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Blog Beitragsbild - Simracing Games

Simracing ist nicht einfach nur ein „Rennspiel mit Lenkrad“. Hinter dem Begriff steckt eine ganze Welt unterschiedlicher Spielarten, Fahrzeugklassen und Simulationsansätze. 



Ein GT-Rennen fährt sich anders als Rallye, ein Formel-Bolide verlangt andere Eingaben als ein Drift-Auto, und Langstreckenrennen haben einen ganz anderen Fokus als ein kurzer Sprint auf der Rundstrecke.

In diesem Blogbeitrag wollen wir dir einen kleinen Einblick in die Welt des Simracing geben. Welche Arten von Rennsimulationen gibt es überhaupt? Was macht sie spielerisch besonders? Und welches Equipment ist für die jeweiligen Disziplinen sinnvoll? 

Simracing, Simcade und Arcade: Wo liegt der Unterschied?

Im Simracing steht die möglichst nachvollziehbare Abbildung von Motorsport im Vordergrund. Das betrifft nicht nur die Fahrzeugphysik, sondern auch Reifenverhalten, Bremsdruck, Streckenbedingungen, Setup-Arbeit und das reale Verhalten des Autos auf der Straße.

Simracing-Spiele

Ein Spiel wie Assetto Corsa Competizione ist dafür ein gutes Beispiel. Es ist das offizielle Spiel der GT World Challenge und setzt auf eine Physik-Engine, die aktuelle GT-Rennwagen mit Reifenmodell, Aerodynamik und fahrzeugspezifischem Verhalten simulieren soll. 

Simcade-Spiele

Simcade-Spiele liegen zwischen Simulation und Arcade-Racing-Game. Sie nutzen viele reale Fahrzeuge, Strecken und Rennmechaniken, bleiben aber meistens zugänglicher als kompromisslose Simulatoren. 

Gran Turismo 7 ist ein gutes Beispiel: Es arbeitet unter anderem mit einem Zeit- und Wettermodell auf Basis realer Klimadaten der jeweiligen Strecken, ist aber insgesamt breiter und zugänglicher ausgelegt als viele Hardcore-Sims.

Arcade-Racing-Games

Arcade-Racer setzen stärker auf unmittelbaren Fahrspaß. Bei Forza Horizon 5 steht zum Beispiel eine offene Spielwelt mit hunderten Autos, Events und freiem Fahren im Vordergrund. Die Fahrphysik ist hier bewusst hinten angestellt, weil das Spiel eher Autokultur, Geschwindigkeit und Open-World-Action abbildet als streng regulierten Motorsport. 

Simracing-Spiele im Überblick

Von GT-Rennen über Formel-Boliden bis hin zu Rallye, Drift und Karting gibt es im SimRacing viele verschiedene Wege, virtuellen Motorsport zu erleben. Aus diesem Grund hier ein kleiner Überblick.

GT- und Tourenwagen-Simulationen

GT- und Tourenwagen-Sims gehören zu den wichtigsten Kategorien im Simracing. Gefahren wird meistens auf klassischen Rundstrecken wie dem Nürburgring. Diese Strecken sind zum Beispiel auch in Assetto Corsa Competizione vertreten. 

Die Fahrzeuge sehen oft noch entfernt nach Straßenautos aus, sind technisch aber echte Rennwagen. 

Typisch für GT-Sims sind starke Bremsen, viel Grip, ABS, Traktionskontrolle und enge Zweikämpfe auf Rundstrecken. Das Fahrgefühl ist anspruchsvoll, aber nicht ganz so direkt wie bei Formel-Fahrzeugen. Fehler beim Bremsen, zu frühes Gasgeben oder ein ungünstiger Kontakt mit Curbs kosten trotzdem sofort Zeit.

Assetto Corsa Competizione ist hier eines der bekanntesten Beispiele. Das Spiel konzentriert sich stark auf moderne GT-Rennen und nutzt offiziell lizenzierte Inhalte der SRO-Serien. RaceRoom Racing Experience passt ebenfalls in diese Kategorie, weil es unter anderem DTM, ADAC GT Masters und WTCR als lizenzierte Serien enthält. 

