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Blog Beitragsbild - SSD Preise steigen

Nach den explodierenden RAM-Preisen kommt jetzt der nächste Schlag für PC-Spieler und Hardware-Fans: die SSD-Preise steigen auch. 



Wenn du aktuell eine neue NVMe-SSD ins Auge fasst, merkst du schon beim ersten Preisvergleich, dass die Zeiten, in denen 1 TB für kleines Geld hinterhergeworfen wurden, vorbei sind. Die Preiskurve zeigt wieder klar nach oben. Und das ist erst der Anfang.

Alles deutet darauf hin, dass wir am Beginn einer neuen Speicherkrise stehen – diesmal rund um NAND-Flash, also den Kernbaustein jeder SSD.

Update vom 30.03.2026: Wie ist die aktuelle Marktlage bei SSDs?

Jetzt schlägt der Preisanstieg auch bei SSDs voll durch

Und nein, das ist längst nicht mehr nur irgendein abstraktes Marktproblem. Ein Blick auf den Preisverlauf zeigt ziemlich brutal, was gerade im deutschen Handel passiert:

Preisentwicklung SSDs: WD Black 1 TB, PCIe 5.0
Quelle: Geizhals – Western Digital WD-Black SN8100 NVMe SSD 1 TB PCIe 5.0 (30.03.26)

Im vergangenen Jahr lag die SSD zeitweise noch bei knapp 190 Euro, inzwischen ging es zwischenzeitlich auf rund 380 Euro hoch und selbst Ende März steht das Laufwerk noch bei 315,99 Euro. Heißt auf gut Deutsch: Selbst bei einer brandneuen High-End-SSD mit PCIe 5.0 reden wir hier nicht über ein kleines Preiszucken, sondern über einen echten Sprung.

Genau das macht die Sache für Gamer, Enthusiasten und Aufrüster so bitter. Denn wenn selbst schnelle Flaggschiff-Modelle wie die WD_BLACK SN8100 in so kurzer Zeit derart anziehen, dann ist das kein Einzelfall mehr, sondern ein ziemlich deutliches Warnsignal für den gesamten SSD-Markt. Und der Blick auf den deutschen Retail-Markt bestätigt genau das: 3DCenter sieht interne SSDs im deutschen Einzelhandel Mitte März 2026 im Schnitt bei +96 Prozent gegenüber Juli 2025, ComputerBase kommt für seinen SSD-Warenkorb Mitte März sogar auf +90,29 Prozent gegenüber September 2025.

Das Problem sitzt dabei weiter tiefer als nur auf Shop-Ebene. NAND-Flash bleibt knapp, Rechenzentren und AI-Infrastruktur ziehen weiter am Markt, und genau deshalb hat TrendForce seine Prognose für die NAND-Preise in Q1 2026 zuletzt noch einmal deutlich nach oben korrigiert – auf +85 bis +90 Prozent im Quartalsvergleich. Übersetzt heißt das für dich: Wer 2026 auf ein günstiges Zeitfenster für ein SSD-Upgrade hofft, wartet aktuell eher auf ein Wunder als auf einen echten Preisrutsch.

Laut aktuellen Berichten aus der Lieferkette steht der SSD-Markt vor massiven Verwerfungen. Die Situation erinnert stark an das, was wir seit einigen Monaten beim Arbeitsspeicher erleben: erst DRAM-Knappheit, dann Preisexplosion.

NAND-Chips sollen bereits in diesem Quartal deutlich teurer werden. Laut ETNews soll Samsung die NAND-Vertragspreise im ersten Quartal 2026 um mehr als 100 Prozent angehoben haben. Das ist keine kleine Anpassung, sondern eine Verdopplung – und Kunden wie Apple, NVIDIA und AMD wurden offenbar bereits informiert.

Heißt übersetzt, dass die größten Player sich gerade die verfügbaren Mengen sichern, während der Consumer-Markt weiter hinten ansteht.

