Caseking ShopKontaktnoblechairsCaseking B2B
Blog Beitragsbild - mVolt+ Tool

mVolt+ 0.36 verschiebt die Grenzen beim Overclocking von Nvidias GeForce-RTX-50-Serie deutlich. Das Windows-Tool greift auf Tuning-Parameter der Blackwell-GPUs zu, die herkömmliche OC-Programme wie Afterburner normalerweise nicht freigeben.



Das Ergebnis kann extrem ausfallen: Eine wassergekühlte GeForce RTX 5080 hat in einem ersten Nutzertest mehr als 680 Watt aufgenommen – ohne Shunt-Mod oder andere Veränderungen an der Platine.

Was für Extreme-Overclocker spannend klingt, birgt allerdings ein enormes Risiko. Wer die vorgesehenen Leistungs- und Schutzgrenzen seiner Grafikkarte weit überschreitet, kann GPU, Spannungsversorgung oder Stromanschluss dauerhaft beschädigen.

mVolt+ 0.36 ist seit dem 21. August 2026 verfügbar

Entwickler b00nz hat mVolt+ 0.36 am 21. August 2026 veröffentlicht. Aktuell führt der Entwickler Version 0.36 als stabile Version des kostenlosen Windows-Tools.

mVolt+ richtet sich speziell an Nvidias Blackwell-GPUs und ermöglicht wesentlich tiefere Eingriffe als klassische GPU-OC-Programme.

Wichtig zur Kompatibilität: Offiziell getestet wurde mVolt+ bislang auf der GeForce RTX 5090, RTX 5080 und RTX 5070 Ti. Auch auf anderen Blackwell-GPUs können Funktionen verfügbar sein, bestätigt ist das jedoch nicht. Die tatsächliche Unterstützung hängt zusätzlich von GPU, Treiber und VBIOS ab.

Was ist in mVolt+ 0.36 neu?

Version 0.36 erweitert mVolt+ um separate Spannungs-Offsets für Core, XBAR, SYS und Video. Dazu kommen neue Einstellungen für einzelne Core- und Memory-Kanäle.

Auch der zulässige GPU-Taktbereich kann über sogenannte Locked Clocks verändert werden. Die neuen Einstellungen lassen sich außerdem in Profile integrieren und beim Windows-Start automatisch laden.

Zusätzlich kann der Bereich für Spannungs-Offsets erweitert werden. Damit bewegt sich mVolt+ weit über das hinaus, was du von typischen Reglern für GPU-Takt, VRAM-Takt und Power Target kennst.

Wie umgeht mVolt+ das Power-Limit einer RTX-50-Grafikkarte?

Normale Overclocking-Tools bewegen sich grundsätzlich innerhalb der Grenzen, die Treiber und VBIOS einer Grafikkarte freigeben.

Du kannst beispielsweise das Power Target einer RTX 5080 erhöhen – aber nur bis zu dem Punkt, den das jeweilige VBIOS erlaubt.

mVolt+ macht weitere Parameter der Blackwell-Leistungssteuerung zugänglich. Genau dadurch werden Einstellungen möglich, die über das mit klassischen OC-Tools erreichbare Power-Target hinausgehen.

Die physikalischen Grenzen bleiben bestehen

Nur weil die Software eine höhere Leistungsaufnahme ermöglicht, wird die Grafikkarte nicht plötzlich für diese Leistung ausgelegt. Spannungswandler, PCB, Leiterbahnen, Kühlsystem, Stromanschluss und die GPU selbst bleiben unverändert.

Genau deshalb sollte man mVolt+ nicht als simplen Trick verstehen, um „kostenlos“ mehr Leistung aus einer RTX-Grafikkarte herauszuholen.

Was ist ein Shunt-Mod?

Extrem hohe GPU-Power-Limits waren bislang häufig mit Hardware-Modifikationen verbunden. Eine bekannte Methode ist der sogenannte Shunt-Mod. Dabei wird die Strommessung der Grafikkarte direkt auf der Platine beeinflusst.

Die GPU bewertet dadurch ihre Leistungsaufnahme anders und kann höhere Werte zulassen, bevor das normale Power-Limit greift.

mVolt+ benötigt keinen Eingriff an der Platine

Das Besondere an mVolt+ ist deshalb nicht nur die hohe mögliche Leistungsaufnahme.

