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Blog Beitragsbild - RDNA 5 Specs

Wenn die aktuellen Gerüchte stimmen, plant AMD mit RDNA 5 einen echten Frontalangriff auf Nvidias High-End-Grafikkarten. Bis zu 96 Compute Units, 36 GB GDDR7-Speicher und ein 384-Bit-Interface könnten Radeon-GPUs erstmals seit Jahren wieder ganz oben mitspielen lassen. 



Doch die angeblich vollständige Spec-Liste ist mit Vorsicht zu genießen. Einige Angaben wirken erstaunlich konkret, andere passen kaum zu einer klassischen Desktop-Grafikkarte. 

In diesem Beitrag prüfen wir, welche AMD RDNA 5 Specs realistisch sind – und an welchen Stellen aus einem Leak vor allem Wunschdenken wird. 

High-End-Grafikkarte mit rot beleuchteten Triple-Fans in dramatischer Studioausleuchtung

Wann erscheinen die AMD-RDNA-5-Grafikkarten?

Mit einem Release der neuen Radeon-Generation ist nach aktuellem Stand nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2027 zu rechnen. Einzelne Boardpartner halten sogar eine Veröffentlichung Ende 2027 oder Anfang 2028 für möglich. 

AMD selbst hat bislang weder einen Erscheinungstermin noch die Bezeichnung RDNA 5 oder eine Radeon-RX-10000-Serie offiziell angekündigt.

Die Gründe für den späten Marktstart liegen höchstwahrscheinlich an den hohen Speicherpreisen, begrenzten Fertigungskapazitäten und der starken Nachfrage nach Hardware für KI-Beschleuniger. 

Besonders eine Grafikkarte mit bis zu 36 GB schnellem GDDR7-Speicher wäre aktuell entsprechend teuer in der Produktion. Bis zum Release kann sich bei den Modellnamen und technischen Daten daher noch einiges ändern.

Die vermeintlichen AMD RDNA 5 Specs im Überblick:

Die neue Gerüchtetabelle beschreibt vier Grafikkarten, die angeblich als Radeon RX 10050 XT, RX 10060 XT, RX 10070 XT und RX 10090 XT erscheinen sollen. 

Den GPUs werden die Chipvarianten AT4, AT3, AT2 und AT0 zugeordnet, die zur intern als „Alpha Trion“ bezeichneten Produktfamilie gehören sollen.

Grafikkarte*GPUCompute UnitsTaktGrafikspeicherSpeicherinterfaceBandbreitePreis*
Radeon RX 10050 XTAT424 CUs3,5 GHz12–16 GB LPDDR5X128 Bit160 GB/s300–350 US-Dollar
Radeon RX 10060 XTAT348 CUs3,4 GHz16–24 GB LPDDR5X256 Bit320 GB/s450–550 US-Dollar
Radeon RX 10070 XTAT268 CUs3,2 GHz16–24 GB GDDR7192 Bit864 GB/s700–800 US-Dollar
Radeon RX 10090 XTAT096 CUs3,0 GHz24–36 GB GDDR7384 Bit1.728 GB/s1.000–1.200 US-Dollar

*Alle Modellnamen, Spezifikationen und Preise sind unbestätigt. Bei den Preisen handelt es sich um Schätzungen vor Steuern.

Vor allem die Radeon RX 10090 XT würde sich deutlich von AMDs aktueller Generation absetzen. Ein 384-Bit-Interface in Verbindung mit schnellem GDDR7-Speicher könnte eine Bandbreite von rund 1,7 TB/s ermöglichen. 

Zum Vergleich: Die Radeon RX 9070 XT besitzt ein 256-Bit-Interface und verwendet weiterhin GDDR6.

Auch die kleineren Modelle wären mit mindestens 12 GB Grafikspeicher grundsätzlich interessant. Ausgerechnet bei ihnen enthält die Tabelle jedoch ihre größte Schwachstelle.

Warum sind die angeblichen RX-10000-Spezifikationen zweifelhaft?

Die detaillierte Auflistung erweckt zunächst den Eindruck, als stamme sie aus einer internen AMD-Präsentation. Tatsächlich lässt sich die Tabelle aber nicht auf ein solches Dokument zurückführen.

Die Tabelle vermischt Leaks mit eigenen Schätzungen

Ursprung der Modellliste ist ein Forenbeitrag. Dessen Verfasser verweist lediglich auf frühere Aussagen der Hardware-Insider Kepler und MLiD, ohne eine neue Primärquelle oder interne Unterlagen vorzulegen.

