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Du fragst dich, wie viel Strom dein Gaming-PC verbraucht? Bei den ständig steigenden Energiepreisen lohnt es sich mal zu hinterfragen, wie viel der Spaß eigentlich kostet. In diesem Blog erfährst du, welche Teile in deinem Gaming-PC den meisten Strom verbrauchen – aber auch, wie du mit einigen unserer Tipps deinen Stromverbrauch moderieren kannst.
Wo liegt der durchschnittliche Stromverbrauch eines Gaming-PCs?
Nehmen wir an, du spielst jeden Tag mindestens zwei Stunden. Dann liegt deine Spielzeit pro Jahr schon bei ungefähr 750 Stunden (im Voicechat entspannen ausgenommen). Das sind 750 Stunden, in denen dein PC zwischen 400 und 1.000 Watt an Strom verbraucht.
Laut dem Statistischem Bundesamt liegt der durchschnittliche Strompreis in Deutschland bei satten 40 Cent. Wenn dein Gaming-Setup also ungefähr 700 Watt mit allem Drum und Dran verbraucht, dann liegst du schon bei Stromkosten von 17,30€ pro Monat und über 200€ im Jahr.
Die Verlustleistung all deiner Geräte ist in dieser Rechnung allerdings nicht berücksichtigt, weil sie stark variieren kann. Du kannst also durchaus mit bis zu 10 Prozent mehr als den oben genannten Preisen rechnen. Deshalb ist es von Vorteil, ein Netzteil mit einer hohen Effizienzklasse zu verbauen, um die Verlustleistung zu reduzieren.
Welche Gaming-Hardware hat den höchsten Stromverbrauch?
Die folgende Tabelle demonstriert, welches Teil in deinem Gaming-PC den meisten Strom verbraucht.
| Bauteil | Stromverbrauch |
| CPU | 60 – 250 W |
| Grafikkarte | 50 – 600 W |
| Mainboard | 30 – 120 W |
| RAM | 1 – 3 W |
| SSD | 1 – 7 W |
| HDD | 1 – 8 W |
| Lüfter | 2 – 5 W |
| Beleuchtung | 1 – 5 W |
Mit der Tabelle wird deutlich, dass nur drei Bestandteile deines PCs den hauptsächlichen Stromverbrauch verursachen. Darunter kann deine Grafikkarte aber durchaus den meisten Strom verbrauchen – wie beispielsweise die High-End-Karten der 50er-Serie von NVIDIA. Empfohlen werden für diese Karten nämlich Netzteile mit über 1.000 Watt Gesamtleistung.
Ist Energieeffizienz wirklich so wichtig?
Wenn du deinen Stromverbrauch effektiv senken willst und einiges an Stromkosten sparen möchtest, dann ist es nicht unbedingt verkehrt, in effiziente Hardware zu investieren. Ein effizienteres Netzteil reicht nämlich schon, um deine Verlustleistung um bis zu 10 % zu reduzieren und den Stromverbrauch deines Haushalts zu senken.
Effizienz heißt aber natürlich nicht unbedingt, dass du einen Kompromiss eingehen musst. Auch mit einem energieeffizienten Gaming-PC wirst du hohe Framerates, scharfe Bilder, maximale Performance und eine kleinere Stromrechnung genießen.
Hier sind einige unserer Tipps, damit du deinen Stromverbrauch senken kannst:
Undervolte deine Grafikkarte
Damit du den Stromverbrauch des hungrigsten Teils in deinem PC zügelst, kannst du dich auch ans Undervolting herantasten. Dabei senkst du nicht nur den Stromverbrauch deiner Grafikkarte, sondern auch die Wärmeentwicklung. Dadurch erhöht sich sogar die Lebensdauer deines Prachtstücks – und das ohne Einbußen der Performance.