Das richtige Einsteiger-Setup für GT-Simulationen

Beim Einsteiger-Equipment reicht für GT- und Tourenwagen-Sims ein Force-Feedback-Lenkrad mit Pedalen. Wichtig ist vor allem eine stabile Befestigung, damit Lenkrad und Pedale beim Bremsen nicht verrutschen.

Wer später aufrüsten möchte, profitiert besonders von besseren Pedalen. Load-Cell-Pedale messen den Bremsdruck und nicht nur den Pedalweg. Dadurch lässt sich der gleiche Bremsdruck wiederholbarer treffen, was gerade in GT-Rennen sehr wichtig ist.

Formel- und F1-Simulationen

Formel-Spiele stehen für sehr schnelle, leichte und aerodynamische Rennwagen. Anders als GT-Fahrzeuge haben diese Autos offene Räder, viel Abtrieb und reagieren extrem direkt auf Lenk-, Brems- und Gaseingaben.

Typische Streckenbeispiele sind Monaco oder Monza. Diese Namen stehen für sehr unterschiedliche Anforderungen: Monaco ist eng und langsam, Monza extrem schnell. Aber bei F1-Spielen geht es nicht nur um das reine Fahren. 

Auch Reifenmanagement, Boxenstopps, ERS, Streckenlimits, Schadensmodell und Rennstrategie spielen eine Rolle. Im Vergleich zu GT-Fahrzeugen wirken Formel-Autos deutlich empfindlicher, weil kleine Berührungen oder falsche Linien schnell große Folgen haben.

EA SPORTS F1 25 ist das offizielle Spiel zur FIA Formula One World Championship 2025. EA nennt unter anderem einen überarbeiteten My-Team-Modus und Braking Point als Spielinhalte; bei den Strecken nutzt F1 25 außerdem auf mehreren Kursen LiDAR-Scans, etwa in Bahrain, Miami, Melbourne, Suzuka und Imola. 

Budget-Setup für Formel-Simulatoren

Für Einsteiger reicht auch hier ein Force-Feedback-Lenkrad mit Pedalen. Ein Formula-Style-Lenkrad ist nicht zwingend nötig, passt aber optisch und praktisch gut, weil viele F1-Lenkräder Schaltwippen, Drehregler und zusätzliche Tasten bieten.

Gerade bei Formel-Spielen sind gute Pedale wichtig. Die Bremszonen sind hart, kurz und müssen sehr präzise getroffen werden. Ein stabiler Wheel Stand oder ein einfaches Racing-Rig kann deshalb mehr bringen als ein besonders teures Lenkrad an einem wackeligen Schreibtisch.

Rallye-Simulationen

Rallye-Simulationen unterscheiden sich deutlich von Rundstreckenrennen. Statt Runde für Runde auf derselben Strecke zu fahren, geht es über einzelne Etappen. Die Strecke ist oft eng, uneben und besteht je nach Rallye aus Asphalt, Schotter, Schnee oder Eis.

Beispiele für Rallye-Abschnitte sind der Col de Turini bei Rallye Monte Carlo, El Chocolate bei Rally México oder Fafe bei Rally Portugal. 

Eine Besonderheit sind die Pace Notes. Der Beifahrer sagt Kurven, Kuppen, Sprünge und Gefahrenstellen an, weil man die Strecke nicht wie eine klassische Rundstrecke Runde für Runde kennenlernt. Dadurch entsteht ein ganz anderes Fahrgefühl: Man reagiert ständig auf neue Situationen.

EA SPORTS WRC ist ein aktuelles offizielles Rallye-Beispiel. Das Game bietet laut EA ein Multi-Surface-Handling-Modell, Etappen auf Schmutz, Schnee und Asphalt sowie verschiedene Rallye-Fahrzeuge aus mehreren Epochen. 

EA hat allerdings am 30. April 2025 mitgeteilt, dass die 2024er Saison die letzte Erweiterung für EA SPORTS WRC ist und neue Rallye-Titel vorerst pausieren.