Die entsprechenden Eingriffe können per Software vorgenommen werden, ohne Widerstände auf der Grafikkarte zu verändern oder andere Arbeiten an der Platine durchzuführen. Das senkt die technische Einstiegshürde für Extreme Overclocking deutlich.

Das Risiko verschwindet dadurch allerdings nicht. Im Gegenteil: Einstellungen, für die bisher tiefere Hardware-Kenntnisse erforderlich waren, sind nun wesentlich leichter erreichbar.

RTX 5080 erreicht mit mVolt+ mehr als 680 Watt

Das bislang spektakulärste Ergebnis stammt von einer wassergekühlten ASUS ROG Astral GeForce RTX 5080 OC. In FurMark hat die Grafikkarte mit mVolt+ mehr als 680 Watt aufgenommen. Ein Shunt-Mod hat die Karte laut Nutzer nicht besessen.

Der Wert sollte allerdings nicht als allgemeines Ergebnis für jede RTX 5080 verstanden werden.

Mehr als 680 Watt sind bislang ein Nutzerergebnis

Der Versuch wurde bisher nicht unabhängig auf demselben System reproduziert. GPU-Modell, Platinenlayout, VBIOS, Treiber, Kühlung und die individuelle GPU können erheblichen Einfluss darauf haben, welche Werte tatsächlich möglich sind.

Entsprechend heißt das nicht, dass du eine beliebige RTX 5080 mit mVolt+ einfach auf 680 Watt setzen kannst.

Auch eine RTX 5090 wurde mit rund 700 Watt getestet

Ein Nutzer einer GeForce RTX 5090 berichtet ebenfalls von extremen Leistungswerten mit mVolt+ 0.36.

Demnach seien rund 700 Watt möglich gewesen. Nvidia gibt für die RTX 5090 regulär 575 Watt Total Graphics Power an. Im Gaming-Betrieb soll die GPU bei etwa 675 Watt zwischen 3,15 und 3,20 GHz erreicht haben. Der XBAR-Takt lag dem Nutzerbericht zufolge bei 2,8 GHz.

Mehr als 200 Watt für wenige zusätzliche FPS

Besonders spannend ist allerdings nicht der maximale Takt, sondern die Effizienz. Gegenüber einem deutlich sparsameren Undervolting-Profil soll das Extremprofil mehr als 200 Watt zusätzliche Leistung benötigt haben.

Der Gewinn lag im besten Fall bei lediglich zehn zusätzlichen Bildern pro Sekunde.

Für Benchmarks kann das entscheidend sein. Für einen Gaming-PC ergibt eine derart schlechte Performance-pro-Watt-Bilanz dagegen kaum Sinn. Der Nutzer selbst soll seine RTX 5090 im Alltag deshalb wieder mit rund 2,7 GHz und ungefähr 350 bis 450 Watt betreiben.

Kann mVolt+ die Grafikkarte beschädigen?

Mehr elektrische Leistung bedeutet nicht automatisch nur mehr GPU‑Takt. Mit steigender Leistungsaufnahme werden gleichzeitig Spannungsversorgung, Leiterbahnen, Stromanschluss, Netzteil und Kühlsystem stärker belastet.

mVolt+ verändert zwar Software-Grenzen. Die elektrische Belastbarkeit der Hardware steigt dadurch jedoch nicht.

680 Watt bringen den 12V-2×6 an seine Grenzen

Besonders interessant wird das bei der gemeldeten RTX 5080 mit 680 Watt Boardpower.

Ein PCIe-Steckplatz kann maximal 75 Watt zur Versorgung beitragen. Rein rechnerisch müssten bei 680 Watt Gesamtaufnahme damit bis zu etwa 605 Watt über den einzelnen 12V-2×6-Anschluss laufen.

Das liegt bereits unmittelbar am vorgesehenen 600-Watt-Bereich des Steckers.

Wie sich die Last bei einem konkreten Grafikkartenmodell tatsächlich verteilt, kann variieren. Die Rechnung zeigt jedoch sehr deutlich, in welchem Belastungsbereich sich solche Experimente bewegen.

Eine kühle GPU bedeutet nicht automatisch eine sichere GPU

Auch eine Wasserkühlung macht diese Leistungsaufnahme nicht automatisch unproblematisch. Die ausgelesene GPU-Temperatur zeigt nur einen Teil der Grafikkarte.

Spannungswandler, Speicher, PCB und insbesondere der Stromanschluss können wesentlich stärker belastet werden, ohne dass die normale GPU-Temperatur sofort Alarm schlägt.

