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Mit FSR 4 bringt AMD erstmals echtes KI-Upscaling auf Radeon-Grafikkarten – und liefert damit die wohl spannendste Antwort auf NVIDIAs DLSS-Offensive. Das neue Machine-Learning-Modell sorgt für schärfere Texturen, flüssigere Bewegungen und mehr FPS, ohne das Spielgefühl zu verwässern.
Wenn du wissen willst, wie AMD den Spagat zwischen Offenheit, Performance und Präzision schafft – und was das für dich in der Praxis beim Zocken bedeutet – findest du hier alle wichtigen Neuerungen im Überblick.

Während Konkurrent NVIDIA mit DLSS 4 bereits auf KI-Transformer setzt, kontert AMD mit einer offenen, plattformübergreifenden Lösung, die Entwicklern mehr Flexibilität gibt. Und das Beste: FSR 4 bleibt hardwareunabhängig – funktioniert also (je nach Spiel) nicht nur auf Radeon-Grafikkarten, sondern auch auf GPUs von NVIDIA oder Intel.
Die Neuerungen von AMD FSR 4 im Überblick
- ML-Upscaler: Upscaling auf Basis von Machine-Learning statt rein analytischer Filter – sichtbar schärfere Details und weniger Flimmern.
- Analytische Frame-Generation: Zusätzliche Zwischenbilder ohne komplettes Rendern; verbessert flüssige Spielwahrnehmung bei hoher Auflösung.
- Wachsender Spiele-Support: Dutzende Titel unterstützen FSR 4 bereits – darunter AAA-Games; die Liste wächst kontinuierlich.
ML-Upscaling – Upscaling mit Köpfchen
Das Herzstück von FSR 4 ist der Machine-Learning-Upscaler, den AMD erstmals im FidelityFX SDK 2 integriert. Während frühere Versionen (FSR 1–3) noch auf klassische, mathematische Verfahren gesetzt haben, nutzt FSR 4 jetzt ein trainiertes neuronales Netz, das Bewegung, Texturen und Tiefeninformationen besser versteht.
Dadurch werden Kanten glatter, Details stabiler, und störendes Ghosting in Bewegungsszenen deutlich reduziert. Laut AMD wurde das Modell auf AMD Instinct-GPUs trainiert – also auf denselben Beschleunigern, die auch in Rechenzentren KI-Modelle betreiben.

In der Praxis heißt das: Selbst feine Strukturen wie Blätter, Schriftzüge oder Partikeleffekte bleiben klar, ohne das typische Flimmern früherer Upscaler.
Analytische Frame-Generation – Mehr FPS ohne Flaschenhals
Mit FSR 4 führt AMD außerdem eine überarbeitete Frame-Generation ein, die ähnlich wie bei DLSS zusätzliche Zwischenbilder erzeugt, um die Bildrate zu erhöhen.
Der Trick: Zwischen zwei real gerenderten Frames wird ein synthetisches Bild eingefügt, das auf Bewegungsvektoren und Szenenanalysen basiert. Dadurch verdoppelt sich die Framerate in vielen Fällen – ohne dass die GPU jeden Frame komplett berechnen muss.
Das Ergebnis ist ein deutlich flüssigeres Spielerlebnis bei gleichzeitig geringerer Systemlast. AMD betont, dass das neue Verfahren unabhängig von proprietärer Hardware ist – ein wichtiger Unterschied zu NVIDIAs Ansatz.

Besserer Spiele-Support und neues Software Development Kit
FSR 4 ist Teil des FidelityFX SDK v2, das Entwicklern eine moderne, modulare API zur Verfügung stellt. Dadurch lassen sich die neuen Upscaling- und Frame-Generation-Techniken schneller in Spiele integrieren – egal ob in Unreal Engine 5, Unity oder proprietären Engines.
Bereits jetzt sind laut AMD über 80 Spiele mit FSR 4 kompatibel, Tendenz steigend. AMD arbeitet zudem eng mit Studios zusammen, um FSR 4 direkt in künftige AAA-Titel zu bringen.

