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Der Ryzen 9 9950X3D2 rückt immer näher an den Marktstart heran, und genau jetzt tauchen weitere Benchmarks des kommenden Dual-X3D-Prozessors auf. Diesmal geht es nicht nur um einen einzelnen Test, sondern gleich um mehrere neue Einträge auf HWBOT. Diese zeigen den Chip in 7-Zip sowie in Cinebench 2026 und Cinebench R23 zeigen.
Die neuen Werte liefern zwar erste echte Messpunkte zum Ryzen 9 9950X3D2, zeigen aber gleichzeitig auch sehr deutlich, dass wir es noch nicht mit der finalen Einordnung zu tun haben. Recht hohe Temperaturen, viel Leistungsaufnahme und bislang ausschließlich synthetische Tests bremsen die Aussagekraft noch spürbar.

Release am 22. April 2026: Der Marktstart rückt näher
Bevor wir auf die neuen Ryzen 9 9950X3D2 Benchmarks schauen, lohnt sich zuerst ein Blick auf den zeitlichen Rahmen. AMD bringt den Prozessor am 22. April 2026 auf den Markt. Der Chip tritt als erste Dual-Die-Edition an und kombiniert 16 Kerne und 32 Threads. Mit bis zu 5,6 GHz Boost, 192 MB L3-Cache beziehungsweise 208 MB Gesamtspeicher und einer TDP von 200 Watt.
Wenn du die Vorgeschichte zum Chip noch einmal nachlesen willst, lies dir gerne an dieser Stelle unsere bisherigen Beiträge AMD Ryzen 9 9950X3D2 leak: Gaming-Prozessor mit doppeltem X3D Cache?, Ryzen 9 9950X3D2 Leaks: AMDs neues Cache-Monster in Benchmarks gesichtet und AMD bestätigt Release-Datum des Ryzen 9 9950X3D2 durch.
Wie schlägt sich der Ryzen 9 9950X3D2 in den Tests?
Kurz vor dem Launch ist der Ryzen 9 9950X3D2 jetzt auf HWBOT in mehreren synthetischen Benchmarks aufgetaucht.
Laut den gesichteten Einträgen handelt es sich aktuell um vier Runs: 7-Zip, Cinebench 2026 Single Core, Cinebench 2026 Multi Core und Cinebench R23 Multi Core. Gaming-Benchmarks gibt es allerdings bislang noch keine.
Die neuen Ergebnisse lassen damit vor allem über Rohleistung, Taktverhalten und Kühlung zurückschließen, aber noch nicht darüber, wie sich der Dual-X3D-Ansatz in Spielen wirklich auszahlt.
Was zeigen die aufgetauchten Benchmarks?
- Im7-Zip-Test erreicht der Prozessor 227.919 MIPS bei rund 5,13 GHz
- In Cinebench 2026 Multi Core stehen 9.246 Punkte nach Ende der Messung
- In Cinebench R23 Multi Core erreichte die Gaming-CPU 38.579 Punkte
- Beim Cinebench 2026 Single Core werden 746 Punkte bei 5,5 GHz erreicht
Im Single-Core-Benchmark ist ein Takt-Anstieg auf bis zu 5,5 GHz zu sehen, während der Chip in den Multi-Thread-Tests eher bei rund 5,2 GHz hängen blieb.

Das klingt zunächst nach einer soliden ersten Messung, aber eben noch nicht nach dem ganz großen Paukenschlag. Die neuen Resultate deuten deshalb nicht darauf hin, dass der Chip in diesen frühen synthetischen Läufen schon sein komplettes Potenzial ausspielt.
Hohe Temperaturen bremsen die ersten Resultate
Der auffälligste Punkt an den neuen Einträgen ist nicht einmal der reine Score, sondern die Begleitmusik drumherum. In Cinebench genehmigt sich der Ryzen 9 9950X3D2 bis zu 220 Watt und erreicht dabei Temperaturen von bis zu 96 Grad Celsius.
Andere Messungen liegen ebenfalls im Bereich von 95 bis 96 Grad. Das ist für einen 16-Kerner mit zwei X3D-CCD kein kleines Detail, sondern wahrscheinlich der Hauptgrund dafür, warum die Benchmark-Lage noch verhalten wirkt und vergleichsweise unspektakullär.
Interessant ist aber auch das Testsystem rund um die CPU. Getestet wurde der X3D-Prozessor auf einem ASUS ROG Strix B850-A Gaming WiFi mit 32 GB DDR5-RAM und eine Radeon RX 7900 XTX.

