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DDR4 vs DDR5 ist 2026 nicht mehr nur eine Frage der Gaming-Performance, sondern vor allem des Preises. Während DDR5 in modernen Spielen mehr Leistung bietet, machen die stark gestiegenen RAM-Preise ein Upgrade für viele Gamer unattraktiv.
Wir zeigen dir anhand aktueller AMD- und Intel-Benchmarks, wie groß die Unterschiede ausfallen und welcher Arbeitsspeicher sich 2026 wirklich lohnt.

RAM-Preise 2026: Warum DDR4 wieder interessant ist
Die anhaltende Speicherkrise hat DDR4 und DDR5 deutlich verteuert. Besonders die hohe Nachfrage nach DRAM für KI-Rechenzentren und Server setzt den Markt unter Druck. Inzwischen kosten einige 32-GB-DDR5-Kits mehr als 500 Euro, während selbst DDR4 längst kein günstiges Upgrade mehr ist.
Damit verändert sich auch die Kaufentscheidung. Wer einen bestehenden DDR4-PC besitzt, kann durch die Weiterverwendung von Mainboard und Prozessor viel Geld sparen.
Für neue Gaming-PCs bleibt DDR5 dagegen die erste Wahl, da aktuelle AMD- und Intel-Plattformen ausschließlich den neueren Speicherstandard unterstützen.
Wie sich die Preise entwickeln und warum die Speicherkrise noch länger anhalten könnte, erklären wir in unserem Beitrag zu den RAM-Preisen 2026.
DDR4 vs DDR5 Gaming-Benchmarks 2026: Wie groß ist der Unterschied?
DDR5 bietet eine wesentlich höhere Speicherbandbreite als DDR4. Allerdings hängt der tatsächliche FPS-Vorteil stark von Prozessor, Spiel und Auflösung ab.
Besonders in CPU-limitierten Szenarien können die Unterschiede deutlich ausfallen. In WQHD und 4K schrumpft der Vorsprung häufig, sobald die Grafikkarte zum limitierenden Faktor wird.
Intel: DDR4-3200 vs DDR5-7200 im Gaming-Vergleich
Ein umfangreicher Benchmarkvergleich aus Juli 2026 untersucht acht Intel-Prozessoren der 12., 13. und 14. Generation in 15 Spielen.
Getestet wurde mit einer GeForce RTX 5090 in Full HD. Die beiden Speicherbestückungen bestanden aus 32 GB DDR4-3200 (4×8 GB) und 32 GB DDR5-7200 (2×16 GB).
| Intel-Prozessor | DDR4-Leistung gegenüber DDR5 |
| Core i5-12600K | −9,5 % |
| Core i7-12700K | −9,3 % |
| Core i5-13600K | −11,4 % |
| Core i7-13700K | −13,5 % |
| Core i9-13900K | −11,3 % |
| Core i5-14600K | −13,1 % |
| Core i7-14700K | −13,2 % |
| Core i9-14900K | −14,0 % |
DDR5 bietet in diesem Vergleich je nach Prozessor einen deutlichen Leistungsvorteil. Besonders der Core i9-14900K profitiert vom schnelleren Arbeitsspeicher.
In einzelnen Spielen fällt der Abstand sogar größer aus: Bei Marvel Rivals erreicht der Core i7-14700K mit DDR4 rund 25 Prozent weniger FPS.
Allerdings wurden hier vergleichsweise langsamer DDR4-3200 und schneller DDR5-7200 gegenübergestellt. Mit gut abgestimmtem DDR4-3600 oder langsamerem DDR5 können die Unterschiede anders ausfallen.
AMD: DDR4 auf AM4 vs DDR5 auf AM5
Bei AMD ist ein direkter Vergleich schwieriger. Während Ryzen 5000 auf AM4 ausschließlich DDR4 verwendet, setzen Ryzen 7000 und 9000 auf AM5 mit DDR5.
Ein aktueller Vergleich aus April 2026 untersucht deshalb verschiedene Ryzen-X3D-Prozessoren in 14 Spielen mit einer RTX 5090 bei 1080p.
| AMD-Prozessor | Plattform / RAM | Gaming-Leistung gegenüber 5800X3D |
| Ryzen 7 5800X3D | AM4 / DDR4 | 100 % (Referenz) |
| Ryzen 5 7500X3D | AM5 / DDR5 | +8 bis 9 % |
| Ryzen 7 7800X3D | AM5 / DDR5 | +20 bis 24 % |
| Ryzen 7 9800X3D | AM5 / DDR5 | +30 bis 37 % |
Der Ryzen 7 9800X3D erreicht gegenüber dem älteren 5800X3D durchschnittlich bis zu 37 Prozent mehr Gaming-Leistung.
