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Gaming

Steam Deck: eine Revolution der Handheld-Konsolen?

Beatrice13. Jan, 2022 - 5 min Lesezeit

Das Steam Deck ist in einem Monat versandbereit, laut Valve. Man spricht von der Revolution der Handheld-Konsolen, während andere Bauchschmerzen bei dieser Aussage bekommen. Die Gefühle für den mini Leistungs-PC können unterschiedlicher nicht sein. Warum also löst sie in einigen Euphorie und in anderen Enttäuschung aus?


Inhaltsverzeichnis

1. Was kann das Steam Deck?

1.1 Die unterschiedlichen Modelle

1.2 Die Kraft des Steam Decks

1.3 Kurz zu den Benchmarks

1.4 Was ist noch alles verbaut?

1.5 Es gibt auch eine Docking-Station

1.6 Der Aufbau der Bedienelemente

2. Deine Steam-Bibliothek überall erreichbar

2.1 Kann ich wirklich alles spielen? Das Problem mit Linux

3. Besser als die Switch?

3.1 Die technischen Details

4. Die Nintendo Switch bleibt Handheld-Konsolen Sieger

5. Wer kauft das Steam Deck?


Was kann das Steam Deck?

Das Steam Deck wird von Valve gar nicht als Konsole gehandhabt, aber von anderen so betitelt. „Immerhin kann ich meine Spiele unterwegs im kleinen Format spielen“, meinen Konsumenten. Also werfen wir mal genauer einen Blick darauf, was das Steam Deck ist, welche Leistung sich hinter ihm versteckt und was du von ihm erwarten darfst.

Die unterschiedlichen Modelle

Das Steam Deck ist ein mobiler Gaming-PC, also ein Handheld-PC. Es gibt drei Varianten, die sich allen voran im Speicher unterscheiden:

419 Euro549 Euro679 Euro
– 64 GB eMMc– 256 GB– 512 GB
– Tragetasche– NVMe-SSD– NVMe-SSD
– Schnellerer Speicher– Schnellster Speicher
– Exklusives Steam-Community-Profilbündel– Exklusives Steam-Community-Profilbündel
– Tragetasche– Hochwertiges entspiegeltes & geätztes Glas
– Virtuelle Tastatur mit exklusivem Design
– Exklusive Tragetasche

In der mittleren und High-End-Version sind schnellere NVME-SSDs verbaut, die in der teuersten Preisklasse im Tempo nochmal anzieht. Der Unterschied der Modelle liegt deshalb vor allem in der Ladezeit. Mit Micro- oder M.2-SSDs kann der Speicher des Steam Decks insgesamt erweitert werden. Zum Glück haben sie für starke Leistung an den M.2-SSD-Slot gedacht!

Was negativ auffällt: Nur für 679 Euro gibt es ein entspiegeltes und gehärtetes Display.

Die Kraft des Steam Decks

In Zusammenarbeit mit AMD ist eine spezielle APU (CPU und GPU) für das Steam Deck entwickelt worden. Der Zen-2-&-RDNA-2-Kraftprotz verfügt über 4 Kerne und eine beeindruckende Leistungsstärke, auf der auch die neuesten Triple-A-Titel problemlos laufen. 

Dazu gesellen sich 16 GB interner Speicher und ein sieben Zoll großes IPS-Display. Die Auflösung beträgt 1.280 x 800 Pixel (WXGA). Dabei bietet das Steam Deck eine Bildwiederholungsrate von 60 Hz

Kurz zu den Benchmarks

Ein chinesischer Entwickler hat seine FPS-Ratings mit der Welt geteilt. So erreicht Shadow of the Tomb Raider auf höchsten Einstellungen 30 FPS und der Grafikkartenkiller Cyberpunk 2077 20 FPS. Dota 2 schafft mit niedrigen Grafikeinstellungen 80 FPS und höchsten 47 FPS, Doom Eternal 60 zu 30.

Immer bedenken! Es erzielt eine adäquate Leistung mit einem HD-Display. 

