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Blog Beitragsbild - 10 RAM-intensive Programme

Viel RAM zu haben fühlt sich erst mal wie ein Freifahrtschein an. Doch selbst Systeme mit 16 oder 32 GB Arbeitsspeicher können sich überraschend träge anfühlen. 



Der Grund liegt oft nicht in der Hardware, sondern in der Software, die sich hemmungslos am Arbeitsspeicher bedient. Manche Programme sind dafür gemacht, jedes verfügbare Megabyte auszunutzen – andere tun es schlicht unnötig.

In diesem Beitrag schauen wir uns typische RAM-Fresser an, erklären, warum sie dein System ausbremsen, und zeigen dir sinnvollere Alternativen, mit denen dein PC wieder spürbar flüssiger läuft.

Google Chrome – Der Platzhirsch mit großem Appetit auf RAM

Google Chrome ist auf den meisten Rechnern der Standardbrowser. Stabil, schnell, kompatibel – und gleichzeitig einer der größten Speicherfresser überhaupt. Jede geöffnete Registerkarte läuft als eigener Prozess, jede Erweiterung bringt zusätzlichen Overhead mit. Das sorgt zwar für Stabilität, treibt den RAM-Verbrauch aber gnadenlos nach oben.

Wenn du das Chrome-Ökosystem magst, aber deinem Arbeitsspeicher etwas Gutes tun willst, solltest du dir Brave ansehen. Die Oberfläche fühlt sich vertraut an, Werbung wird direkt blockiert und der Ressourcenbedarf bleibt deutlich niedriger. Firefox ist ebenfalls eine gute Alternative, vor allem wenn du Wert auf Kontrolle, Datenschutz und solide Performance legst.

VLC Media Player – Kultsoftware mit überraschend hohem Speicherbedarf

VLC gilt seit Jahren als Schweizer Taschenmesser unter den Media Playern. Er kann fast jedes Format abspielen – doch beim Thema Arbeitsspeicher überrascht VLC negativ. Selbst bei simplen Full-HD-Videos mit Untertiteln genehmigt sich der Player deutlich mehr RAM, als man erwarten würde.

Die Windows-eigene App „Filme & TV“ zeigt, dass es auch sparsamer geht. Sie wirkt unscheinbar, erledigt ihre Aufgabe aber effizient und belastet den Arbeitsspeicher nur minimal. Wer einfach nur Videos schauen will, ohne sein System unnötig zu stressen, fährt damit besser.

Spotify Desktop-App – Bequem, aber unnötig speicherhungrig

Die Spotify-App gehört für viele zum festen Setup. Playlists, Downloads, eigene Oberfläche – alles praktisch. Im Hintergrund läuft allerdings eine Anwendung, die sich problemlos mehrere hundert Megabyte RAM reserviert, selbst wenn einfach nur Musik läuft.

Der Spotify-Webplayer ist hier die deutlich sparsamere Lösung. Da der Browser ohnehin meist geöffnet ist, fällt ein zusätzlicher Tab kaum ins Gewicht. Der Speicherbedarf bleibt spürbar niedriger, ohne dass du dabei auf Funktionen verzichten musst.

Adobe Photoshop & Lightroom – Profiwerkzeuge mit RAM-Hunger

Adobe Photoshop und Lightroom sind ohne Frage Branchenstandards. RAW-Bearbeitung, KI-Funktionen, komplexe Filter – all das landet zuerst im Arbeitsspeicher. Öffnest du mehrere hochauflösende Bilder gleichzeitig, ist selbst ein starker High-End-Gaming-PC schnell ausgelastet.

Wenn du jedoch nur zuschneidest, Farben anpasst oder kleinere Retuschen vornimmst, brauchst du diese Power oft gar nicht. Leichtere Bildbearbeitungsprogramme wie GIMP oder Canva erledigen genau diese Aufgaben deutlich effizienter und lassen deinem RAM mehr Luft zum Arbeiten.

Wallpaper Engine – Bewegte Hintergründe mit hoher Systemlast

Live-Wallpaper sehen beeindruckend aus, vor allem mit der Wallpaper Engine. Das Problem ist, dass neben dem Wallpaper selbst auch Steam dauerhaft im Hintergrund laufen muss. Allein das kann mehrere hundert Megabyte RAM kosten.

Lively Wallpaper bietet eine deutlich schlankere Alternative. Weniger Overhead, kein Steam-Zwang und trotzdem animierte Hintergründe – ideal, wenn du Optik willst, ohne Performance zu opfern.