Eine GPU kann also vergleichsweise kühl aussehen, während andere Komponenten bereits an ihren Grenzen arbeiten.

Auch der Entwickler warnt ausdrücklich

Der Entwickler von mVolt+ weist selbst darauf hin, dass GPU-Tuning zu Abstürzen oder Hardware-Schäden führen kann.

Administratorrechte sind für das Tool erforderlich und angewendete Einstellungen können teilweise aktiv bleiben, bis sie verändert werden oder das System neu gestartet wird.

Wer Schutz- und Leistungsgrenzen verändert, sollte deshalb nicht davon ausgehen, dass irgendeine andere Schutzfunktion die Grafikkarte automatisch vor jeder gefährlichen Einstellung bewahrt.

Ist mVolt+ für normales Gaming sinnvoll?

Für einen Gaming-PC eher nicht. Aktuelle High-End-GPUs arbeiten bereits weit oben auf ihrer Spannungs- und Taktkurve. Je näher du an das Maximum kommst, desto mehr Energie kostet häufig jedes zusätzliche Stück Leistung.

Die bisher gemeldeten RTX-5090-Ergebnisse zeigen das ziemlich eindrucksvoll.

Extreme Overclocking jagt andere Ziele

Beim Extreme Overclocking geht es nicht um Effizienz.

Wer einen Benchmark-Rekord erreichen möchte, nimmt auch mehrere hundert Watt zusätzliche Leistungsaufnahme für wenige Prozent mehr Performance in Kauf.

Genau für solche Nutzer ist mVolt+ spannend.

Dass tiefere Eingriffe nun ohne Lötkolben und Shunt-Mod möglich sind, könnte das Extreme Overclocking mit Blackwell-GPUs deutlich verändern.

Für Gaming ist Undervolting oft interessanter

Im normalen Gaming-Betrieb ist häufig die andere Richtung sinnvoller.

Ein sauber abgestimmtes Power Target oder Undervolting kann die Leistungsaufnahme und Temperaturen deutlich reduzieren, während nur wenig oder sogar gar keine spürbare Gaming-Leistung verloren geht.

Die RTX-5090-Ergebnisse mit mVolt+ zeigen genau diesen Gegensatz: Maximale Leistungsaufnahme produziert beeindruckende Zahlen, aber nicht automatisch ein entsprechend besseres Spielerlebnis.

Für wen ist mVolt+ 0.36 gedacht?

mVolt+ ist ein Werkzeug für erfahrene Overclocker, Benchmark-Jäger und Nutzer, die sehr genau wissen, welche Auswirkungen Änderungen an Spannung, Leistungsgrenzen und Taktdomänen haben können.

Für diese Zielgruppe eröffnet das Tool ausgesprochen spannende Möglichkeiten.

Gerade der Zugriff auf zusätzliche Blackwell-Taktdomänen, Spannungs-Offsets und Leistungsparameter geht deutlich über das hinaus, was gewöhnliche GPU-OC-Software ermöglicht.

Für Einsteiger ist das Tool dagegen nicht gedacht. Wer einfach ein paar zusätzliche FPS aus seiner Grafikkarte holen möchte, sollte nicht damit beginnen, Strom- und Spannungsgrenzen weit über die Herstellervorgaben hinaus zu verschieben.

Mehr Leistung gesucht? Die Grafikkarte muss dafür nicht gegrillt werden

mVolt+ 0.36 zeigt eindrucksvoll, wie viel Kontrolle über Blackwell-GPUs per Software möglich ist. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse aber auch, warum Nvidia und die Grafikkartenhersteller Power-Limits überhaupt setzen.

Mehr Leistungsaufnahme bedeutet schließlich nicht automatisch proportional mehr Gaming-Performance – sehr wohl aber mehr Wärme und eine höhere Belastung für die gesamte Grafikkarte.

Wenn dir die Leistung deiner aktuellen GPU nicht mehr ausreicht, findest du bei Caseking eine große Auswahl an GeForce-RTX-Grafikkarten, leistungsstarken Netzteilen und Kühlung für High-End-Gaming-PCs.

Würdest du mVolt+ auf deiner RTX-50-Grafikkarte ausprobieren oder wären dir 600 bis 700 Watt deutlich zu heiß? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!

5 1 vote
Artikelbewertung
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Newest
Oldest Most Voted