Seit Monaten tauchen immer wieder Gerüchte rund um AMDs nächste CPU-Generation Zen 6 alias Olympic Ridge auf. Nachdem es zuletzt vor allem um mögliche Kernzahlen, Taktraten und Cache-Größen ging, stehen nun zwei neue Punkte im Fokus: Die kommenden Ryzen-10000-CPUs könnten laut aktuellen Leaks eine NPU statt einer klassischen iGPU erhalten und erstmals CUDIMM-Support auf AM5 ermöglichen.
AMD Zen 6 mit NPU statt iGPU: Was bedeutet das?
Viele AM5-CPUs sind bisher mit einer kleinen iGPU ausgestattet. Sie reicht für einfache Desktop-Aufgaben und ist praktisch, wenn die dedizierte Grafikkarte einmal Probleme macht.
Aktuellen Leaks zufolge könnten die Ryzen-Desktop-CPUs auf Basis von Zen 6 erstmals eine integrierte NPU erhalten – offenbar zulasten der bisher üblichen kleinen iGPU. Eine NPU findet man aktuell auch schon in mobilen APUs und Desktop-APUs von AMD.
NPU vs. iGPU
Eine integrierte Grafikeinheit übernimmt Bildausgabe, Video-Decoding/-Encoding, leichte 3D-Lasten und hilft beim Troubleshooting, wenn die dedizierte Grafikkarte Probleme macht. Eine NPU ist dagegen auf KI-Aufgaben wie lokale AI-Funktionen, Windows Studio Effects oder On-Device-Inferenz spezialisiert – sie ersetzt also keine Grafikeinheit.
CUDIMM-Support für Zen 6: Schnellere DDR5-Module auf AM5?
CUDIMMs sind DDR5-Module mit einem integrierten Clock Driver, auch CKD genannt. Dieser stabilisiert das Taktsignal und kann höhere DDR5-Datenraten ermöglichen. Bisher bieten AMD-CPU keine native Unterstützung für CUDIMM-Module, aber das soll sich ändern.
Mit EXPO 1.2 schafft AMD die Grundlage für besseren CUDIMM-Support auf AM5. Wer davon profitieren möchte, braucht allerdings nicht nur eine Zen-6-CPU mit entsprechender Unterstützung, sondern auch passende RAM-Module, ein kompatibles Mainboard und ein geeignetes BIOS.
Kein nativer USB4-Controller bei Zen 6 CPUs?
Was immer noch fehlt, ist allerdings der USB4-Controller in der CPU. Bisher sollen die Zen-6-Prozessoren keinen bekommen, sodass man weiterhin auf einen USB4-Controller auf dem Mainboard angewiesen wäre.
Was ist bisher noch zu Zen 6 bekannt?
Offizielle Infos von AMD fehlen bislang. Neben den neuen Gerüchten zu NPU statt iGPU, CUDIMM-Support und USB4 gibt es bereits weitere Hinweise zu möglichen Taktraten, Cache-Größen, Kernkonfigurationen und der AM5-Plattform. Mehr dazu findest du in unserem separaten Blog zu AMD Zen 6 alias Olympic Ridge.
Ebenso wenig ist bekannt, wann wir Zen 6 zu Gesicht bekommen. Wer jetzt upgraden möchte, sollte nicht darauf warten und sich stattdessen einen aktuellen Ryzen-Prozessor kaufen.
Was hältst du von den bisherigen Gerüchte um Zen 6, bzw. “Ryzen 10000”? Lass gerne einen Kommentar!