Was ist noch alles verbaut?

Das Steam Deck basiert auf Linux, dem neu entworfenen SteamOS 3.0. Wer doch lieber Windows haben möchte, kein Problem. Du kannst Linux runterwerfen und Windows installieren. Danach  musst du Steam neu installieren. Das funktioniert aber nicht auf dem 64 GB-Modell. 

Der 40 Watt/Stunden Akku wird je nach Anspruch gerade einmal zwei bis acht Stunden halten und kann mit dem mitgelieferten USB-C-Schnellladekabel aufgeladen werden. 

Das Gewicht ist (Luft anhalten) ein Brocken. Der Handheld-PC wiegt 669 Gramm. Im Vergleich: Die Nintendo Switch ist 200 Gramm leichter – die OLED schafft 420 Gramm. Fans bemängeln bei den Nintendos bereits das hohe Gewicht und meinen, “lange Gaming-Sessions werden zum Kraftakt”.  Angesichts dessen scheint die kurze Spielzeit das kleinere Problem zu sein… 

Es gibt auch eine Docking-Station

Es muss nicht beim Handheld-Modus bleiben. Man kann das Steam Deck mit einer separat erhältlichen Docking Station am Fernseher anschließen. Nähere Informationen zu ihr werden bald veröffentlicht. Bisher sieht es danach aus, als käme sie mit folgenden Anschlüssen:

  • 1x HDMI
  • 1x DisplayPort
  • 1x 3,5 mm Klinkenstecker
  • 1x Ethernet-Anschluss
  • 1x USB-C Ladeanschluss
  • 3x USB-Ports

Der Aufbau der Bedienelemente

Auf den ersten Blick fällt auf: Es liegt alles in einer Reihe – ungewöhnlich, aber es soll ergonomischen Tests standhalten. Die Thumbsticks, ein D-Pad, die klassischen ABXY-Tasten sowie vier Schultertasten sorgen für das gewohnte Gameplay-Erlebnis.

Ungewohnt könnte der Einsatz der Track-Pads sein. Der Steam-Controller erntet dafür massig Kritik, doch der Einbau von zwei Thumbsticks anstatt einem machen sie zur Option und nicht zum Pflichtfeld. 

Ein wundervoller Gedanke sind die vier frei belegbaren Tasten auf der Rückseite des Steam Decks. Wenn es einmal schnell gehen muss, sind Makro-Tasten immer praktisch!

Deine Steam-Bibliothek überall verfügbar

Dein Steam-Account wird um einen Formfaktor erweitert: dem Handheld-PC. Welche Spiele in deiner Steam-Bibliothek mit dem Handheld-PC gespielt werden können, zeigen dir neue Symbole:

  • Ein grüner Haken für volle Unterstützung
  • Ein gelbes Ausrufezeichen für Spielbar
  • Ein ausgegrautes Verbotszeichen für keine Unterstützung
  • und ein ausgegrautes Fragezeichen im gepunkteten Kreis für Unklar

Kann ich wirklich alles spielen? Das Problem mit Linux

Ob Linux eine gute Wahl fürs Betriebssystem darstellt, bleibt abzuwarten. Die Angst ist berechtigt: Immerhin verfügt Steam über mehr als 50.000 Spiele. Valve kompensiert die für Windows optimierten Games mit einer Kompatibilitätsschicht namens Proton. Sie soll dafür sorgen, dass eben diese Spiele auf Linux laufen sollen. Man kann die Liste aller Games, die Proton unterstützt, aufrufen. Darunter befinden sich aktuell knapp 18.000 Games – das ist nicht einmal die Hälfte aller Steam-Games.

Besser als die Switch?

Es wäre klüger nicht zu vergleichen, was man nicht in direkte Konkurrenz setzen kann. Doch mit dem Steam Deck fallen die Propagandasätze wie: “Die Revolution der Handheld-Konsole” oder “Die SwitchPro, die alle erwartet haben!” 