Die Tabelle ist deshalb eher als Spekulation auf Basis bisheriger Gerüchte zu verstehen – nicht als vollständiger Leak der finalen AMD RDNA 5 Specs.

LPDDR5X wäre auf einer Desktop-Grafikkarte ungewöhnlich

Besonders fragwürdig ist der angebliche LPDDR5X-Speicher der Radeon RX 10050 XT und RX 10060 XT. Dieser Speichertyp kommt vor allem in Notebooks, Smartphones und anderen energieeffizienten Geräten zum Einsatz. Auf klassischen Desktop-Grafikkarten wird stattdessen üblicherweise GDDR-Speicher verwendet.

LPDDR5X müsste sehr wahrscheinlich direkt auf der Platine verlötet werden. Das könnte zwar beim Energieverbrauch helfen, würde das PCB-Design und die Speicheranbindung einer Desktop-Grafikkarte aber deutlich verändern.

Für mobile GPUs oder integrierte Grafiklösungen wäre LPDDR5X wesentlich plausibler. Dass AMD zwei reguläre Desktop-Modelle damit ausstattet, ist zwar technisch nicht ausgeschlossen, bislang aber nicht überzeugend belegt.

Modellnamen und Preise wirken zu präzise

Auch Bezeichnungen wie Radeon RX 10090 XT oder RX 10050 XT sind bislang nicht bestätigt. AMD könnte nach der Radeon-RX-9000-Serie zwar auf eine fünfstellige Nummerierung wechseln, ebenso wäre jedoch ein komplett neues Namensschema möglich.

Noch unsicherer sind die genannten Verkaufspreise. Bis zum möglichen Release liegen noch mindestens zwölf Monate vor AMD. Wechselkurse, Speicherpreise, Konkurrenzprodukte und die Verfügbarkeit der Chips können sich bis dahin stark verändern. Konkrete Preisbereiche sind zu diesem Zeitpunkt daher kaum belastbar.

Welche RDNA-5-Spezifikationen gelten als plausibel?

Auch wenn die neue Modellliste mit Vorsicht zu behandeln ist, tauchen einige technische Eckdaten bereits seit längerer Zeit in voneinander unabhängigen Gerüchten auf.

MerkmalAktueller Gerüchtestand
ArchitekturbezeichnungRDNA 5, UDNA oder GFX13
Fertigungvermutlich TSMC N3P
Flaggschiffmöglicherweise bis zu 96 Compute Units
Speicherinterfacebis zu 384 Bit
Grafikspeichervermutlich GDDR7 bei größeren Desktop-GPUs
Speicherausbaumehr als 16 GB beim Flaggschiff wahrscheinlich
ChipvariantenAT0 bis AT4 im Gespräch
Marktstartzweite Jahreshälfte 2027 oder später

Besonders häufig genannt wird eine große GPU mit 96 Compute Units und einem 384 Bit breiten Speicherinterface. Unterhalb dieses Chips unterscheiden sich die bisher veröffentlichten Angaben jedoch erheblich. 

Einige Gerüchte nennen Varianten mit 64 und 32 Compute Units, andere sprechen von 40, 24 und 12 CUs.

Hinzu kommt eine mögliche Überarbeitung der Compute Unit selbst. Angeblich könnte AMD die Anzahl der Shader-Einheiten pro CU gegenüber RDNA 4 verdoppeln. Dadurch wären reine CU-Vergleiche zwischen den Generationen nur eingeschränkt aussagekräftig. 

Ob AMD diese Änderung tatsächlich umsetzt oder lediglich die interne Zählweise verändert wird, ist derzeit offen.

Der Name GFX13 ist dagegen bereits in AMDs Softwareentwicklung aufgetaucht. Solche frühen Anpassungen an Compiler und Betriebssysteme sind vor einem GPU-Launch üblich, verraten aber noch keine finalen Produktdaten.

Was ändert AMD an der RDNA-5-Architektur?

AMD hat noch keine konkrete RDNA-5-Grafikkarte vorgestellt. Gemeinsam mit Sony wurden jedoch drei Technologien gezeigt, die für zukünftige Grafikchips entwickelt werden: Neural Arrays, Radiance Cores und Universal Compression.