Falls du mehr zum Thema Undervolting wissen möchtest, kannst du gerne unseren Blog dazu lesen:
Schalte nicht benötigte Geräte ab
Obwohl es unbedenklich scheint, verbrauchen all deine verbundenen Geräte auch im Leerlauf Strom. Gewöhne dir am besten an, Geräte abzuschalten, während du sie nicht nutzt. Wenn du deine Stromrechnung effektiv senken willst, zählt nämlich jedes Gerät – egal wie klein.
Einfacher kannst du dir diesen Prozess gestalten, indem du Geräte wie zum Beispiel den Streamplify HUB CTRL 7 benutzt, um ungenutzte Peripherie auf Knopfdruck auszuschalten.
Streamplify HUB CTRL 7
- USB-Hub
- 7x USB-A 3.0
- Austauschbare Icons
- Mit RGB-Beleuchtung
- Plug-and-play

Entscheide dich für Hardware mit hoher Energieeffizienz
Den meisten Strom sparst du mit der richtigen Wahl für dein Netzteil. Dabei spielt die Effizienzklasse deines Netzteils eine besonders große Rolle. Ob Gold- oder Titanium-Zertifizierung – wichtig ist, dass das Netzteil bei halber Last am effizientesten ist. Deshalb solltest du im Optimalfall ein Netzteil mit mindestens 30 % mehr Leistung einbauen, als dein PC benötigt.

Lian Li EDGE GOLD 850 80 PLUS Gold
- 850 Watt Netzteil
- 80 PLUS Gold
- Kompatibel mit ATX 3.1
- Vollmodular
- Für Dual-Chamber-Gehäuse geeignet
Phanteks AMP GH 1200W 80 Plus Platinum
- 1200 W Netzteil
- Gutes Preis-Leistungs Verhältnis
- Kompatibel mit ATX 3.1
- Vollmodular


Phanteks Revolt 1600W Titanium, 80 PLUS Titanium Netzteil
- 1600 W Netzteil
- Maximale Leistung
- Kompatibel mit ATX 3.1
- Vollmodular
- Freie Wahl bei Kabeln
CPUs mit niedrigem Stromverbrauch
Neben deinem Netzteil kannst du dich aber auch zum Beispiel für energieeffiziente CPUs entscheiden. Fürs Gaming eignen sich auch leistungsstarke Midrange CPUs wie der Core Ultra 5 von Intel oder der Ryzen 5 7600X3D mit beispielsweise nur 65 W TDP.
AMD Ryzen 5 7600X3D CPU
- AMD Ryzen 7000-Serie
- Kompatibel mit Sockel AM5
- 6 Kerne mit 12 Threads
- Zen 4 Architektur
- 4,7 GHz Boost-Takt


Intel Core Ultra 5 245KF CPU
- Intel Core Series 2
- Sockel LGA 1851
- 14 Kerne ohne Multithreading
- 5,2 GHz Boost-Takt
- 125 W TDP
APUs für Casual-Titel und E-Sports
Falls dein Herz nur für Casual- oder eSports-Titel brennt, könnte sogar eine APU auch heutzutage noch die richtige Wahl für dich sein. Mit CPUs wie der Ryzen 8000-Serie mit integrierten Grafikeinheiten bist du bei Casual-, Indie- und eSports-Titeln gut aufgehoben und sparst eine Menge an Strom.
AMD Ryzen 7 8700G CPU
- Integrierte Grafikeinheit
- Radeon 780M
- 5,1 GHz Boost-Takt
- 65 Watt TDP
- Multithreading mit 16 Threads


AMD Ryzen 5 8600G CPU
- Integrierte Grafikeinheit
- Radeon 760M
- 5,0 GHz Boost-Takt
- 12 Threads
- 65 Watt TDP
Verwende SSDs statt HDDs
Um noch mehr Strom zu sparen, solltest du auf mechanische Festplatten verzichten und stattdessen SSDs verbauen, zum Beispiel schnelle M.2 NVMe SSDs. Dadurch, dass in SSDs keine bewegenden Teile verbaut sind, sparen sie nicht nur Platz, sondern auch Strom – und das besonders im Leerlauf.
Samsung 990 Evo Plus NVMe 2.0 M.2 SSD
- 7.250 MB/s Lesegeschwindigkeit
- PCIe 5.0 und 4.0
- 2 TB Kapazität
- 5,5 W Stromverbrauch


