Caseking ShopKontaktnoblechairsCaseking B2B
HUDIMM Intel Mainboards

Die aktuelle RAM-Krise, durch die Arbeitsspeicher extrem teuer geworden ist, sorgt dafür, dass Hersteller umdenken müssen, um wieder günstigeren Arbeitsspeicher verkaufen zu können. Die neueste Entwicklung ist HUDIMM, eine neue Art von RAM-Modulen. Intel-Mainboards von MSI, ASRock und ASUS haben nun offiziellen Support bekommen – aber was bringt der HUDIMM-RAM wirklich? 



HUDIMM vs. UDIMM-DDR5-RAM: die wichtigsten Unterschiede 

HUDIMM steht für „Half UDIMM“ und ist eine neue Variante von DDR5-Arbeitsspeicher. Der wichtigste Unterschied zu normalem DDR5-UDIMM liegt in der Datenbreite: Ein klassisches DDR5-UDIMM nutzt zwei 32-Bit-Subchannels pro Modul und kommt damit auf insgesamt 64 Bit. HUDIMM nutzt dagegen nur einen dieser beiden Subchannels. Pro Modul stehen also nur 32 Bit zur Verfügung. 

Nachteil von HUDIMM  

Durch die um die Hälfte verringerte Datenbreite können pro Takt viel weniger Daten übertragen werden. Das ist in etwa so, als hätte man statt einer zweispurigen Straße nur noch eine Spur – Autos fahren zwar mit derselben Geschwindigkeit, aber es passt nur ein Auto durch anstatt zwei. 

DDR5-UDIMMDDR5-HUDIMM
Datenbreite64 Bit pro Modul32 Bit pro Modul
Subchannels2x 32-Bit 1x 32-Bit 
Aufbau Mehr Chips, komplexeres PCB Weniger Chips, einfacheres PCB 
FolgeHöhere Bandbreite Potenziell günstiger, aber weniger Bandbreite 

Warum dann zu HUDIMM greifen? 

Der größte Vorteil von HUDIMM liegt beim Preis. Da ein HUDIMM-Modul nur einen 32-Bit-Subchannel nutzt, werden weniger Speicherchips benötigt. Auch das PCB kann einfacher aufgebaut sein. Dadurch können Hersteller HUDIMM-Module günstiger produzieren als klassische DDR5-UDIMMs.

Sinnvoll ist HUDIMM vor allem für günstige Office-PCs, Einsteiger-Systeme und Komplett-PCs, bei denen der Preis wichtiger ist als maximale Performance. Für Gaming-PCs, Streaming, Content Creation und Workstations ist klassischer DDR5-RAM dagegen die bessere Wahl. Dort zählt nicht nur die Speicherkapazität, sondern auch die verfügbare Speicherbandbreite.

Intel Mainboards unterstützen nun HUDIMM  

Je nach Anwendungsbereich kann HUDIMM trotzdem sinnvoll sein, vor allem wenn man aktuell neuen RAM kaufen muss und nicht zu DDR4 greifen kann oder möchte. Damit HUDIMM funktioniert, muss das Mainboard die neuen Single-Subchannel-DDR5-Module per BIOS unterstützen. ASRock und MSI nennen Support für Intel-Mainboards der 600er-, 700er- und 800er-Serie. Gigabyte hat ebenfalls HUDIMM-ready BIOS-Firmware für Intel 600/700/800 angekündigt. ASUS bietet laut aktueller Kommunikation Beta-BIOS-Versionen für Intel-800-Mainboards wie Z890, B860, Q870 und H810 an. Prüfe deshalb immer die Support-Seite deines konkreten Mainboard-Modells, bevor du HUDIMM-RAM einplanst. 

HUDIMM kaufen 

Schön und gut, dass Mainboards von Intel die neuen HUDIMM-Module unterstützen, aber wo kann man sie kaufen? Die Antwort: bisher noch nirgendwo. Vorerst gehen die HUDIMM-RAM-Module an PC-Hersteller, die diese dann in Office- oder Einsteiger-PCs einbauen. Wann Endkunden HUDIMM im Einzelhandel kaufen können, ist derzeit noch unklar. 

HUDIMM ist aktuell noch keine echte Retail-Option. Wenn du deinen PC jetzt aufrüsten willst, ist klassischer DDR5-RAM weiterhin die bessere Wahl – vor allem für Gaming, Streaming, Content Creation und leistungsstarke Office-PCs.

FAQ

HUDIMM-RAM-Module haben nur einen 32-Bit-Subchannel im Gegensatz zu den Standard-UDIMM-Modulen. 

Ob ein HUDIMM-RAM sich für dich lohnt, hängt von deinem Anwendungsbereich und Budget ab. HUDIMM kann durch den einfacheren Aufbau günstiger produziert werden, bietet dafür aber deutlich weniger Speicherbandbreite als normaler DDR5-RAM. Für einfache Office-Aufgaben kann das ausreichen. Für Gaming, Content Creation oder Workstations ist klassischer DDR5-RAM meist die bessere Wahl. 

Als Endkunde kannst du HUDIMM im Einzelhandel im Moment noch nicht kaufen. 

Ein Preis ist noch nicht bekannt. 

Das hängt vom Mainboard und BIOS ab. Einige Hersteller arbeiten an gemischten Speicherkonfigurationen, pauschal garantiert ist das aber nicht. Vor dem Kauf solltest du die Speicher-Kompatibilitätsliste deines Mainboards prüfen. 

HUDIMM-Support gibt es aktuell vor allem für Intel-Mainboards der 600er-, 700er- und 800er-Serie. Ob dein konkretes Mainboard HUDIMM unterstützt, hängt aber vom Hersteller, Modell und BIOS ab. Prüfe deshalb immer die Support-Seite und die Speicher-Kompatibilitätsliste deines Mainboards. Für AMD-Mainboards gibt es derzeit noch keine Unterstützung. 

Ja, in der Regel brauchst du ein BIOS, das HUDIMM ausdrücklich unterstützt. Ob ein Update verfügbar ist, hängt vom Mainboard-Hersteller und Modell ab. Die passende BIOS-Version findest du auf der Support-Seite deines Mainboards. 

Wäre HUDIMM-RAM eine Option für dich, wenn er günstiger ist als UDIMM-DDR5-RAM? Schreibs in die Kommentare!

3 1 vote
Artikelbewertung
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Newest
Oldest Most Voted