Ausblick auf die Speicher-Zukunft: Bessere Preise am Hardware-Markt in Sicht?

Ein kleiner Hoffnungsschimmer kommt tatsächlich von der KI-Seite (Fast schon zynisch, oder?): Google hat mit TurboQuant ein neues Kompressionsverfahren vorgestellt, das den Speicherbedarf bestimmter AI-Workloads laut Google massiv senken soll. Genau deshalb gerieten Speicher-Aktien zuletzt direkt unter Druck – der Markt spielt also zumindest erstmals wieder mit dem Gedanken, dass der extreme Hunger nach RAM und Flash nicht ewig in diesem Tempo weiterlaufen muss. Für dich als Käufer heißt das aber noch nicht automatisch, dass RAM-Preise und SSD-Preise morgen wieder in den Keller rauschen.

Denn erstens betrifft der Effekt vor allem AI-Inferenz und nicht den kompletten Hardware-Markt, zweitens muss sich so eine Technik überhaupt erst breit durchsetzen, und drittens laufen DRAM und NAND aktuell weiter in unterschiedlichen Zyklen: Bei DRAM hat sich die Spot-Dynamik zuletzt etwas abgekühlt, während TrendForce bei NAND eher von einer Bodenbildung mit anschließendem Rebound spricht. Unterm Strich heißt das also: Ja, am Horizont sind erste Lichtstreifen zu sehen – aber bei SSDs wäre eine schnelle Entwarnung Stand jetzt noch eher Wunschdenken als realistische Prognose.

Was tun, wenn du jetzt eine neue SSD brauchst?

Wenn du gerade akut neuen Speicher brauchst, bleibt dir am Ende oft keine echte Wahl. Dann gilt vor allem: Augen offen halten nach Deals, Rabattaktionen und guten Angeboten. Die sind aktuell zwar seltener geworden, können dir aber immerhin noch den einen oder anderen Euro sparen.

Und wenn du sofort Ersatz brauchst oder dein Upgrade nicht länger warten kann, dann solltest du im Zweifel auch kaufen. Denn so frustrierend die Lage gerade ist: Niemand kann seriös vorhersagen, wie sich die Preise in den nächsten Wochen oder Monaten entwickeln werden. Immerhin liegen wir aktuell nicht mehr auf dem absoluten Höchststand vieler Preisverläufe – eine schnelle und spürbare Entspannung des Marktes ist aber weiterhin nicht in Sicht. Heißt unterm Strich: Wenn du die SSD wirklich brauchst, bringt dir langes Zögern am Ende oft auch nichts.

SSD-Preisverlauf: Speicherpreise steigen schon jetzt deutlich (Alter Stand vom 31.01.2026)

Auch wenn viele noch denken, SSDs seien doch „eh günstig“ – die Zahlen zeigen ein anderes Bild. Schon jetzt steigen die Retail-Preise spürbar an. Laut PCPartPicker sind die Durchschnittspreise vieler NVMe-SSDs seit Oktober 2025 um bis zu 40 Prozent gestiegen. 

Quelle: Geizhals – Western Digital WD-Black SN8100 NVMe SSD 1 TB PCIe 5.0

Und das ist passiert, bevor die kommenden NAND-Vertragspreise überhaupt vollständig im Endkundenmarkt angekommen sind. Was wir gerade sehen, könnte rückblickend also noch das günstige Niveau gewesen sein.

Die Preise für SSDs ziehen gleichzeitig an und die Kurven zeigen alle in dieselbe Richtung: nach oben, Woche für Woche. Wenn NAND dann zusätzlich wie angekündigt noch doppelt so teuer wird, dürfte sich das sehr schnell auch in den Shops bemerkbar machen.

Warum steigen SSD-Preise plötzlich so stark?

Die Ursachen sind im Kern dieselben wie beim RAM. KI verändert gerade den gesamten Hardware-Markt – und zieht die Speicherproduktion in eine Richtung, die für Gamer nicht besonders angenehm ist.

