürfte das Programm auch auf dieser GPU nur eingeschränkt nutzbar sein. Das Ziel besteht schließlich nicht darin, flüssige Bildraten zu liefern, sondern das jeweilige System kontrolliert an seine Grenzen zu bringen.
Was sagen 15 FPS über kommende Spiele aus?
Die niedrige Framerate der RTX 5090 bedeutet nicht, dass kommende Unreal-Engine-5.7-Spiele grundsätzlich nur mit 15 bis 20 FPS laufen werden. NukeMark überschreitet absichtlich die Grafikbudgets, die Entwickler bei einem verkaufsfertigen Spiel einhalten würden.
Ein echtes Spiel reduziert beispielsweise die Zahl gleichzeitig sichtbarer Lichtquellen, passt die Geometriedichte an, optimiert Texturen und bietet skalierbare Grafikeinstellungen. Zusätzlich können DLSS, FSR, XeSS und Frame Generation die Bildrate erheblich erhöhen.
NukeMark zeigt daher weniger die zu erwartende Spieleleistung als vielmehr einen bewusst konstruierten Worst Case. Genau das macht den Benchmark für Enthusiasten, Hardware-Tester und Overclocker interessant. Er kann Instabilitäten, Temperaturprobleme und knappe VRAM-Reserven aufdecken, die bei leichteren Benchmarks verborgen bleiben.
Wird NukeMark zum neuen Härtetest für Grafikkarten?
Mit seiner Unreal-Engine-5.7-Basis besetzt NukeMark eine interessante Position zwischen klassischem Benchmark und extremem Stabilitätstest. Die Kombination aus Nanite, MegaLights, Lumen, Hardware-Raytracing und 8K-Texturen dürfte selbst leistungsstarke Gaming-PCs ordentlich fordern.
Ob sich der kostenpflichtige Benchmark neben etablierten Programmen durchsetzen kann, hängt vor allem von unabhängigen Vergleichsmessungen, weiteren Testszenen und einer ausreichend großen Community ab.
Würdest du deinen Gaming-PC durch NukeMark jagen oder sind solche extremen Stresstests für dich eher eine technische Spielerei? Schreib es uns gerne in die Kommentare!