Rally-Setup für Einsteiger

Beim Einsteiger-Equipment ist ein rundes Lenkrad sinnvoller als ein Formula-Rim. In Rallye-Sims muss man häufig stark gegenlenken, schnelle Korrekturen machen und das Lenkrad deutlich weiter drehen.

Zusätzlich passen eine Handbremse und ein sequenzieller Shifter sehr gut zu Rallye-Spielen. Die Handbremse hilft bei engen Kehren, während ein sequenzieller Shifter das Schalten vieler aktueller Rallye-Autos natürlicher macht. Für ältere Fahrzeuge kann auch eine H-Schaltung mit Kupplung interessant sein.

Drift-Simulationen

Drift-Simulationen funktionieren anders als klassische Rennspiele. Hier zählt nicht nur, wer am schnellsten von Start zu Ziel kommt. Im Mittelpunkt stehen Fahrzeugwinkel, Linie, Geschwindigkeit und Kontrolle im Drift.

Statt möglichst neutral durch eine Kurve zu fahren, wird das Auto absichtlich quer gestellt. Das erfordert viel Gefühl für Gas, Lenkwinkel und Gewichtsverlagerung. Wer zu wenig Gas gibt, verliert den Drift; wer zu viel Gas gibt, dreht sich schnell weg.

CarX Drift Racing Online 2 ist ein aktuelles Beispiel für eine Drift-Simulation. Es arbeitet mit einem überarbeiteten Physik- und Reifenmodell, das auch für Lenkrad-Setups ausgelegt ist.

Typische Drift-Umgebungen sind enge Kurse, Infield-Layouts, Bergstraßen im Touge-Stil oder spezielle Drift-Arenen. Anders als bei GT- oder Formel-Rennen geht es nicht darum, jede Kurve möglichst gripstark zu nehmen, sondern den Grenzbereich kontrolliert zu halten.

Einsteiger Setup für angehende Driftkings

Für Einsteiger ist ein rundes Force-Feedback-Lenkrad besonders wichtig. Beim Driften muss das Lenkrad schnell zurücklaufen können, damit Gegenlenken natürlich funktioniert.

Eine Handbremse ist für Drift-Sims ebenfalls sehr hilfreich. Dazu passen Kupplung und Shifter, weil viele Drift-Techniken mit Gangwahl, Kupplungsstößen und gezieltem Lastwechsel arbeiten.

Karting-Simulationen

Karting-Simulationen wirken auf den ersten Blick kleiner und einfacher als GT- oder Formel-Sims. In der Praxis sind sie aber sehr direkt, weil Karts wenig Gewicht haben und extrem schnell auf Lenkbewegungen reagieren.

Typisch sind kurze Strecken mit engen Kurven, Haarnadeln, schnellen Richtungswechseln und kurzen Geraden. Dadurch kommt es stark auf Linienwahl, frühes Einlenken und kontrollierte Gasannahme an. Schon kleine Fehler wirken sich direkt auf die Runde aus.

Kart Racing Pro ist ein spezialisiertes Beispiel für diese Kategorie. Das Spiel beschreibt sich selbst als realistische Karting-Simulation und dient auch als Trainingssoftware für echte Fahrer.

Das beste Beginner-Setup für Karting-Simulationen

Beim Equipment ist Karting vergleichsweise unkompliziert. Ein Force-Feedback-Lenkrad und Pedale reichen für den Einstieg aus. Handbremse, H-Schaltung oder ein Formula-Rim sind hier weniger wichtig.

Wichtiger ist eine stabile Sitzposition. Weil Karting sehr direkt reagiert, fallen unruhige Eingaben schneller auf. Ein fester Stand für Pedale und Lenkrad hilft daher auch bei dieser eher kleinen Motorsport-Kategorie.

Arcade-Racer

Arcade-Racer gehören nicht zum klassischen Simracing, sind aber für den Gesamtüberblick wichtig. Sie setzen stärker auf Zugänglichkeit, Tempo, Fahrzeugvielfalt und Spaß als auf realistische Rennphysik.

Ein typisches Beispiel ist Forza Horizon 5. Das Spiel bietet eine offene Welt in Mexiko, hunderte Fahrzeuge, Events, Rennen und viele Content-Updates. Der Fokus liegt klar auf freiem Fahren, Autokultur und unkomplizierter Action.