TechnologieAufgabe
Neural ArraysMehrere Compute Units arbeiten gemeinsam an Machine-Learning-Aufgaben
Radiance CoresDedizierte Hardware für Raytracing und Pathtracing
Universal CompressionKomprimiert unterschiedliche GPU-Daten und reduziert die benötigte Speicherbandbreite

Neural Arrays sollen größere Machine-Learning-Modelle effizienter über mehrere Compute Units verteilen. Davon könnten zukünftige Upscaling-Verfahren, Frame Generation und neuronale Rendering-Techniken profitieren.

Radiance Cores übernehmen Berechnungen für die Verfolgung von Lichtstrahlen. Die klassischen Shader können sich dadurch stärker auf die eigentliche Darstellung der Szene konzentrieren. Gerade beim Pathtracing könnte AMD damit einen deutlich größeren Schritt als bei bisherigen RDNA-Generationen machen.

Universal Compression soll nicht nur bestimmte Textur- oder Farbdaten, sondern möglichst viele Datenströme innerhalb der GPU komprimieren. Dadurch steigt die effektiv nutzbare Speicherbandbreite, ohne dass AMD das Speicherinterface beliebig verbreitern muss.

Die Technologien existieren nach offiziellen Angaben bislang jedoch nur in Simulationen. Dass sie in kommenden Radeon-Grafikkarten eingesetzt werden, liegt nahe – AMD hat sie aber noch keiner bestimmten Architektur oder Produktserie verbindlich zugeordnet.

Wie schnell könnten Radeon RX 10090 XT und RX 10070 XT werden?

Die spekulative Modellliste sieht die angebliche Radeon RX 10090 XT bei ungefähr 90 Prozent der Rasterleistung einer GeForce RTX 5090. Die Radeon RX 10070 XT soll ungefähr das Niveau einer GeForce RTX 5080 erreichen.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um Benchmark-Ergebnisse. Die Werte wurden auf Basis angenommener Taktraten, Compute Units und Architekturverbesserungen hochgerechnet. Finale Treiber, Leistungsaufnahme, Cache-Aufbau und die tatsächliche Shader-Struktur sind unbekannt.

Frühere Gerüchte rechnen mit etwa 10 bis 20 Prozent mehr Rasterleistung pro Compute Unit sowie einer deutlich größeren Verbesserung beim Raytracing und bei KI-Berechnungen. Durch die höhere Anzahl an Recheneinheiten könnte das Flaggschiff insgesamt dennoch einen großen Sprung gegenüber der Radeon RX 9070 XT machen.

Eine direkte Attacke auf die schnellste RTX-GPU erscheint derzeit trotzdem weniger wahrscheinlich. Plausibler ist, dass AMD mit dem größten RDNA-5-Chip wieder die obere High-End-Klasse angreift und sich an NVIDIAs nächster 80er-Grafikkarte orientiert.

Was bedeuten die AMD RDNA 5 Specs für Gamer?

Die wiederkehrenden Gerüchte sprechen dafür, dass AMD bei RDNA 5 nicht erneut ausschließlich die Mittelklasse bedienen möchte. Ein 384-Bit-Interface, mehr als 24 GB Grafikspeicher und bis zu 96 Compute Units würden deutlich über der aktuellen Radeon RX 9070 XT liegen.

Noch wichtiger könnte der Umbau beim Raytracing und Machine Learning werden. Mehr Rasterleistung allein reicht bei modernen High-End-GPUs kaum noch aus. Upscaling, Frame Generation, Ray Reconstruction und Pathtracing bestimmen zunehmend, wie gut eine Grafikkarte in aktuellen AAA-Spielen abschneidet.

Ob AMD diese technischen Ziele zu einem attraktiven Preis erreicht, bleibt offen. Gerade der große Speicherausbau könnte das Flaggschiff deutlich teurer machen als bisherige Radeon-Grafikkarten.

AMD macht mit RDNA 5 ein High-End-Comeback.

AMD arbeitet mit RDNA 5 an neuen Lösungen für Raytracing, Machine Learning und Speicherkompression – genau in den Bereichen, in denen Radeon-Grafikkarten bisher den größten Rückstand aufweisen.

Die vermeintlich vollständige Modellliste sollte dennoch nicht als fertiges Line-up verstanden werden. Vor allem die exakten Taktraten, Preise, Modellnamen und der Einsatz von LPDDR5X wirken aktuell zu spekulativ.

Bis AMD seine neuen Grafikkarten offiziell präsentiert, dürfte noch einige Zeit vergehen. 

Welche Ausstattung würdest du dir für das RDNA-5-Flaggschiff wünschen – möglichst viel Leistung oder lieber einen bezahlbaren Preis? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!

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