Wie funktioniert FSR 4 – Was macht es besser im Vergleich zum Vorgänger?
Kurz gesagt: FSR berechnet weniger, zeigt aber mehr. Das Spiel rendert intern in einer niedrigeren Auflösung (z. B. 1440p statt 4K), und FSR rechnet dieses Bild mithilfe von KI wieder hoch – inklusive Schärfe- und Detailkorrekturen.
Der Clou an FSR 4 ist, dass die KI nicht nur ein einzelnes Bild betrachtet, sondern gleich mehrere Frames, um Bewegungen besser zu verstehen. Dadurch erkennt das Modell, welche Bereiche stabil bleiben sollen und wo schnelle Änderungen passieren – ideal für actionreiche Szenen.
Das sorgt für weniger Artefakte, schärfere Texturen und insgesamt eine ruhigere Bilddarstellung. In Kombination mit der neuen Frame-Generation ergibt sich ein satter Leistungsschub – und das bei minimalem Eingabeverzug.
Die FSR-4-Quality-Modi im Überblick
Wie schon bei früheren Versionen bietet FSR 4 verschiedene Qualitätsstufen, um das Verhältnis zwischen Schärfe, Detailtreue und Performance individuell anzupassen. Neu ist: Die Modi funktionieren ohne reaktive oder Transparenz-Masken, was die Integration für Entwickler einfacher und stabiler macht.

Radeon Anti-Lag 2 – flüssiges Gameplay trotz Upscaling
Ein höherer Detailgrad und zusätzliche Frames sind zwar großartig für die Optik, können aber eine kleine Schattenseite haben: Eingabelatenz. Gerade bei schnellen Shootern oder kompetitiven Spielen zählt jede Millisekunde zwischen Mausklick und sichtbarer Aktion auf dem Bildschirm. Genau hier greift AMDs Radeon Anti-Lag 2 ein.
Während die erste Generation rein treiberbasiert arbeitete und CPU- sowie GPU-Aufgaben besser aufeinander abstimmte, geht Anti-Lag 2 noch einen entscheidenden Schritt weiter: Der Eingriff findet direkt im Spiel statt – also dort, wo Eingaben wie Mausbewegungen oder Tastendrücke verarbeitet werden.
Statt einfach nur das CPU-GPU-Timing zu verzögern, setzt Anti-Lag 2 den „Pufferpunkt“ vor der Eingabeerfassung. Dadurch werden Spiel-Logik und Render-Pipeline optimal synchronisiert, sodass das Bild auf dem Monitor spürbar schneller auf deine Aktionen reagiert.
Das Ergebnis ist eine signifikant geringere End-to-End-Latenz – also weniger Zeit zwischen deiner Eingabe und dem Moment, in dem die Bildänderung tatsächlich auf dem Bildschirm erscheint.
Voraussetzung ist, dass der Entwickler das Anti-Lag 2 SDK integriert. Viele moderne Titel, vor allem im E-Sport-Bereich, tun das bereits.
Welche Grafikkarten unterstützen AMD FSR?
Um alle Features von FidelityFX Super Resolution 4 – also Machine-Learning-Upscaling und Frame-Generation – zu nutzen, benötigst du aktuell eine Radeon RX 9000-Grafikkarte auf RDNA 4-Basis. Diese bietet volle Unterstützung und ist bereits auf kommende Updates wie FSR 4 Redstone ausgelegt.
AMD bleibt sich mit FSR dennoch treu: Die Technologie ist plattformoffen und funktioniert – je nach Generation – auch auf älteren GPUs, allerdings mit eingeschränktem Funktionsumfang.
Inoffiziell berichten Nutzer zudem, dass sich FSR 4 über Tools und Modifikationen bereits auf RX 7000-GPUs (RDNA 3) aktivieren lässt. Das ist zwar nicht offiziell unterstützt, zeigt aber, wie offen die Community mit der Technologie experimentiert. Mehr dazu findest du auch in unserem Blogbeitrag Leak: FSR 4 auf RX 7000 und 6000 Grafikkarten.