Das Steam-Deck ist keine Konsole! Das hat einen einfachen Grund: Valve bringt PC-Spiele heraus und optimiert sie für Handhelds. Nintendo macht das genaue Gegenteil: Sie kreieren Games für Konsolen. Darum kann man der Nintendo Switch vielleicht gar nicht den Königstitel der Handheld-Konsolen entreißen. Aber vielleicht will das Steam Deck das gar nicht sein. 

Zugegeben, der Teufel steckt im Detail und das ist vielleicht Valves Panne. Das Steam Deck sieht genauso aus wie die Switch und beide sind eine portable Handheld, die an einen externen Bildschirm angeschlossen werden kann.

Die technischen Details

Beide verfügen über ein sieben Zoll großes Display, doch das Steam Deck ist größer mit 298 x 49 x 117 statt 241 x 13 x 101 Millimetern (B x H x T).

Im Steam Deck ist ganz schön viel Technik verbaut. Schließlich ist es ein portabler Mini-PC, der ganz andere Leistung hervorrufen möchte. Deswegen wiegt er 669 Gramm. Ist das schwer? Oh ja! Es macht Handheld unattraktiv, weil er untragbar für lange Gaming-Sessions sein wird.

Die Switch und das Steam Deck haben denselben IPS-Bildschirm verbaut. Die Switch bietet mit dem OLED-Modell noch ein attraktiveres Display an und ist dabei hundert Euro günstiger als Valves Einsteiger. 

Natürlich kann man die Leistung beider Modelle nicht miteinander vergleichen! Da gewinnt das Steam Deck als Mini-Leistungs-PC haushoch das Rennen gegenüber der Hybrid-Konsole. 

Die Nintendo Switch bleibt Handheld-Konsolen-Sieger

Es ist die Erwartungshaltung, die letztendlich den Gewinner kürt. Du brauchst eine Nintendo Switch, um Nintendo Games zu zocken. Du brauchst kein Steam Deck für Steam-Spiele. Die Entscheidung, ob man sich neben seinem PC (dessen Wartung schon extrem viel Geld kostet), nochmal einen extra Handheld-PC kaufen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Wer High-End Games unterwegs spielen möchte, kommt um das teuerste Steam Deck-Modell  nicht drumherum.

Erwartet man von einer Handheld-Konsole mit HD-Display den reibungslosen Ablauf von Triple-A-Titeln? Nein! Die Leistung des Steam Decks ist gut, aber der eigene PC ist besser. Warum sollte man große Spiele reduzieren, wenn man sie voll und ganz genießen kann? Damit du bei der Stunde auf den Weg zur Arbeit Resident Evil Village fortsetzen kannst?

Sind nicht gerade kleinere Indie-Titel oder Simulation-Games wie Stardrew Valley attraktiv für die kuscheligen Stunden ganz für sich allein auf der Couch oder im Bett? Und genau das macht Nintendo mit einer Akku-Laufzeit bis zu neun Stunden. 

Darüber hinaus muss die Docking Station nicht extra erworben werden, die Joy-Cons kann man von der Konsole trennen und sie liegt mit 420 Gramm leichter in den Händen. 

Wer kauft das Steam Deck?

Jeder Konsolenspieler, der PC-Games nachholen möchte, ist mit dem Steam Deck gut beraten. PC-Nutzer werden wohl kaum auf das Steam Deck „absteigen“ – zumindest nicht zu diesen stolzen Preisen.

Oder wer kaum noch Zeit zum Gamen findet und es sich abends gemütlich machen möchte, nimmt bestimmt den Handheld-PC zur Hand und zockt parallel zu Serien oder Filmen. Der Vorteil des Steam Decks ist, dass jeder sie irgendwie schon gefüllt hat. Also, kann direkt losgelegt werden, anstatt kompatible Konsolen-Games zu kaufen.


Aber was denkst du? Wird das Steam Deck mit den Verkaufszahlen der Nintendo Switch mithalten können? Lass es uns gerne wissen. 

https://www.caseking.de/blog/al5g/
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