Nur bei der Kühlung wurde offenbar gespart. Den vergleichsweise hohen Temperaturen nach wurde der Prozessor mit einem Luftkühler getestet. Der Ryzen 9 9950X3D2 lief hier sehr wahrscheinlich ins Temperatur- oder Power-Limit und konnte deshalb seine eigentliche Leistungsdecke noch gar nicht wirklich zeigen.
Sehr zurückhaltende Ergebnisse für einen High-End-Prozessor
Genau das erklärt auch, warum die Synthetic-Benchmarks derzeit noch unterhalb eines regulären Ryzen 9 9950X3D eingeordnet werden. Die bisher bekannten Werte gelten daher auch noch nicht als wirklich aussagekräftig.
Warum bleibt der Dual-X3D-Ansatz trotzdem so spannend?
Trotz dieser vorsichtigen Einordnung bleibt das Konzept hinter dem Ryzen 9 9950X3D2 extrem interessant. AMD setzt erstmals im Desktop-Segment 3D V-Cache auf beide CCDs. Genau das hebt ihn von bisherigen Ryzen-X3D-Modellen mit mehreren Chiplets ab, bei denen der zusätzliche Cache typischerweise nur auf einem CCD saß.
Beim Ryzen 9 9950X3D2 liegt genau hier die große Hoffnung. Wenn beide CCDs vom zusätzlichen Cache profitieren, könnte das den Umgang mit Scheduling und Lastverteilung spürbar vereinfachen.
Die neuen HWBOT-Werte beweisen das noch nicht, aber sie machen deutlich, dass der Chip jetzt kurz vor dem Launch in einer Phase angekommen ist, in der aus Theorie langsam Praxis wird. Wer tiefer in diese Design-Frage einsteigen will, findet in unserem Leak-Artikel den passenden Hintergrund.
Wo lässt sich die Ryzen-CPU einordnen?
Für eine endgültige Einordnung fehlen aktuell vor allem zwei Dinge: umfangreiche Gaming-Benchmarks und Tests mit einer Kühlung, die dem Prozessor wirklich gerecht wird. Die bisher bekannten Ergebnisse liefern einen interessanten Zwischenstand, aber sie beantworten noch nicht die entscheidende Frage, wie stark der Ryzen 9 9950X3D2 am Ende wirklich vor dem 9950X3D liegt und ob der Dual-X3D-Ansatz in Spielen sofort sichtbar einschlägt.
Gerade weil der Chip mit 200 Watt TDP, doppeltem 3D V-Cache und zwei CCDs antritt, dürfte die Praxis stark davon abhängen, wie gut AMD Takt, Temperatur und Lastverteilung im finalen Produkt zusammenschnürt. Die frühen Benchmarks machen also neugierig, aber sie ersetzen keine vollständigen Launch-Reviews.
Die neuen Benchmarks machen Lust auf mehr, aber noch nicht auf ein Urteil
Die veröffentlichten Ryzen 9 9950X3D2 Benchmarks sind vor allem deshalb spannend, weil sie den Prozessor kurz vor dem 22. April 2026 in mehreren echten Runs zeigen. Wir sehen konkrete Scores, reale Taktraten, hohe Temperaturen und eine CPU, die offensichtlich bereits unter Last getestet wird.
Gleichzeitig mahnen die Daten zur Vorsicht. Bislang sprechen wir über synthetische Tests, über ein offenbar kühlungsseitig limitiertes Setup und über Werte, die noch nicht über dem regulären Ryzen 9 9950X3D liegen. Der Ryzen 9 9950X3D2 wirkt damit nicht enttäuschend, sondern schlicht noch nicht ausgereizt.
Die wirklich spannende Phase startet erst mit den finalen Reviews rund um den Launch.
Wird der Ryzen 9 9950X3D2 am Ende eine echte Gaming- und Creator-Bestie oder bleibt der Dual-X3D vor allem ein Prestige-Modell? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!