Quelle: AMD
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Welche Spiele unterstützen AMD FSR 4?
Schon seit dem Launch gibt es zahlreiche Titel, die FSR 4 oder dessen Vorgänger 3.1 unterstützen – und es werden stetig mehr. Laut PC Games Hardware umfasst die aktuelle Liste über 80 Spiele, die FSR-Technologie aktiv einsetzen, darunter mehrere AAA-Titel.
Besonders spannend: Viele Studios integrieren FSR 4 direkt über das neue FidelityFX SDK 2, was die Portierung auf verschiedene Plattformen stark vereinfacht – darunter auch Linux und Konsolen.
| Spieltitel | FSR-Version | Status | Engine |
| Cyberpunk 2077 | FSR 4 | Aktiv | REDengine |
| Avatar: Frontiers of Pandora | FSR 4 | Aktiv | Snowdrop |
| Forspoken | FSR 4 | Aktiv | Luminous Engine |
| Immortals of Aveum | FSR 4 | Aktiv | Unreal Engine 5 |
| Lies of P | FSR 4 | Aktiv | Unreal Engine 4 |
| Alan Wake 2 | FSR 4 | Aktiv | Northlight |
| The Last of Us Part I | FSR 4 | Aktiv | Naughty Dog Engine |
Die vollständige Liste mit allen aktuell unterstützten Spielen findest du direkt auf AMDs offizieller FSR-Kompatibilitätsseite.
Was plant AMD in Bezug auf Upscaling für die Zukunft?
Die Zukunft von AMD FSR klingt vielversprechend – und hört auf den Codenamen „Redstone“. AMD hat bereits angekündigt, dass mit diesem großen Update die FSR-Technologie nochmals deutlich erweitert werden soll. Das Update soll laut AMD FSR noch stärker mit KI-Rendering verknüpfen und den Weg für realistische Lichtsimulationen frei machen.
Neural Radiance Caching – realistischere Beleuchtung mit KI
Kernstück von Redstone ist das neue Neural Radiance Caching (NRC). Dabei handelt es sich um ein neuronales Netz, das Lichtinformationen in 3D-Szenen effizienter berechnet und speichert. Statt jeden Lichtstrahl vollständig zu verfolgen, analysiert das System nur zentrale Punkte – etwa Material, Position und Richtung – und rekonstruiert die Lichtverteilung intelligent.
Das Ergebnis: realistischere Reflexionen und weichere Lichtverläufe bei gleichzeitig höherer Performance, besonders in Raytracing- und Pathtracing-Szenen. AMD demonstriert das Feature bereits eindrucksvoll in seiner Toyshop-Techdemo.
Ray Regeneration – weniger Rauschen, mehr Klarheit
Als zweites Highlight führt AMD mit Redstone die sogenannte Ray Regeneration ein – eine neue KI-basierte Technik, die das bisherige Denoising ablösen könnte. Anstatt unvollständige Lichtstrahldaten mit festen Filtern zu glätten, rekonstruiert die KI fehlende Strahleninformationen selbstständig.
Das reduziert das typische Rauschen bei komplexen Beleuchtungseffekten deutlich und sorgt für ein stabileres, klareres Raytracing-Ergebnis – insbesondere bei niedrigeren Auflösungen oder weniger Samples pro Pixel.
ML-Frame-Generation – synthetische Bilder mit neuronaler Präzision
Auch die Frame-Generation wird mit Redstone komplett überarbeitet. Während FSR 4 auf analytische Bewegungsvektoren setzte, soll das kommende Update ein trainiertes Machine-Learning-Modell einsetzen, das Zwischenbilder intelligenter berechnet. Dadurch entstehen flüssigere Bewegungen und weniger Artefakte, vor allem bei schnellen Szenen oder dynamischen Kameraschwenks.

Redstone könnte damit das Update werden, das FSR endgültig von einer optionalen Upscaling-Technik zu einem zentralen Bestandteil moderner Spiele-Engines macht.
FSR 4 ist zudem komplett Open Source über GPUOpen verfügbar, was Entwicklern und Moddern gleichermaßen zugutekommt – und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Technologie schnell in viele Spiele Einzug hält.
FSR 4 – Der Beginn einer neuen Ära für AMD-Upscaling
AMD hat mit FidelityFX Super Resolution 4 einen gewaltigen Schritt gemacht – technisch, aber auch strategisch. Das neue Machine-Learning-Upscaling liefert eine deutlich verbesserte Bildqualität, während die überarbeitete Frame-Generation für flüssigere Bewegungen sorgt.
Im Vergleich zu FSR 3 ist die Verbesserung klar sichtbar: feinere Details, weniger Flimmern, stabilere Bewegungen. Und im Vergleich zu NVIDIAs DLSS bleibt FSR 4 weiterhin der offene Ansatz – ein Pluspunkt für alle, die gerne selbst entscheiden, welche Hardware sie nutzen.
Noch ist FSR 4 vor allem auf RDNA 4 optimiert, doch mit dem kommenden Redstone-Update könnte AMD die Technologie für Millionen weiterer GPUs öffnen. Kurz gesagt: FSR 4 ist nicht einfach ein Update – es ist AMDs Eintritt in die Ära des echten KI-Upscaling.
Wer heute schon das Maximum aus seiner Hardware herausholen will, hat mit einer Radeon RX 9000 Serie die beste Ausgangsbasis. Und wer noch ein bisschen Geduld hat, darf sich auf das freuen, was mit Redstone kommt – vielleicht der Moment, in dem Upscaling endgültig den Sprung vom „Feature“ zur Selbstverständlichkeit schafft.
Schreib uns in die Kommentare, welche Erfahrungen du mit AMD FSR gemacht hast – oder ob du eher Team NVIDIA DLSS bist.