Gleichzeitig zeigt der Vergleich, dass AM4 weiterhin konkurrenzfähig sein kann. Der Ryzen 5 7500X3D liegt trotz DDR5 und neuerer Architektur nur etwa 8 bis 9 Prozent vor dem 5800X3D.
Wer bereits einen Ryzen 7 5700X3D oder 5800X3D besitzt, muss deshalb nicht zwangsläufig auf AM5 wechseln. Gerade bei den aktuellen DDR5-Preisen kann es wirtschaftlicher sein, die vorhandene Plattform weiterzuverwenden.
Welche Prozessoren sich bei einem Neukauf lohnen, zeigen wir in unserer Gaming-CPU-Kaufberatung 2026.
Welcher RAM lohnt sich für AMD und Intel?
Nicht jede Plattform profitiert gleichermaßen von hohen RAM-Geschwindigkeiten. Entscheidend sind neben dem Takt auch die Speichertimings und der verwendete Speichercontroller.

DDR5-6000 bleibt für AMD Ryzen eine gute Wahl
Für AMD Ryzen 7000 und 9000 gehört DDR5-6000 CL30 weiterhin zu den sinnvollsten Konfigurationen.
Bei dieser Geschwindigkeit können Speichertakt und Speichercontroller häufig im günstigen 1:1-Verhältnis arbeiten. DDR5-6400 kann ebenfalls Vorteile liefern, sofern CPU und Mainboard den Takt stabil unterstützen.
Besonders bei Ryzen-X3D-Prozessoren ist der Aufpreis für extrem schnellen RAM oft kaum gerechtfertigt. Der große 3D V-Cache reduziert in vielen Spielen die Abhängigkeit von der Speicherleistung.
Intel Core Ultra: Höhere Taktraten möglich
Bei Intel Core Ultra 200S sind DDR5-6400 bis DDR5-7200 interessante Konfigurationen.
Über Intel 200S Boost lassen sich auf geeigneten Systemen auch Profile bis DDR5-8000 nutzen. Voraussetzung sind ein kompatibles Z890-Mainboard und passender Arbeitsspeicher. Eine garantierte Stabilität jeder beliebigen DDR5-8000-Konfiguration bedeutet das allerdings nicht.
Angesichts der aktuellen RAM-Preise lohnt sich der hohe Aufpreis für solche Enthusiasten-Kits beim Gaming nur selten.
Wie du Intel XMP aktivierst und deinen Arbeitsspeicher richtig einstellst, erklären wir in unserem Intel-XMP-Guide.
AMD EXPO ULL und CUDIMM: Was gibt es 2026 Neues?
Mit AMD EXPO Ultra Low Latency (ULL) hat AMD 2026 eine Erweiterung seines EXPO-Standards vorgestellt.
Zertifizierte DDR5-Kits nutzen optimierte Speichertimings, um die Latenzen auf Ryzen-Systemen zu reduzieren. AMD nennt auf Basis eigener Messungen durchschnittlich rund 4 Prozent mehr FPS gegenüber herkömmlichen EXPO-Profilen.
Ob sich das lohnt, hängt allerdings vom Spiel und vor allem vom Preis ab. Wer bereits DDR5-6000 CL30 besitzt, muss wegen EXPO ULL nicht zwangsläufig neuen Arbeitsspeicher kaufen.
Alle Details findest du in unserem Beitrag zu AMD EXPO ULL.
Auch CUDIMM bleibt relevant. Diese DDR5-Module besitzen einen zusätzlichen Taktgeber, der höhere Speichergeschwindigkeiten erleichtern kann. Besonders für Intel-Systeme mit sehr hohen RAM-Taktraten ist das interessant.
Für einen normalen Gaming-PC bleibt ein klassisches DDR5-Dual-Kit allerdings meist die wirtschaftlichere Wahl.
16 GB, 32 GB oder 64 GB: Wie viel RAM brauchst du 2026?
Bei den aktuellen RAM-Preisen solltest du nicht mehr Arbeitsspeicher kaufen, als dein Gaming-PC tatsächlich benötigt.