TeamViewer – Fernzugriff mit fragwürdigem Leerlaufverbrauch

TeamViewer ist weit verbreitet, fällt aber immer wieder durch extrem hohen RAM-Verbrauch auf – teilweise sogar im Leerlauf. Auf Budget-Gaming-PCs mit wenig verfügbarem Arbeitsspeicher kann das schnell zum Problem werden.

RustDesk ist eine Open-Source-Alternative, die ähnliche Funktionen bietet, dabei aber deutlich sparsamer mit Ressourcen umgeht. Gerade für private Nutzung oder gelegentlichen Support ist das eine sehr attraktive Lösung.

ShareX – Überdimensioniert für einfache Screenshots

ShareX bietet unzählige Features rund um Screenshots, Bildbearbeitung und Uploads. Für Enthusiasten praktisch, für einfache Aufgaben jedoch überdimensioniert. All diese Funktionen brauchen Speicher – auch dann, wenn du sie gar nicht nutzt.

Wenn du einfach nur schnell einen Bildausschnitt aufnehmen möchtest, solltest du zu schonenden Screenshot-Tools wie Flameshot greifen. Weniger Funktionen bedeuten hier ganz klar weniger RAM-Verbrauch.

Adobe Premiere Pro – Professioneller Videoschnitt, professionelle Anforderungen

Premiere Pro ist auf große Projekte ausgelegt. Effekte, Color Grading und Motion Graphics brauchen Rechenleistung und vor allem Arbeitsspeicher. Für einfache Videos oder kleinere Schnitte ist das oft Overkill.

Shotcut zeigt, dass Videoschnitt auch ressourcenschonend funktionieren kann. Weniger Funktionen, aber solide Performance – ideal für Einsteiger oder Gaming-Systeme mit begrenztem RAM.

Microsoft Word, Excel & PowerPoint – Lokal installiert, unnötig belastend

Die klassischen Office-Programme sind funktionsreich, laufen aber dauerhaft lokal und belegen entsprechend RAM. Viele Nutzer benötigen heute längst nicht mehr alle Funktionen.

Cloud-Lösungen wie Google Docs oder Microsoft OneDrive verlagern die Rechenlast ins Netz. Das spart lokale Ressourcen und reicht für die meisten Arbeitsabläufe völlig aus.

Vorinstallierte Bloatware – Unsichtbare RAM-Fresser

Viele PC-Komplettsysteme kommen mit vorinstallierter Hersteller-Software, die im Hintergrund läuft, Updates prüft und Systeminfos sammelt. Diese Programme verbrauchen RAM, ohne echten Mehrwert zu liefern.

Wenn du deinen Gaming-PC aber selbst pflegst, Treiber manuell aktualisierst und unnötige Tools entfernst, gewinnst du oft überraschend viel Performance zurück.

Wenn Softwareoptimierung nicht mehr reicht

Manchmal liegt es nicht an der Software. Wenn du trotz schonender Alternativen und geschlossener Hintergrunddienste immer wieder an Leistungsgrenzen stößt, kann dein Gaming-PC schlicht zu wenig Arbeitsspeicher haben. Aktuelle Spiele, Multitasking, Browser-Tabs, Voice-Chat und Recording laufen heute parallel – und all das braucht RAM.

Wenn du an diesem Punkt ankommst und über ein Upgrade nachdenkst, findest du bei Caseking eine große Auswahl an schnellem Arbeitsspeicher. Von DDR4-Kits bis hin zu leistungsstarken DDR5-RAM für aktuelle Plattformen ist alles dabei, um deinem Gaming-System wieder die nötige Luft zum Atmen zu geben.

Weniger RAM-Fresser, mehr echte Leistung

Nicht jede speicherhungrige Anwendung ist schlecht – viele sind schlicht für Profis gemacht. Problematisch wird es, wenn sie für einfache Aufgaben eingesetzt werden und dabei das gesamte System ausbremsen.Wer bewusst auf effizientere Alternativen setzt, holt oft mehr aus seinem Gaming-PC heraus als mit einem reinen RAM-Upgrade.

Benutzt du eines der genannten Programme oder hast du noch andere speicherschonende Alternativen? Schreib es uns gerne in die Kommentare!

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1 Kommentar
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Valentin
Valentin
5 Monate zuvor

Ich weigere mich Spotify zu schließen oder meinen chrome Browser mit 25 für später gespeicherten tabs …

Aber echt interessant- heißt wenn man mal bei anspruchsvollen Games ins Limit läuft auf jeden Fall auch wirklich alles im Hintergrund schließen. Logisch iwie aber ja – get unter im Alltag