Samsung 9100 PRO Series NVMe M.2 SSD
- 14.700 MB/s Lesegeschwindigkeit
- PCIe 5.0
- 1 TB Kapazität
- 7,6 W Stromverbrauch
Wie kann ich den Stromverbrauch meines Gaming-PCs ohne großen Aufwand senken?
Mit den folgenden Tipps kannst du deinen PC auch ohne großen Aufwand um einiges effizienter gestalten.
Halte deinen PC frei von Staub und Dreck
Ein sauberer Gaming-PC sieht nicht nur schick aus, sondern bietet auch noch eine Menge an Vorteilen: Er läuft ruhiger, kühler, schneller und vor allem sparsamer. Dadurch sparst du nicht nur bares Geld, sondern sorgst auch noch dafür, dass deine Komponenten länger halten.
Passe die RGB-Beleuchtung deines PCs an
RGB-Beleuchtung ist meist das, was deinen Build richtig hervorhebt. Da es in diesem Blog aber um Sparsamkeit geht, wäre es nicht verkehrt, deine Beleuchtung zu dimmen, oder gar komplett abzuschalten, solange du sie nicht für nötig hältst.
Achte darauf, welche Apps im Hintergrund laufen
Wichtig im Hinblick auf Effizienz ist auch, darauf zu achten, welche Apps im Hintergrund deine Ressourcen fressen. Dadurch erhöhst du nämlich nicht nur die Performance deines Gaming-PCs für Spiele, sondern sparst auch noch eine Menge an Strom, die sonst verloren gehen würde.
Die wichtigsten Windows-Einstellungen zum Strom sparen
Ob unter Windows, Linux oder sogar Mac – die richtigen Einstellungen, wie zum Beispiel wann dein PC sich in den Schlafmodus versetzt oder wann dein Display bei Inaktivität ausgeht, machen einen mächtigen Unterschied. Besonders für Gaming-Laptops sind Stromsparmodi von Vorteil, und zwar besonders dann, wenn man nicht gerade dabei ist, den neusten Triple-A-Titel zu spielen.
Hast du irgendwelche Tipps?
Auch wenn es manchen minimal oder unbedenklich erscheint: Jeder Watt, den du mit einem unserer Tipps sparst, zählt am Ende des Monats zu deiner Stromrechnung. Ob Grafikkarten-Undervolting, Apps im Hintergrund begrenzen, oder sogar auf Beleuchtung verzichten – jede Maßnahme hat seinen eigenen Wert. Hast du Tipps dazu, wie man den Stromverbrauch eines Gaming-PCs senkt? Schreib sie gerne in die Kommentare!



UV funktioniert nicht bei jeder GPU. Grund hierfür ist der Sample, da es von der Siliziumqualität extrem abhängig ist. Mfg Dominik
Die Aussage, dass ssd sparsamer als hdd sind stimmt nicht.
Schauen Sie sich doch mal eine 2,5 Zoll hdd an.
5V 0.55 A
Nun eine sata ssd
5V 1,7A
Hey 8auer,
grundlegend kann es sein, dass eine SSD einen höheren Spitzenwert beim Stromverbrauch hat. Dabei stellt sich allerdings die Zeitfrage: Für das Lesen/Schreiben eines gleichen Datensatzes braucht eine HDD deutlich länger als eine SSD. Und im Idle, also im Leerlauf verbrauchen SATA-SSDs oft nicht mehr als einen Watt an Strom, während HDDs für jeden noch so kleinen Zugriff auf Daten aufdrehen müssen, oder ständig am Drehen sind. Deswegen sollte man zwischen SSDs und HDDs nicht den momentanen Stromverbrauch als Vergleichsmedium benutzen, sondern den insgesamten Stromverbrauch betrachten.
Außerdem sollte man den Stromverbrauch ungern an nur einem Beispiel verallgemeinern: Auch bei SSDs gibt es enorme Unterschiede im Hinblick auf den Stromverbrauch. Während manche SSDs bis zu 15 Watt an Spitzenleistung erzielen können, gibt es auch eine Reihe an Modellen, die maximal kaum mehr als fünf Watt verbrauchen. Genau dasselbe dürfte sich übrigens auch über HDDs sagen lassen. Falls du noch weitere Fragen oder Anmerkungen zum Thema hast, lass sie uns gerne zukommen!