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Einer der letzten Schritte beim Bau eines Gaming-PCs ist oft ein Segen, gleichzeitig aber auch ein Fluch: das richtige Verbinden aller Netzteilstecker. Kurz vor dem Vollenden deines Builds stellt sich die Frage: Wie unterscheiden sich die Stecker eigentlich? Und welchen steckt man wo ran?
Welche Netzteilstecker gibt es?
Prinzipiell gibt es sechs Arten von Steckern – eine für die Versorgung deines Mainboards, drei für die Versorgung deiner CPU und Grafikkarte und zwei für die Versorgung von Festplatten und Laufwerken.
Zwischen einigen Arten fällt der Unterschied oft nicht schnell, oder einfach genug auf. Deshalb zeigen wir dir die Besonderheit und den Nutzen aller möglichen Arten:
20+4-Pin-Stecker:
Als größter Netzteilstecker ist der 20+4-Pin-Stecker, oder 24-Pin-Stecker für die Stromversorgung deines Mainboards verantwortlich. Der Stecker liefert alles an Strom, was deine USB-Geräte, PCIe-Karten und deine RAM-Sticks benötigen. Die Anzahl der Pins folgt daraus, dass der Stecker bis zu sechs Spannungen, mehrere Signale, sowie über 300 Watt an Strom liefert.


4+4-Pin-ATX-Stecker:
Neben dem 24-Pin-Stecker wird auch der 4+4- oder 8-Pin-Stecker direkt mit dem Mainboard verbunden. Er sorgt für die Stromversorgung deiner CPU, die direkt über das Mainboard geschieht. Bei High-End-Builds kommen meist zwei 8-Pin-Stecker zum Einsatz.
12VHPWR / 12V-2×6-Stecker:
Der 12VHPWR-Standard ist erst seit einigen Jahren von Bedeutung: Er kommt aktuell nur bei Nvidias RTX-30-, 40- und 50-Grafikkarten sowie bei einigen Custom-Modellen von AMD, wie bei der RX-9000-Serie, zum Einsatz. Als leistungsstärkster Netzteilstecker liefert er über eine einzelne Verbindung bis zu 600 Watt direkt an die Grafikkarte. Mit der neuen Revision, dem 12V-2×6-Stecker, wurden viele Probleme des 12VHPWR-Standards behoben.
Weitere Details, etwa die Unterschiede zwischen 12V-2×6 und 12VHPWR, findest du in unserem Blogbeitrag zum 12VHPWR-Standard!


6+2-Pin-PCIe-Stecker:
Obwohl der Stecker für die Grafikkarten von Nvidia nicht mehr allzu relevant ist, ist er bis heute noch ein wichtiger Bestandteil von modernen Netzteilen. Für Grafikkarten von AMD, älteren Modellen von Nvidia und weiteren PCIe-Geräten ist der Stecker weiterhin von großer Bedeutung: Der Stecker hat sich mit seiner Zuverlässigkeit jahrelang bewährt.
Außerdem können auch moderne Grafikkarten per Adapter mit PCIe-Steckern versorgt werden. Deshalb haben die PCIe-Stecker selbst bei den modernsten Netzteilen ihren festen Platz.
SATA-Stecker:
Der SATA-Stecker wird in erster Linie meist mit der Stromversorgung von SSDs und HDDs in Verbindung gebracht. Dabei sind allerdings auch viele andere Geräte wie Laufwerke und RGB- oder Lüftersteuerungen auf den Stecker angewiesen. Dadurch ist der SATA-Stecker noch immer weit vertreten und ein wichtiger Bestandteil eines Netzteils.


Molex-Stecker:
Der Molex-Stecker wird überwiegend für die Versorgung von älterer Hardware, wie HDDs und optischen Laufwerken benutzt. Obwohl der Stecker in die Jahre gekommen ist, stellen viele Netzteilhersteller auch bei modernen Modellen noch mindestens einen oder zwei Stecker zur Verfügung.
Welche Rolle spielen der ATX- und PCIe-Standard?
Mit jedem neuen ATX-Standard ändern sich auch Art und Anzahl der Netzteilstecker. Besonders interessant ist der 12VHPWR-Anschluss, der erstmals mit ATX 3.0 direkt am Netzteil eingeführt wurde. Die darauffolgende ATX-3.1-Revision brachte keine Änderungen an den Kabeln, sondern lediglich an den Buchsen des Netzteils.
Dadurch bleiben bestehende Kabel kompatibel, während die Buchsen an den neuesten Netzteilen für Sicherheit und Zuverlässigkeit optimiert wurden. Bei dem neuen Standard geht es aber nicht nur um neue Stecker, sondern auch um Sicherheitsfeatures und Optimierungen, die für einen zuverlässigen Betrieb deines Gaming-PCs beitragen.
Da das Thema rund um ATX und PCIe einen eigenen Blogbeitrag gerecht wird, kannst du gerne in unseren Beitrag zu dem Thema reinschnuppern. Dort erfährst du, was ATX 3.0 und 3.1 sind, und ob du ein modernes Netzteil mit dem Standard wirklich brauchst:
Was ist ein modulares Netzteil?
Bis jetzt ist eine Sache deutlich geworden: Nicht jeder Stecker, den Netzteile zu bieten haben, wird auch tatsächlich in jedem Build benötigt. Damit du keine nutzlosen Kabel in deinem Gaming-PC herumliegen hast, wurden modulare Netzteile eingeführt. Diese unterscheiden sich in folgende drei Varianten:
Nicht-Modular:
Hier ist jeder Stecker fest am Netzteil verbunden. Dadurch kommt es oft dazu, dass unnötige Kabel wertvollen Platz in deinem Build besetzen.

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IN DEN WARENKORBTeilmodular:
Teilmodulare Netzteile bieten dir die Freiheit, die du brauchst – dabei sind sie oft preiswerter als vollmodulare Netzteile. In Sachen Individualisierbarkeit machen die Netzteile allerdings Abstriche: Die relevantesten Stecker sind nämlich schon fest mit dem Netzteil verbunden.
Vollmodular:
Vollmodulare Netzteile punkten in den Bereichen Individualisierbarkeit und Anpassungsfähigkeit, sind im Vergleich zu den anderen Varianten aber oft teurer. Besonders interessant ist die Möglichkeit, eigene Sleeved-Kabel mit speziellen Designs zu verwenden, um das Erscheinungsbild deines Gaming-PCs zu verfeinern.

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IN DEN WARENKORBSchon Zeit für ein Upgrade?
Ist es für dich schon Zeit für ein Upgrade? Falls dein Netzteil noch mit einem ATX-Standard vor 3.0 ausgestattet ist, dann könnte sich ein Upgrade unter Umständen lohnen. Im Caseking-Shop findest du jegliche Art von Netzteil:
Lass uns gerne in den Kommentaren wissen, ob du schon an ein Upgrade denkst, oder für kommende Hardware bereits gerüstet bist!