Der KI-Boom frisst NAND vom Markt

KI ist weiterhin der zentrale Treiber dieser Turbulenzen.

Die Aggressivität, mit der KI-Technologien wachsen, hat bestehende Lieferketten massiv durcheinandergebracht. Während früher Consumer-PCs der wichtigste Markt für SSDs und Speicherchips waren, sind es heute Hyperscaler, Rechenzentren und KI-Giganten.

Die Nachfrage nach NAND steigt nicht wegen ein paar Steam-Bibliotheken – sondern weil AI-Server und Datacenter gigantische Mengen Flash-Speicher verschlingen. Das Ergebnis ist daher dasselbe wie bei DRAM. Die Produktion wird knapper, die Preise steigen, und normale Käufer zahlen am Ende die Rechnung.

Hersteller schichten Produktion um – Consumer bleibt zurück

Viele hatten gehofft, dass Hersteller einfach mehr NAND produzieren und damit den Markt beruhigen. Doch genau das passiert nicht.

Stattdessen berichten Supply-Chain-Quellen, dass Unternehmen wie Samsung und SK Hynix ihre Produktionslinien umverteilen, um maximale Profitabilität zu erreichen. Mit DRAM-Knappheit im Rücken wird NAND jetzt als nächstes lukratives Feld genutzt – was die Vertragspreise weiter nach oben treibt.

Mehr Angebot ist kurzfristig nicht geplant. Ganz im Gegenteil wird der Markt bewusst enger gefahren.

Was kannst du jetzt gegen die steigenden SSD-Preise tun?

Die Optionen sind ähnlich wie beim RAM – nur fühlt es sich diesmal noch unausweichlicher an. Im Grunde gibt es nichts, was wir aktuell tun können. Preissteigerungen sind inzwischen ein konstantes Thema bei nahezu allen PC-Komponenten, und NAND ist jetzt einfach der nächste Dominostein.

Upgrades werden in den kommenden Quartalen also eher schwieriger als einfacher.

Wie viel SSD-Speicher brauchst du wirklich?

Gerade aktuell lohnt es sich, realistisch zu planen. Muss es wirklich sofort die 4-TB-Gen5-SSD sein? Oder reicht vielleicht erstmal ein 1- oder 2-TB-Modell, bevor die Preise komplett eskalieren?

Denn wenn NAND knapper wird, steigen nicht nur die Preise von High-End-SSDs – sondern der komplette SSD-Markt.

SSD-Preise zu hoch = HDD Comeback?

Für Langzeitspeicher kann deshalb tatsächlich wieder eine HDD interessant werden – ja, fast schon ein kleines HDD-Revival. Nicht als Ersatz für deine System-SSD oder die Platte, auf der deine aktuellen Games liegen, denn bei Ladezeiten, Zugriffszeiten und allgemeinem Systemgefühl bleibt eine SSD natürlich klar vorne. Aber wenn es um Backups, Videos, Fotos, Rohdaten, Aufnahmen oder einfach das klassische Datengrab geht, kann die Kombi aus kleinerer SSD für Windows und Games plus großer HDD für Masse aktuell ziemlich vernünftig sein.

Der Grund ist simpel: Auch Festplatten sind zuletzt teurer geworden, aber eben nicht so brutal wie SSDs. 3DCenter sieht interne HDDs im deutschen Handel seit Juli 2025 bei +59 Prozent, interne SSDs dagegen schon bei +96 Prozent; externe Festplatten kamen zuletzt sogar vergleichsweise glimpflich durch die Krise und lagen nur bei +20 Prozent gegenüber dem Vorkrisenstand. Heißt unterm Strich: Wenn du vor allem möglichst viel Speicherplatz pro Euro willst, ist eine HDD 2026 plötzlich wieder deutlich sinnvoller, als viele sie in den letzten Jahren auf dem Schirm hatten – nur eben nicht für alles, was wirklich schnell sein soll.

Kommt für dich eine HDD überhaupt noch in Frage? Schreibs uns in die Kommentare!



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