AMD Ryzen Pro: Renoir-Prozessoren mit iGPU fürs Home-Office

Hauke R21. Okt, 2020 - 4 min Lesezeit

Man nehme eine Renoir-APU und stecke sie in ein Desktop-Gehäuse. Die für Notebooks konzipierten AMD Ryzen Pro-Prozessoren mit integrierter Vega-Grafikeinheit kombinieren Effizienz mit Leistung. Daher stellen sie eine gute Wahl als Basis für Office-Systeme dar.

Die CPU-Performance entspricht den Desktop-Counterparts, während die integrierte Grafikeinheit das Spielen beliebter Online-Titel ermöglicht. Und das ohne große Abstriche. Dabei bieten die Renoir-APUs zusätzlich RAM-OC bis 3.200 MHz.

Die Prozessoren mit Pro-Technologien verfügen zudem über Features wie AMD Memory Guard, das Echtzeitverschlüsselung des Systemspeichers ermöglicht. Zusätzlich bietet Ryzen Pro Funktionen zur Fernverwaltung.

Unsere Experten vom King Mod-Team haben sich die drei Renoir-APUs direkt geschnappt und zu jeden APUs Business-Systeme zusammengestellt, die ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

AMD Ryzen Pro (Quelle: AMD)

AMD Ryzen 3 PRO 4350G

Die kleinste der drei Ryzen Pro-APUs bietet eine mit dem Ryzen 3 3100 vergleichbare CPU-Rechenleistung. 4 Zen2-Rechenkerne mit 8 Threads takten im Turbo auf bis zu 4.0 GHz. Die Vega6-Grafikeinheit ist bei 1080p vergleichbar mit einer Einsteiger-Grafikkarte und erzielt zum Beispiel bei Valorant durchschnittlich 200 FPS (mittlere Details, Ergebnisse können abweichen, Computerbase).

In unserem Pro Mini hat das King Mod-Team den Ryzen Pro 4350G mit einem Mini-ITX-Mainboard Gigabyte B550I Aorus Pro AX gepaart. Zusammen mit 8 GB Arbeitsspeicher und einer 256 GB großen NVMe-SSD, wurde das kleine Kraftpaket in einem eleganten Chopin-Gehäuse von InWin untergebracht. Für die Kühlung der APU kommt ein Noctua NH-L9a-AM4 CPU-Kühler zum Einsatz!

Pro Mini: Renoir meets Chopin

AMD Ryzen Pro 4650G

Mit 6 Kernen, 12 Threads und einem Turbotakt von 4.2 GHz bildet der AMD Ryzen 5 Pro 4650G die “Mittelklasse” der Renoir-APUs. Die Rechenleistung der Renoir-APU ist mit dem des AMD Ryzen 5 3600 vergleichbar. Die Vega7-iGPU ist etwas stärker als beim Einsteigermodell.

Der King Mod Systems Pro Micro kombiniert die Renoir-APU mit einem Micro-ATX-Mainboard und wird in einem kompakten Kolink-Gehäuse ausgeliefert. Durch den Wechsel auf Micro-ATX kann nicht nur ein größerer CPU-Lüfterverbaut werden. Die zusätzlichen Erweiterungsplätze ermöglichen das Upgraden mit zusätzlichen Erweiterungskarten. Neben einer dedizierten Grafikkarte können hier zum Beispiel Netzwerk/WLAN-Karten oder Capture-Karten zum Streamen verbaut werden.

Pro Micro: Klein, aber Oho

AMD Ryzen 7 PRO 4750G

Im Performancerating für Anwendungen (Computerbase.de) liegt die AMD Ryzen 7 PRO 4750G Renoir-APU fast gleichauf mit einem Ryzen 7 3700X. Beide bieten 8 Kerne und 16 Threads, doch der Desktop-Prozessor kann auf Basis eines höheren Stromverbrauchs den Boost-Takt von 4.4 GHz länger aufrecht erhalten. Und natürlich hat der 4750G noch eine Vega8-iGPU mit an Board.

Das einzige, was dem Pro Maxi zum High-End-Gaming-PC fehlt, ist die dedizierte Grafikkarte. Um den Rechner entsprechend aufrüsten zu können, wurde vom King Mod-Team ein Tower-Gehäuse ausgewählt.

Pro Maxi: Dezent und Erweiterbar

Home-Office & Gaming in Einem

Die hohe Leistung der Ryzen Pro 4000-Serie ist nicht nur für Business-Kunden ein enormer Vorteil. Arbeit von zuhause via Remote-Login mit gleichzeitigem Surfen im Internet kann hohe Ansprüche an die CPU stellen. Die Multi-Thread-Power der AMD Ryzen Pro 4000 APUs (APU = Accelerated Processing Unit) und mithilfe von Ryzen werden unsere Office-Systeme zu kleinen Kraftprotzen.

Einen Beitrag zur Work-Life-Balance bieten unsere Home-Office- und Business-Systeme gleich mit dazu. Dann dank der integrierten Grafikeinheit der Ryzen Pro-APUs kann man mit seinen Kollegen, seinen Freunden oder der Familie auch Online Gamen.

Caseking bietet aber natürlich auch Home-Office-Systeme mit einem Intel Core-Prozessor an. Zum Beispiel bei unseren 24-h-Expresssystemen kann ein solches System gefunden werden.


Noch mehr Leistung durch Übertakten!

Das bereits herausragende Leistungspotential der AMD Pro-Serie kann durch manuelles Übertakten der Renoir-Prozessoren noch weiter erhöht werden. Bei AMDs APUs können CPU und integrierte Grafikeinheit getrennt voneinander Übertaktet werden.

Zum Übertakten (OC, Over Clocking) kann AMDs Ryzen Master-Tool verwendet werden. Einen Überblick über die Software gibt es in unserem kleinen Ratgeber zu dem Thema.

Es ist aber auch möglich, die Renoir-APUs durch “Undervolting” noch effizienter Arbeiten zu lassen – mit entsprechender Einbuße bei der Leistung. Und auch das Feintunen des Arbeitsspeichers ist möglich.

Diese Maßnahmen erhöhen nicht nur die Leistung der Ryzen Pro 4000 Serie, sonders können auch die leistungsabhängige Notwendigkeit zum Austausch der Ryzen Pro-CPUs hinauszögern. Allerdings kann es Notwendig sein, einen größeren CPU-Kühler zu verwenden.

Tests durchgeführt im AMD Leistungslabor zeigen die vom Hersteller ermittelte Performance der AMD-Prozessoren mit Pro Technologie. Externe Benchmarks zeigen zum Beispiel die Performance des 4650G von über 3.400 Punkten im Cinebench R20.

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