- 16 GB RAM: Für viele E-Sports-Spiele und ältere Gaming-PCs weiterhin ausreichend.
- 32 GB RAM: Der beste Kompromiss für moderne AAA-Spiele, Multitasking und Gaming mit Hintergrundprogrammen.
- 48 oder 64 GB RAM: Vor allem für große Modpacks, Simulationen, Content Creation und speicherintensive Anwendungen sinnvoll.
Für die meisten neuen Gaming-PCs empfehlen wir weiterhin 32 GB RAM als Dual-Kit mit zwei 16-GB-Modulen.
Zwei Speicherriegel sind bei hohen DDR5-Taktraten häufig einfacher stabil zu betreiben als vier. Besonders bei AM5 kann eine Vollbestückung die erreichbare Speichergeschwindigkeit einschränken.
Weitere Benchmarkvergleiche verschiedener RAM-Geschwindigkeiten findest du in unserem Beitrag Was bringt schneller RAM wirklich?.
Die besten DDR4- und DDR5-RAM-Kits 2026 bei Caseking
Durch die Speicherkrise hat sich das Preis-Leistungs-Verhältnis vieler RAM-Kits deutlich verschoben. Deshalb lohnt sich aktuell nicht automatisch das schnellste Modell.
Die folgenden Kits waren am 02.11.2026 bei Caseking als lagernd gelistet.
| RAM-Kit | Kapazität / Takt | Preis | Empfehlung |
| ADATA XPG Gammix D35 | 32 GB DDR4-3200 CL16 | 332,31 € | Upgrade für bestehende DDR4-PCs |
| KLEVV URBANE V RGB | 32 GB DDR5-6000 CL30 | 558,36 € | Allrounder für AMD und Intel |
| KLEVV CRAS V RGB | 32 GB DDR5-6400 CL30 | 604,39 € | Schneller RAM für kompatible Systeme |
| KLEVV BOLT V | 64 GB DDR5-6000 CL30 | 1.125,92 € | Für speicherintensive Anwendungen |
DDR4 oder DDR5: Welches Kit würden wir kaufen?
Für einen bestehenden AM4- oder Intel-LGA1700-PC kann das ADATA XPG Gammix D35 eine sinnvolle Aufrüstung sein. Mit rund 332 Euro ist auch dieses DDR4-Kit inzwischen teuer. Du sparst allerdings die Kosten für einen vollständigen Plattformwechsel.
Für moderne Gaming-PCs bietet das KLEVV URBANE V RGB mit DDR5-6000 CL30 eine ausgewogene Kombination aus Takt, Latenz und Kapazität.
Das DDR5-Kit kostet rund 226 Euro mehr als das aufgeführte DDR4-Modell. Dieser Aufpreis zeigt, warum ein Upgrade allein wegen zusätzlicher FPS aktuell nicht immer sinnvoll ist.
Wer mehr Leistung möchte, bekommt mit dem KLEVV CRAS V RGB DDR5-6400 CL30 für rund 46 Euro Aufpreis eine schnellere Alternative.
64 GB DDR5 für über 1.100 Euro würden wir dagegen nur empfehlen, wenn die zusätzliche Speicherkapazität tatsächlich benötigt wird.
FAQ: Häufige Fragen zu DDR4 vs DDR5
Fazit: DDR5 ist schneller, aber DDR4 bleibt 2026 relevant
DDR5 liefert 2026 die höhere Gaming-Leistung und ist für aktuelle AMD- und Intel-Plattformen unverzichtbar. Trotzdem können gut abgestimmte DDR4-Systeme weiterhin hervorragende Gaming-FPS erreichen.
Gerade die hohen RAM-Preise machen einen vollständigen Plattformwechsel derzeit teuer.
Wer bereits einen leistungsfähigen DDR4-PC besitzt, sollte deshalb nur bei tatsächlichem Bedarf aufrüsten. Für neue Gaming-PCs empfehlen wir weiterhin 32 GB DDR5-6000 CL30, während besonders teure High-End-Kits nur selten einen entsprechenden Gaming-Vorteil bieten.
Du suchst passenden Arbeitsspeicher? Entdecke unseren DDR4-RAM und DDR5-Arbeitsspeicher bei Caseking und finde das passende Kit für deinen Gaming-PC.