Auch Spiele wie Need for Speed oder The Crew Motorfest fallen eher in diese Richtung. Dort stehen Straßenrennen, Tuning, offene Welten und spektakuläre Fahrmanöver im Vordergrund. Realistische Reifenmodelle, Bremsdruck oder Rennregeln sind hier nicht der Hauptfokus.

Brauchst du ein Lenkrad für Arcade-Racing-Games?

Arcade-Racer funktionieren meistens sehr gut mit Controller. Ein Lenkrad kann trotzdem Spaß machen, aber das Force Feedback ist oft nicht so fein abgestimmt wie bei echten SimRacing-Titeln.

Für Einsteiger reicht hier ein einfaches Lenkrad mit Pedalen, wenn man überhaupt mit Wheel fahren möchte. Load-Cell-Pedale, Direct Drive, Handbremse oder ein festes Cockpit sind für Arcade-Racer normalerweise nicht nötig.

Ein kurzer Blick in den Himmel zu Flight-Simulatoren

Flight-Sims haben mit Simracing nichts direkt zu tun. Trotzdem gehören sie zur gleichen größeren Simulator-Welt, weil auch hier spezielle Eingabegeräte das Erlebnis deutlich verändern.

Microsoft Flight Simulator 2024 ist ein aktuelles Beispiel. Es bietet detaillierte Flugzeuge, Nachtflug, Echtzeit-Atmosphäre, Live-Wetter und eine dynamische Welt.

Das richtige Einsteiger-Flight-Setup

Die passende Hardware ist aber komplett anders. Statt Lenkrad, Pedalen und Schaltung nutzt man bei Flight-Sims eher Joystick, Yoke, Throttle Quadrant und Ruderpedale.

Die Gemeinsamkeit liegt in der Immersion. In beiden Bereichen geht es darum, eine Maschine über spezialisierte Peripherie genauer zu steuern als mit Maus, Tastatur oder Controller.

Einsteiger-Equipment im Überblick

Für die meisten SimRacing-Arten ist ein Force-Feedback-Lenkrad mit Pedalen die wichtigste Grundlage. Force Feedback sorgt dafür, dass das Lenkrad Rückmeldungen aus dem Spiel gibt, etwa bei Curbs, Gripverlust oder Übersteuern. 

Für GT-, Tourenwagen- und Formel-Spiele sind gute Pedale besonders wertvoll. Load-Cell-Pedale können den Bremsdruck genauer erfassen und dadurch für gleichmäßigere Bremsmanöver sorgen. MOZA nennt bei den CRP2-Pedalen zum Beispiel eine 200-kg-Load-Cell und viele Anpassungsmöglichkeiten.

Für Rallye und Drift sind andere Erweiterungen wichtiger. Ein rundes Lenkrad, eine Handbremse und ein Shifter passen deutlich besser zu diesen Disziplinen als ein reines Formula-Setup. Dort wird viel gegengelenkt, geschaltet und mit Gewichtsverlagerung gearbeitet.

Für Arcade-Racer reicht ein Controller oft völlig aus. Wer trotzdem ein Lenkrad nutzen möchte, braucht hier kein High-End-Setup. Ein einfaches Force-Feedback-Wheel mit Pedalen ist für diese Spiele meistens mehr als genug.

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Simracing ist nicht gleich Simracing

SimRacing ist kein einzelner Spieltyp, sondern ein Sammelbegriff für viele unterschiedliche Arten virtuellen Motorsports. GT-Rennen, Formel-Fahrzeuge, Rallye, Drift und Karting setzen jeweils andere Schwerpunkte. 

Genau diese Vielfalt macht Simracing spannend: Nicht jedes Spiel fährt sich gleich, und nicht jede Disziplin stellt dieselben Anforderungen. Da ist für jeden Motorsportbegeisterten etwas dabei.
Hast du vor, bald in die Welt des Simracing einzusteigen? Schreib uns gerne in die Kommentare, ob du einen Game-Favoriten hast!

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